01.09.2010, 09:30 Uhr

MANUEL ORTLECHNER: "WIR WISSEN, WAS JETZT ZU TUN IST!"

Manuel Ortlechner: "Wir wissen, was jetzt zu tun ist!"

Auch wenn bei der Wiener Austria zu Wochenbeginn offiziell zwei trainingsfreie Tage auf dem Programm standen, tummelten sich doch einige Veilchen rund um das Franz-Horr-Stadion. Co-Trainer „Sepp“ Michorl absolvierte am Dienstag gemeinsam mit Kapitän Milenko Acimovic ein Spezialtraining mit Schussübungen, Tormanntrainer Franz Gruber arbeitete gemeinsam mit Robert Almer in der violetten Akademie und auch Teamverteidiger Manuel Ortlechner spulte in der Höhenkammer emsig seine Ergometer-Einheit ab.

 

Nach einer weiteren Lymphdrainage für den lädierten Knöchel, der bereits fast vollständig abgeschwollen ist, zeigte sich „Orti“ bezüglich seiner baldigen Genesung guter Dinge: „Seit meinem Missgeschick im Cup bei den Ried Amateuren sind jetzt zwei Wochen vergangenen. Ich mache gute Fortschritte und will kommende Woche wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen.“

 

Gemeinsam mit Zlatko Junuzovic absolviert der violette Abwehrchef parallel  zum Aufbautraining noch intensive Physiotherapie-Einheiten bei Spezialist Freddy Siemes im IMSB-Institut in der Südstadt. Erste Gehversuche mit der Mannschaft am vergangenen Samstag kamen für ihn aber trotz guter Fortschritte zu früh. „Ich habe es am Samstag versucht, aber im Sprint war ich einfach noch nicht voll da und deshalb hätte es keinen Sinn gemacht.“

 

Von seinem Ersatz Manuel Wallner war der ÖFB-Teamspieler durchaus angetan: „Bei einer 0:3-Niederlage einen Abwehrspieler zu loben klingt vielleicht ein wenig befremdend, aber er hat seine Sache nicht schlecht gemacht. Wirklich grobe Schnitzer waren nicht dabei und für ihn war die erste Partie in der Kampfmannschaft auch psychologisch ganz wichtig. Ich freue mich sehr für ihn.“

 

Dass die traditionellen Zimmerpaarung Ortlechner und Junuzovic im Nationalteam dieses Mal passen muss, schmerzt ihn dieser Tage trotzdem: „Ich dachte, es klappt schon, musste dann aber leider am Wochenende doch noch absagen. So wie schon gegen Aris Saloniki, die sicher zu knacken gewesen wären, ist es genauso bitter, zum Auftakt der EM-Qualifikation nicht zur Verfügung zu stehen. Aber Verletzungen passieren und wir gehen professionell damit um.“

 

Für die Meisterschaft heißt es, so Ortlechner, jetzt vor allem eines: „Nicht nervös werden und konzentriert arbeiten. Es spricht auch für unsere Vereinsführung, dass alle Ruhe bewahren und das Team ohne Zwischenrufe das vorgesehene Programm absolvieren lassen. Das ist die Basis für die Rückkehr auf die Erfolgsspur und deswegen werden wir in den nächsten Partien auch wieder aufzeigen und hoffentlich eine neue Serie starten. Alle wissen, was jetzt zu tun ist.“

 

Wenn diese ausgerechnet mit dem anstehenden großen Wiener Derby beginnen würde, wäre das für den violetten Innenverteidiger doppelt schön: „In Wahrheit ist das Derby eine dankbare Aufgabe zum absolut richtigen Zeitpunkt. Wir können in diesem prestigeträchtigen Match in einer Partie wieder sehr viel gut machen und dafür werden wir uns in den kommenden Tagen ordentlich ins Zeug werfen!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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