09.05.2010, 17:59 Uhr

GRANDIOS! JUNUZOVIC WAHRT DIE GROßE MEISTERCHANCE

Grandios! Junuzovic wahrt die große Meisterchance

Die Entscheidung um den Meistertitel ist vertagt. Nach einem unglaublichen Spiel in der EM-Arena. Und einer grandiosen Leistung des FK Austria Wien. Bis zur 90. Minute war Salzburg Meister, aber dann hatte Zlatko Junuzovic seinen großen Auftritt und beschert uns mit seinem Treffer in der 91. Minute ein Herzschlagfinale in der letzten Runde am Donnerstag.

 

Das Daumendrücken hat sich schlussendlich ausgezahlt, und jetzt ist auch noch der ganz große Coup möglich. Spannender könnte das „Finale Grande“ gar nicht verlaufen, denn erst nach der 36. Runde wird man wissen, ob der Meistertitel vielleicht doch noch nach Favoriten geht.

 

Was war das für ein Nachmittag! Nachdem bereits alles für die Meisterfeier hergerichtet war, wurde Hattenberger, bereits in der Nachspielzeit, am Strafraum gefoult. Den dafür verhängten Freistoß setzte Junuzovic gefühlvoll über die Mauer und in die Maschen, Keeper Arzberger war zwar noch dran, konnte die Kugel aber nur noch ins Netz abwehren.

 

Damit war die Austria wieder zurück im Titelrennen, aber der Geist von Altmeister Hitchcock dürfte ebenfalls im Stadion gewesen sein, denn Rabiu Afolabi traf in der 95. Minute noch per Kopf, der Treffer wurde aber wegen Abseits aberkannt, das Spiel hätte zudem längst zu Ende sein müssen.

 

Nach dem Schlusspfiff feierten die mitgereisten 2.000 Austria-Fans die Mannschaft, die sogar zehn Minuten nach dem Ende extra nochmals zur Verabschiedung aufs Feld kam und einen Freudentanz auf das Plastikgras hinlegte.

 

Unfassbar! Erst aufgrund unserer Siegesserie der vergangen Wochen wird der Titelkampf jetzt noch einmal so richtig spannend. Salzburg spielt bei Sturm Graz, wir daheim gegen Ried – ein volles Horr-Stadion ist garantiert!

 

Was war eigentlich bis dahin alles passiert? Der Spielfilm war von Anfang an spannend, denn Violett versteckte sich in der Bullen-Arena ganz und gar nicht, hatte durch Michi Liendl, der einen Ball knapp über die Latte setzte, die erste Möglichkeit (13.).

 

Angepeitscht von 22.200 Fans boten beide Teams attraktiven Fußball und sorgten für einige Highlights. Die besten Szenen hatte Selzburg zumeist nach Out-Einwürfen von Schwegler auf Höhe des Austria-Strafraums, die wie eine Flanke in den Sechzehner segelten. Aber Tchoyi (19., 30.), Schiemer (22.) und Janko (33.) scheiterten.

 

Kurz vor dem Wechsel ließ Roland Linz noch eine Topmöglichkeit aus, der Fersentrick nach Hereingabe von Liendl fiel leider zu schwach aus (40.).

 

Dennoch lief alles bis dahin planmäßig. Die Veilchen lauerten auf eine Chance, Coach Karl Daxbacher brachte mit Schumacher und Diabang auch zwei frische Spitzen, die erste Möglichkeit nach der Pause hatte allerdings Salzburgs Tchoyi, der nach einem Solo vergab (57.).

 

Nur wenige Millimeter fehlten in der 71. Minute bei einem Schumacher-Kopfball, der nach Standfest-Flanke von der Stange wegklatschte. Bereits das hätte die Entscheidung sein können.

 

Wir liegen jetzt nur noch eine Punkt hinter dem Titelverteidiger, der aufgrund der Niederlagen nun wirklich nervös sein wird. So ein Finale hätte sich noch vor einer Woche niemand erwartet, jetzt ist es ein Thriller um die Meisterschale. Salzburg hatte eigentlich schon eineinhalb Hände dran, jetzt sind wir aber wieder zurück im Rennen!

 

RB Salzburg: Arzberger; Schwegler, Afolabi, Schiemer, Ulmer; Opdam; Tchoyi, Leitgeb, Cziommer (86., Sekagya), Svento (90., Vladavic); Janko (77., Zickler).

 

FK Austria Wien: Lindner; Standfest, Dragovic, Ortlechner, Suttner; Klein (76., Diabang), Baumgartlinger (83., Hattenberger), Junuzovic, Liendl; Linz (65., Schumacher), Jun.

 

Gelb: Janko, Opdam, Schwegler, Zickler; Schumacher, Hattenberger.

 

Tor: Junuzovic (91.).

 

SR Drabek; 22.200.

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Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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