18.01.2010, 13:00 Uhr

JACEK BAK: „ICH WILL ES ALLEN NOCH EINMAL BEWEISEN!“

Jacek Bak: „Ich will es allen noch einmal beweisen!“

Frisch erholt und voller Tatendrang startete auch Austrias-Abwehrchef Jacek Bak in die Frühjahrsvorbereitung. Kein Wunder, präsentierte sich der 37-Jährige doch schon vom ersten Tag weg topfit und in ausgesprochen guter körperlicher Verfassung. Grund dafür: Auch während der dreiwöchigen Verschnaufpause ging es der polnische Rekordinternationale sehr sportlich an. Abgesehen vom Heimprogramm stand neben einer Schiwoche in Zell und Saalbach noch reichlich Eishockey und die eine oder andere Basketball-Partie mit Freunden im heimischen Ljublin am Programm.


Ob , Bretter, Ball oder Puck, die Abwechslung war beim ausgiebigen Fitnessprogramm groß und umso größer war auch die Freude, als er sich vor zehn Tagen wieder dem Fußball widmen durfte: „Jetzt bin ich wirklich heiß auf das Leder und will es in den vielleicht letzten Monaten meiner so langen Karriere noch einmal allen beweisen!“


Dementsprechend engagiert und motiviert wirkt er auch in seiner bereits 20. Profisaison: „Seit meiner Ankunft vor drei Jahren haben wir definitiv die stärkste Mannschaft. Viele gute junge Spieler sorgen für noch mehr Dynamik und da macht es uns alten Haudegen natürlich doppelt so viel Spaß.“


Die Wahl nach Wien zu kommen hat er seit damals nie bereut: „Es war eine der allerbesten Entscheidungen in meiner gesamten Karriere. Ganz abgesehen von der Stadt und ihrer Lebensqualität passt es einfach bei der Austria. Sowohl sportlich als auch infrastrukturell geht unglaublich viel weiter und bei dieser Entwicklung dabei zu sein, ist ein gutes Gefühl. Ich kann jedem jungen Spieler in Polen nur raten, zu diesem Klub zu kommen. Vielleicht nimmt sich der eine oder andere von ihnen später einmal meinen Rat zu Herzen.“


Alles aber noch Zukunftsmusik, denn bevor Bak im Sommer seine Fußballschuhe vielleicht endgültig an den Nagel hängen könnte, was keineswegs beschlossene Sache ist, hat er noch viel vor: „Die ersten Runden werden bereits entscheidend sein. Kommen wir gut aus den Startlöchern, dann ist auch die Meisterschaft nicht utopisch. Nach Lech Posen und Lens wäre die Austria der dritte Verein, mit dem mir das gelingen würde.“

 

Geht es rein nach dem Aberglaube, dann sieht Bak die Chancen auf ein mögliches Meisterstück sogar gut. „Meine Frau hat gesagt, dass wird noch einmal meine Saison. Sie hat uns den Titel vorausgesagt. Bei all meinen vorherigen Stationen haben ihre Prognosen immer gehalten. Dementsprechend optimistisch bin ich", schmunzelt Bak.


Um auf dem Boden zu bleiben, weiß aber auch unsere Nummer 6, dass trotz aller Sentimentalitäten und Hoffnungen im Herbst seiner so langen und erfolgreichen Karriere wirklich alles zusammenpassen müsste: „Ganz abgesehen von den dafür notwendigen, konstanten Höchstleistungen, spielt auch das Glück eine große Rolle. Grundvoraussetzungen für solch einen Coup bleiben die Einstellung und der unbedingte Glaube, es schaffen zu können.“


Entscheidend dürfte für ihn im Frühling auch die erfolgreiche Rückkehr des verletzten Sturmduos sein: „Kann Tomas Jun nach seinem Kreuzbandriss wie geplant nach den ersten drei, vier Runden wieder einsteigen und schnell zu seiner alten Form zurückfinden, wäre das für uns fantastisch. Bei Rubin Okotie wird es zwar noch etwas dauern. Halten wir bis zum Ligafinish Kontakt zur Tabellenspitze, wäre er aber eine echte Geheimwaffe, die vielleicht noch den entscheidenden Unterschied ausmachen könnte.“


Der Traum lebt also beim violetten Abwehrchef, der zum Meisterschaftsstart gegen Kapfenberg am 13. Februar bereits sein 100. Pflichtspiel für die Wiener Austria bestreiten würde. Um sich zu diesem feierlichen Anlass in Topform zu präsentieren, will er das zehntägige Trainingslager in Marbella noch einmal bestmöglich nutzen: „Gerade in meinem Fall ist Nostalgie in der Vorbereitung völlig fehl am Platz. Mein Anspruch war immer, dass ich besser als anderen auf meiner Position sein möchte. Damit diese Motto im Frühjahr auch nur annähernd seine Gültigkeit behält, muss ich noch härter trainieren als alle anderen!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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