29.09.2010, 14:25 Uhr

GEORG MARGREITTER & CO. GLÄNZEN IN DER YOUNGSTER-ABWEHR DER LIGA

Georg Margreitter & Co. glänzen in der Youngster-Abwehr der Liga

Beim 2:0-Auswärtssieg in Graz, lieferte auch Georg Margreitter in der violetten Innenverteidigung eine makellose Leistung ab. Der ehemalige U21-Teamkapitän hat bei der Wiener Austria in den vergangenen Wochen immer wieder sein großes Potential unter Beweis gestellt und stand in den letzten sieben Spielen durchwegs in der Startelf.

 
Eine Tatsache, die für ihn sehr wertvoll ist, auch wenn er es in seinem ersten Jahr bei den Veilchen nimmt wie es kommt: „Spielpraxis ist für jeden Fußballer das Um und Auf, aber unabhängig davon muss man als Profi immer seinen Job  machen. Dass ich vom Ligastart weg nicht immer spielen werde, war bei der harten Konkurrenz von zwei österreichischen Teamspielern klar und dessen war ich mir auch vor meinem Wechsel bewusst. Sicher haben mir aber die Matches der vergangenen Wochen sehr geholfen. Durch den regelmäßigen Spielrhythmus geht viel weiter. Das Timing und das intuitiv richtige Verhalten in bestimmten Spielsituationen wird automatisiert. Man wird von Partie zu Partie sicherer.“


Dass die mit Abstand jüngste Abwehr der Bundesliga (Durchschnittsalter: 21, 3 Jahre) gerade in den letzten Spielen sehr sicher agierte und seit mittlerweile 370 Minuten keinen Gegentreffer mehr erhalten hat, ist für Margreitter kein Zufall: „Ein Schlüssel ist sicher die gute Kommunikation. Wir reden auch unter dem Match sehr viel untereinander und springen in allen brenzligen Situationen füreinander ein. Die Abstimmung passt also, der Lernprozess ist für uns alle ein gewaltiger, weil sich keiner hinter einem Routinier verstecken kann. Für mich sind starke Leistungen aber ohnedies nicht eine Frage des Alters.“


Genügend Selbstbewusstsein also beim Vorarlberger, der die violette Hintermannschaft so, wie viele neutrale Beobachter, besonders in der Luft sehr stark sieht: „Vor allem auch dank eines Robert Almer, der aufgrund seiner Größe und seiner Spielart die hohen Bälle perfekt und ungemein sicher herunter pflückt, haben es die Gegner sehr schwer. Aleks und ich sind nicht die schlechtesten per Kopf und klären zumeist die anderen Bälle im Gefahrenraum.“


Genau diese Lufthoheit, war für ihn einer der Schlüssel zum Erfolg in Graz: „Julian Baumgartlinger und Peter Hlinkla haben in der Mitte fast nichts durchgelassen. Sturm konnte also so fast nur hoch über die Seiten gefährlich werden und da haben wir abgesehen von einer etwas hektischen Phase zu Beginn die Situation zumeist unter Kontrolle gehabt.“


Auch ein anderer Aspekt hat ihm in diesem Match sehr gut gefallen: „Nach der Führung haben wir aktiv weitergespielt, viele Bälle erkämpft und Sturm so die Aufgabe sichtbar erschwert. Es war kein Zufall, wenn auch eine äußerst seltene Situation, dass sie vor der Pause kein einziges Foul begingen. Der Ball ist gut gelaufen und so war es für die Grazer schwer, überhaupt in Zweikämpfe zu kommen.“

 

Dass am kommenden Samstag eine ganz andere Sturm-Elf bei der Austria gastieren wird, steht für Margreitter aber ebenfalls außer Frage: „Sie werden sicherlich ordentlich beißen und sind heiß auf eine Revanche. Wir wollen uns ähnlich gut wie im ersten Match präsentieren. Es wartet also ein spannendes Match.“ Umso mehr, weil für den 21-Jährigen das letzte Spiel nur eine Momentaufnahme war: „Wir funktionieren als Team immer besser, aber das wir jedes Mal solch eine Leistung bieten werden, wäre ein vermessener Gedanke. Auf eine Konstanz wie jene von Barcelona oder Spaniens Nationalmannschaft, die ihr Kurzpassspiel fast schon beliebig abrufen können, fehlt uns noch einiges.“

 

Die volle Konzentration liegt beim ehrgeizigen Schrunser zwar noch voll auf dem anstehenden Schlager gegen die „Blackies“, aber auch über die anstehende Länderspielpause hat es sich schon kurz Gedanken gemacht: „Ich bin erstmals nicht mehr beim U21-Team, weil mein Jahrgang herausfällt. Für mich ist das eine etwas ungewohnte Situation, denn seit ich zurückdenken kann, hatte ich hier nie Zeit. Ich werde sie aber sowohl im Training, als auch mit eigenen Einheiten gut nützen, denn auf uns wartet ein heißer Herbst, für den ich topfit sein will. Elf richtungsweisende Pflichtspiele stehen am Programm und mit Sturm Graz wartet am Wochenende die nächste große Herausforderung auf uns.“

 

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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