17.08.2010, 07:50 Uhr

FACTS & SCHMANKERL ZU UNSEREM EUROPACUP-GEGNER ARIS THESSALONIKI

Facts & Schmankerl zu unserem Europacup-Gegner Aris Thessaloniki

Der Countdown für das erste Play-off-Spiel läuft. Heute Abend (18 Uhr) wird der FK Austria Wien bei Aris Saloniki alles dafür geben, damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel kommenden Donnerstag in Wien gelegt und damit der Einzug in die Gruppenphase der Europa League geschafft wird. Fix ist, dass Zlatko Junuzovic und Manuel Ortlechner nicht fit werden und verletzt zusehen müssen.

Wir haben zu unserem Gegner ein paar Facts zusammen getragen:
- Die Wiener Austria erwartet in Saloniki eine sehr routinierte Truppe. Das Durchschnittsalter der Startelf im letzten Pflichtspiel der 3. Europa-League-Qualifikationsrunde betrug 28,9 Jahre.


- Ein Indiz, dass Aris auch vor Härteeinlagen nicht zurückschrecken dürfte: Aus den zwei letzten Begegnungen gegen Polens Cup-Finalisten Jagiellonia Bialystok nahmen die Griechen nicht weniger als sieben gelbe Karten ins Play-off-Duell mit den Veilchen mit.


- In der Saison 2007/08 konnte sich der Verein zuletzt für die UEFA-Cup-Gruppenphase qualifizieren. In der ersten Hauptrunde eliminierte man zuvor sensationell Real Saragossa aus Spanien (1:0, 2:1) und schaffte in der Gruppenphase mit einem Heimsieg gegen Roter Stern Belgrad sowie zwei Remis gegen Bolton (ENG) und Sporting Braga (POR) nur denkbar knapp nicht den Aufstieg.


- Dank eines großen Kaders von über 30 Spielern gelang in der vergangenen Saison sowohl über das Cup-Finale als auch über die Meisterschaft (Platz 5) die Qualifikation für das internationale Geschäft. Dabei bewies das bekannt heimstarke Aris mit Siegen gegen den höher eingeschätzten Stadtrivalen PAOK (3.) und Vizemeister Olympiakos Piräus, dass man auch mit den Titelkandidaten gut mithalten kann.


- Mit Tormann Michalis Sifakis und Mittelfeldspieler Athanasios Prittas finden sich im Kader von Aris Saloniki zwei WM-Teilnehmer von Südafrika. Die beiden Griechen sind allerdings in einer wahren Multi-Kulti-Truppe zu Hause. Aris vertraut aktuell auf insgesamt 18 Legionäre. Kapitän ist ein Spanier: Der 27-jährige Koke ist bereits seit 2006 beim Verein. Davor stand die Nummer zehn bei Olympique Marseille unter Vertrag.

 
- Der  wahre Star von Aris Saloniki ist Trainer Hector Raul Cuper. Der 54-jährige Argentinier wurde beim FC Valencia berühmt, als er mit den Spaniern zwei Mal in Folge das Finale der Champions League erreichte (2000 & 2001).


- Vor den Heimspielen bevölkern die als fanatisch bekannten Aris-Anhänger die Straßen und Bars des dicht verbauten Stadtteils Harilaou, ehe sie das Kleanthis-Vikelidis-Stadion in einen Hexenkessel verwandeln. Auf den Tribünen des 22.800er-Stadions haben sich die Fans mit ihren aufwendig gestalteten Choreographien auch im Ausland einen guten Ruf erarbeitet: Im Testspiel gegen die Boca Juniors vergangenen Sommer sorgte die alle Tribünen umfassende Pyrotechnik-Show, untermalt von einem Meer an weißen Papierschlangen, für internationales Aufsehen.

 

- Der Vereinsname Aris wurde dem griechischen Gott des Krieges gewidmet und die Klubfarben Gelb und Schwarz sollen an das antike Byzantion erinnern.


- Seiner Zeit voraus war Aris Thessaloniki im Jahr 2004: Während der griechische Staat erst 2009 Pleite ging, passierte dies dem Verein schon vor sechs Jahren. Eine Fan-Initiative bewahrte den Klub allerdings vor dem Untergang. Seitdem haben die Anhänger ein gewichtiges Wort mitzureden. Viele Anhänger gehören der Aris-Mitgliedervereinigung an. 3.000 Personen besitzen rund 33 Prozent der Vereins-Aktien und kontrollieren damit 64 Prozent der Stimmen. Ein einzigartiges Modell im griechischen Fußball!


- Neben dem Fußball begeistern sich die Aris-Fans auch für die anderen Sportsektionen des Klubs, die von Taekwondo bis Wasserball beinahe jeden Bereich abdecken. Besonders stolz ist man darauf, als eines von nur drei Teams die Meistertrophäen in den populärsten Sportarten des Landes (Fußball, Basketball, Volleyball) gewonnen zu haben.


- Fußballeuropameister Angelos Charisteas schnürte seine Schuhe seit der Jugendabteilung für den »Gott des Krieges«, ehe er 2002 nach Deutschland wechselte. Mit dem Basketballer Nikos Galis, Fackelträger bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen, spielte eine der größten Sportikonen Griechenlands für die Basketball-Fraktion von Aris.

- Nicht die großen Teams aus Athen oder der Lokalrivale PAOK waren es, die den ersten schwarzen Fußballer in Griechenland verpflichteten, sondern Aris, wo 1964 der äthiopische Student Yilma Katama spielte.


- Das Wachstum der letzten Jahre liegt möglicherweise auch an der relativ niedrig angesetzten Einstiegsschwelle für interessierte Fans. Für einen Jahresbeitrag von 100 Euro kann man Mitglied werden. Besonders buhlt die Vereinigung um die Bindung jüngerer Fans. Unter 18-Jährige müssen für einen Beitritt lediglich die Registrierungsgebühr von 50 Euro bezahlen. Und von Kindern wird überhaupt nur eines verlangt: die Liebe zu Aris.


- Thessaloniki oder auch Saloniki ist nach Athen die zweitgrößte Stadt Griechenlands und zugleich die Hauptstadt von Makedonien. Im gesamten Ballungsraum leben an die eine Million Menschen. Im Jahr 315 v. Chr. wurde die Stadt vom makedonischen König Kassandros gegründet, der sie kurzerhand nach seiner Frau Thessalonike, einer Halbschwester Alexanders des Großen, benannte. Der Bahnhof von Thessaloniki ist der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt Griechenlands.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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