11.03.2010, 15:00 Uhr

MANUEL ORTLECHNER: "IM TRAINING MÜSSEN JETZT DIE FETZEN FLIEGEN!"

Manuel Ortlechner: "Im Training müssen jetzt die Fetzen fliegen!"

Während Tormanntrainer Franz Gruber heute mit Heinz Lindner, Günther Arnberger und U16-Teamkeeper Daniel Bachmann drei Tage vor dem 292. großen Wiener Derby ein Spezialtraining einschob, parkte sich auch Manuel Ortlechner am an sich trainingsfreien Vormittag vor dem Horr-Stadion ein. In der Kraftkammer schwitzte der 30-Jährige den Frust der vergangenen beiden Partien heraus.


Seine simple Begründung für die Extraschicht: „Wenn man besser werden will, muss man mehr machen, als alle anderen. Die zwei Niederlagen haben mich enorm geärgert. Jetzt heißt es wirklich alle Kräfte für das Derby zu mobilisieren.“ Dass ausgerechnet am kommenden Wochenende das Derby ansteht, ist für „Orti“ sogar ein Vorteil: „Wir haben nun die Chance in einem Match wieder sehr vieles gut zu machen. Dieser Tatsache und der Wichtigkeit des Spiels für alle Fans, die mit uns nach Hütteldorf kommen oder vor den Fernsehgeräten die Daumen drücken, müssen wir uns bewusst sein.“


Mit dem bisherigen Saisonstart ist der Oberösterreicher trotz der zwei Siege gegen Kapfenberg und Kärnten nicht wirklich zufrieden: "Selbstkritik schadet bekanntlich nicht und wenn wir ehrlich sind, dann haben wir nur in der ersten halben Stunde in Mattersburg wirklich überzeugt. Gegen Kapfenberg und Kärnten ist unser Spielfluss erst mit den Ausschlüssen beim Gegner wirklich ins Rollen gekommen. Wir haben aber die Tore gemacht, insofern fragt danach keiner mehr wirklich. Trotzdem, unser Anspruch als Wiener Austria, die meiner Meinung nach nur einen unwesentlich schwächeren Kader als Salzburg hat, muss ein anderer sein.“


Das Erfolgsrezept für den Turnaround ausgerechnet gegen den Erzrivalen liegt für Ortlechner auf der Hand: „Im Training müssen bis Sonntag die Fetzen fliegen, dann wird Rapid auch am Sonntag gegen uns nichts zu lachen haben. So wie wir trainieren, werden wir uns auch im Hanappi-Stadion präsentieren. Jetzt heißt es zusammenrücken, ruhig bleiben, die Nerven bewahren und den Fokus voll auf diesen Schlager zur richten.“

 

Dem Derbydebüt von Tormann-Youngster Heinz Lindner, der den weiterhin verletzten Robert Almer ersetzen wird, sieht der Routinier ganz gelassen entgegen. „Es sagt schon alles, dass ich keine Sekunde einen Gedanken daran verschwendet habe. Er ist für sein Alter bereits ein ausgezeichneter Schlussmann und sowohl auf der Linie als auch bei hohen Bällen extrem sicher unterwegs. In Linz hat er uns mit seinen Paraden lange Zeit im Spiel gehalten.“

 

Ein Favorit ist für ihn vor dem Duell mit dem Erzrivalen nicht auszumachen: „Beide Teams können nach den jüngsten Leistungen nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Die Mannschaft, die jetzt mehr Charakter zeigt, wird gewinnen. Der Druck auf Rapid ist nach vier sieglosen Meisterschaftsspielen sicher da, aber auch wir können uns eigentlich nichts leisten. Es geht für beide Teams um viel, eine gute Voraussetzung für ein rassiges Derby.“


Ganz wichtiger Ticket-Hinweis noch zu den Matchtickets für das Wiener Derby:

Nur mehr Donnerstag und Freitag (9:00–12:00 Uhr Office Ost, 12:00-18:00 Uhr eigene Kassa an der Osttribüne) besteht die Chance, noch Karten für den Auswärtssektor im Hanappi-Stadion zu kaufen. Diese werden NUR gegen Vorlage eines Ausweises UND gegen Barzahlung ausgehändigt. Pro Ausweis gibt es nur ein Matchticket, weitere sind nur gegen mitgebrachte Ausweiskopien erhältlich. Am Samstag und am Matchtag werden definitiv keine Karten mehr verkauft!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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