12.11.2010, 12:00 Uhr

MANUEL ORTLECHNER UND SEIN GOLDENES JUBILÄUMSTOR

Manuel Ortlechner und sein goldenes Jubiläumstor

Wer nach dem Cup-Match gegen Wacker einen Blick auf die Social-Network-Seite „Twitter“ von Manuel Ortlechner warf, der wurde gleich von der Jubelmeldung unseres Routiniers begrüßt: „Abwechslungsreicher Cupschlager gegen sehr kompakte Tiroler mit einem Linz-like Siegestor von mir - Guten Morgen!“ Man merkt bei diesen Zeilen förmlich, wie sich „Orti“ über sein Goldtor im Cup-Achtelfinale-Schlager gegen Wacker freute. Daran lässt auch er selbst keinen Zweifel: „Es war definitiv das schönste Tor, das ich in meiner Karriere bisher erzielt habe. Der Pass von Julian Baumgartlinger kam auf Zuruf perfekt und irgendwie habe ich gewusst, der Ball sitzt.“

 

Es war übrigens nicht nur das schönste, sondern gleichzeitig auch das runde 10. Pflichtspiel-Tor in der Profikarriere der Oberösterreichers und bereits der sechste Volltreffer im violetten Trikot. Ob es sich bei ihm also wie beim Wein – je älter desto besser  - verhält, lässt der sechsfache Teamspieler  in seinem zweiten Jahre bei den Veilchen offen: „Vor allem mit dem Kopf, mit dem ich im Gegensatz zu Mittwoch meistens treffe, habe ich mich in den vergangenen Jahren stark verbessert und diese Tatsache kommt meiner Torausbeute natürlich zugute.“

 

Da man gerade als Abwehrspieler verhältnismäßig selten als Torschütze glänzen kann, ist der Stellenwert für ihn klarer Weise umso höher: „Für mich als Verteidiger ist ein Tor und noch dazu solch ein entscheidendes, eine besonders tolle Sache. Ich bin schon in der Kabine aufgezogen wurde, weil es angeblich der schlechteste Torjubel überhaupt war. Ich war etwas überrascht und habe gar nicht gewusst, was ich in dem Moment machen soll. Für meinen nächsten Treffer weiß ich jetzt dafür schon ganz genau, was abgehen wird.“

 

Als echte Alternative für die violette Sturmabteilung sieht sich der 30-Jährige trotzdem nicht: „Wir sind vorne gut genug aufgestellt. Bei Standards bin ich dabei, aber ansonsten werden sich meine Sturmläufe auch in Zukunft in Grenzen halten:“ Kollege Zlatko Junuzovic streut ihm diesbezüglich trotzdem Rosen: „Er ist ein Verteidiger mit echtem Tordrang und davon gibt es nicht allzu viele.“

 

Seine vorrangige Rolle als Abwehrbollwerk der Wiener Austria hat Ortlechner vor dem nächsten Heimspiel am Samstag gegen Kapfenberg (Anpfiff 18:30 Uhr) allerdings trotz aller Goalgetter-Lorbeeren noch nicht vergessen: „Wir haben gegen Wacker, für uns ungewöhnlich, einige Bälle verloren. Zwei missglückte Querpässe hätten auch ins Auge gehen können, insofern müssen wir hier gegen Kapfenberg speziell auch defensiv sicher noch konzentrierter ans Werk gehen.“

 

Drei Punkte sind für ihn auch angesichts der derzeitigen Tabellensituation fast Pflicht: „Auch wenn die Leistung in Ordnung war, haben wir in den vergangenen beiden Spielen wichtige Punkte liegen gelassen. Es gilt jetzt unbedingt den Kontakt zur Tabellenspitze zu halten und dafür ist ein voller Erfolg nötig.  Die Chancen dafür erarbeiten wir uns in dieser Saison wirklich in jedem Match. Jetzt ist die Kaltschnäuzigkeit gefragt.“

 

Sein Tor gegen Innsbruck war für „Orti“ indirekt wohl auch eine kleine Versöhnung mit dem ÖFB-Cup, zog er sich doch ausgerechnet in der ersten Runde gegen die Ried Amateure in letzer Sekunde einen Bänderriss im Knöchel zu, der ihn für fast zwei Monate außer Gefecht setzte. „Daran denke ich aber gar nicht mehr. Wir stehen jetzt unter den besten acht Teams im Pokalbewerb und die Reise ist hoffentlich noch lange nicht zu Ende.“

 

Einen Favoriten für die Auslosung des Viertelfinales am 21. November (Spieltermine 19./20. April) hat Ortlechner jedenfalls schon: „Die Vienna wäre ganz nach meinem Geschmack. Ein Derby gegen einen Wiener Traditionsverein hätte schon etwas.“

 

Wer übrigens die Online-Auftritte unseres wohl größten Multimedia-Fans bei den Veilchen einmal näher betrachten will, kann dies unter folgenden zwei Links:

www.manuelortlechner.at
http://twitter.com/ortlechner

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 17 36
2. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
3. FC Red Bull Salzburg 17 31
4. FK Austria Wien 17 31
5. RZ Pellets WAC 17 22
6. FC Admira Wacker Mödling 17 22
7. SK Rapid Wien 17 21
8. SV Guntamatic Ried 17 17
9. SKN St. Pölten 17 14
10. SV Mattersburg 17 11
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