10.06.2010, 14:20 Uhr

GEORG MARGREITTER: „ICH ÜBERNEHME GERNE VERANTWORTUNG!“

Georg Margreitter: „Ich übernehme gerne Verantwortung!“

Mittlerweile ist es bei der Wiener Austria in Sachen Neuverpflichtungen fast schon so etwas wie eine liebgewonnene Tradition:  Jocelyn Blanchard bei Lens, Matthias Hattenberger in Innsbruck, Joachim Standfest beim GAK oder nicht zuletzt Milenko Acimovic beim slowenischen Nationalteam – sie alle waren vor ihrem Wechsel zu Violett Kapitän in ihren Teams und mit Georg Margreitter reiht sich nun einer der jüngsten Spieler, dem diese Ehre bereits zu Teil wurde, in diese illustre Runde ein.

„Das Alter hat mit dieser Rolle eigentlich wenig zu tun. Es war für mich immer eine Ehre, egal ob bei meinem Heimatverein Schruns, im BNZ Vorarlberg oder eben zuletzt beim LASK. Die Kapitänsschleife zu tragen, bedeutet Verantwortung zu übernehmen und davor habe ich mich bisher nie gescheut“, so der Nachfolger des ehemaligen U21-Teamkapitäns Julian Baumgartlinger.  

Seine ersten Tage bei der Wiener Austria sind für den 21-Jährigen Youngster trotz aller bereits gewonnen Routine besonders: „Alles ist größer, eine Spur professioneller und auch die Qualität der Mannschaft ist gerade jetzt nach der ersten Einheit mit unseren fünf Nationalteamspielern eine andere.“

Gerade um auch auf diesem Level mithalten zu können, hat Margreitter bei allem Übersiedlungsstress schon viel Vorarbeit geleistet: „Ich will von Beginn an ganz vorne dabei sein und dafür habe ich meine Hausaufgaben gemacht.“ Auch wenn er mit seiner Freundin und Tennis-Profi Tamira Paszek zuletzt die WTA-Turniere in Izmir, Birmingham und Budapest bereiste, fuhr Margreitter ein hartes Programm: „Beim LASK kam ich gegen Ende der Saison kaum mehr zum Zug und habe mir daher mit zwei Individualtrainern bereits einen intensiven Trainingsplan für die kommende Saison erarbeitet. Diese Einheiten habe ich überall beinhart durchgezogen und dementsprechend fühle ich mir auch in dieser früher Phase der Vorbereitung bereits stark in Form.“

Bei aller Eigeninitiative war der gebürtige Vorarlberger aber zum Trainingsstart schon wieder extrem heiß auf das runde Leder: „Drei Wochen ohne Ball sind für einen Fußballprofi einfach zu viel“, schmunzelt der bullige Innenverteidiger. Gerade deshalb ist er auch von den ersten Einheiten sehr positiv überrascht: „Wir machen auch fast sämtliche Konditionseinheiten mit dem Ball, was mir einfach doppelt Spaß macht. Im Gegensatz zum Konditionsbunkern muss man so auch stets wach und aufmerksam bleiben und gerade deshalb schätze ich diese Methoden sehr.“

Seine Rolle bei der Wiener Austria hat der U21-Teamspieler schon jetzt schnell eingenommen: „Abgesehen von meinen Anfängen bei Schruns, als ich im Sturm sogar mehr als 40 Tore geschossen habe, war ich immer in der Innenverteidigung zu Hause und diese Position ist mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Es gibt gerade bei der Wiener Austria noch genug zu lernen, aber dort kann ich meine Stärken am besten ausspielen und hoffentlich den violetten Fans noch viel Freude bereiten.“

Bei der anstehende Fußball-WM in Südafrika hat Margreitter abseits vom Mainstream schon jetzt seinen sentimentalen Favoriten: „Serbien mit dem besten Innenverteidiger Nemanja Vidić  und Branislav Ivanović von Chelsea hat eine der stärksten Defensiven und wird bei der WM definitiv überraschen. Spanien oder Argentinien die Daumen zu drücken, ist fast langweilig und gerade deshalb bin ich gespannt wie sich die Serben schlagen werden.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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