18.11.2010, 09:07 Uhr

KLEIN: „DESWEGEN IST NICHT ALLES SCHLECHT…“

Klein: „Deswegen ist nicht alles schlecht…“

Alles hätte zusammen gepasst. Geburtstag, Elfmeter nach wenigen Augenblicken, er darf ran – und scheitert am griechischen Keeper. Der 15. November 2010 war für Florian Klein trotz seines 24. Geburtstags kein richtiger Freudentag, auch wenn man nach dem 1:2 des österreichischen Nationalteams gegen den Ex-Europameister nicht schwarz malen darf, denn am Ende hätte der Champ des Abends auch das ÖFB-Team sein können.

 

„Ich war überzeugt, dass ich den Ball reinmache“, analysierte Klein nach dem Schlusspfiff. „Dass es mir nicht gelungen ist, war aber leider mitentscheidend für den Ausgang bzw. den weiteren Verlauf der Partie.“ Vorwurfsvolle Worte von den Mitspielern gab es freilich keine, vielmehr tröstende. „Dabei habe ich mich so gut gefühlt und versucht, so locker wie immer zu sein. Ich schieße ja auch für die Austria Elfmeter und treffe. Diesmal eben nicht, das ist für mich und die gesamte Mannschaft sehr bitter.“ 

 

Der Blondschopf, der auch beim Tor von Samaras das Kopfball-Duell verloren hatte, will aber auch das Positive aus der knappen Niederlage für die künftigen Auftritte der Österreicher mitnehmen und streicht heraus: „Spielerisch waren wir gut, sind aggressiv und mit viel Druck aufgetreten. Diesmal hat aber leider das Resultat nicht zu unserem guten Auftritt gepasst, deswegen ist auch nicht alles schlecht.“

 

Bestimmt nicht und schon gar nicht die starke Performance vom zweiten Austrianer, der von Beginn an gegen die Griechen im Einsatz war – Zlatko Junuzovic. Er kurbelte unermüdlich im Mittelfeld, hatte besonders viele Ballkontakte und war immer anspielbereit. Er leitete selbst viele Angriffe ein und hatte einmal bei einer Chance Pech, als er alleine vor dem Tor ein Zuspiel von Christian Fuchs nicht verwerten konnte (51.). 

 

Während Roland Linz (schöner Doppelpass mit Marko Arnautovic) nur zu einem Kurzeinsatz von Teamchef Didi Constantini gebracht wurde, kam Aleksandar Dragovic gar nicht dran und wurde Julian Baumgartlinger wegen einer Verhärtung im Oberschenkel geschont.

 

Hängende Köpfe gab es auch bei unseren Spielern der U21, die in Wales als Verlierer vom Platz gingen. Bei gar nicht britischem Fußball-Wetter – es war trocken und angenehm kühl – egalisierten sich beide Teams in den ersten 45 Minuten über weite Strecken.

 

Österreich - Heinz Lindner und Emin Dilaver begannen, Dario Tadic wurde eingewechselt - hatte jedoch mehr vom Spiel, am Strafraum der Waliser war aber zumeist Endstation.

 

Das sollte sich nach der Pause ändern. Die Herzog-Boys bekamen Spiel und Gegner mehr und mehr in Griff und unter Kontrolle, drückten auf die Führung. Teigl und Alar ließen von einem Dutzend Torchancen die besten Möglichkeiten aus.

 

Und weil man die Tore, die man nicht schießt bekommt, traf Chamberlain in der 72. Minute zum 1:0 für die Hausherren.

 

Österreich U21: Lindner - Farkas (65., Tadic), Schimpelsberger, Windbichler (73., Karner), Dilaver - Hopfer (46., Hinteregger), Holzhauser - Royer (73., Teigl), Hierländer (46., Schwab), Drazan (46., Kröpfl) - Alar

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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