11.11.2010, 12:57 Uhr

KEIN WUNSCHLOS, ABER NICHT RAPID ODER STURM

Kein Wunschlos, aber nicht Rapid oder Sturm

Der Tanz auf zwei Hochzeiten geht für den FK Austria Wien weiter. Nach dem Sieg in der Verlängerung über Wacker Innsbruck gibt es im Viertelfinale des ÖFB-Cups mit Sicherheit keinen leichten Gegner mehr. Fünf Bundesligisten und zwei aus der Ersten Liga können uns zugelost werden. Trainer Karl Daxbacher hat zwar keinen Wunschgegner, dafür aber zwei Kandidaten, auf die er jetzt noch nicht treffen möchte.

 

Zeit zum Feiern blieb den Violetten keine. Erst gegen Mitternacht kamen die letzten Spieler aus der Dusche bzw. der Kabine, nach ein paar Stunden Schlaf war heute Morgen bereits um 10 Uhr wieder Training. Nur eingeschränkt konnten dies übrigens Aleksandar Dragovic (Seitenband-Dehnung im Sprunggelenk) und Zlatko Junuzovic (Schienbein-Prellung) machen. Beide sollten aber morgen wieder in die Vorbereitung auf das Samstag-Spiel gegen Kapfenberg einsteigen können.

 

Die Steirer sind auch im Viertelfinale, das erst im April ausgetragen wird, ein möglicher Gegner. Und auch einer, den sich der Coach wünschen würde. Zumindest hat er nach dem Thriller gegen die Tiroler gemeint: „Wenn man den Cup gewinnen möchte, muss man die schweren Gegner aus dem Weg räumen. Innsbruck war einer davon, jetzt wünsche ich mir nicht Rapid oder Sturm Graz.“ Dennoch nimmt er die Auslosung (21. November), wie sie kommt. Sein einziges Anliegen: „Trotz unserer nicht gerade berauschenden Heimbilanz wäre ein Spiel im Horr-Stadion für mich ein Vorteil.“

 

Die Partie gegen Innsbruck war jedenfalls die erwartet schwere, denn der Aufsteiger beweist jede Woche, „dass sie eine starke Mannschaft haben“ (Daxbacher), darum freue ihn der Erfolg auch umso mehr. „Wir hatten die klareren Chancen, deswegen sind wir auch der verdiente Sieger.“

 

So sieht das auch Manuel Ortlechner, der cool wie ein Eisberg seine Chance zum entscheidenden 2:1 in der 103. Minute nützte. „Die Nuss, die wir zu knacken hatten, war eine harte. Sie haben uns nur sehr wenig Platz zum Spielen gelassen, aber aufgrund der vielen Möglichkeiten, die wir uns heraus gearbeitet haben, geht der Sieg in Ordnung.“

 

Für den 30jährigen war es heuer bereits das zweite Saisontor, zuvor traf er auch schon beim 4:3-Erfolg beim LASK in der 2. Bundesliga-Runde. Auch dort war es der letzte und damit entscheidende Treffer. „Orti“, der Mann für die wichtigen Tore!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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