29.01.2010, 19:09 Uhr

DREI TORE REICHEN NICHT ZUM SIEG ÜBER HAJDUK SPLIT

Drei Tore reichen nicht zum Sieg über Hajduk Split

Der FK Austria Wien kann sich erhobenen Hauptes aus Marbella verabschieden. Einen Tag vor der Rückreise aus dem Trainingslager nach Wien, verhinderte erst ein Last-minute-Treffer einen Sieg der Violetten, die somit aus den drei Spielen einen Mix aus allen drei möglichen Tipps gemacht haben: Sieg gegen Legia Warschau, Niederlage gegen Zestafoni und ein 3:3-Remis zum Abschluss gegen Hajduk Split.

 

Vier Tage nach der vermeidbaren Niederlage gegen die Georgier zeigte die Austria wieder eine viel schönere Seite, hatte speziell in der zweiten Hälfte klar das Heft in der Hand und den Sieg so gut wie unter Dach und Fach. Leider kostete ein verlorener Pressball in der 88. Minute den Erfolg: Baumgartlinger knallte einen Kroaten den Ball aus ganz kurzer Distanz an, der Abpraller landete genau vor den Beinen von dessen Mitspieler, der aus einer 3:1-Überzahlsituation locker das Leder einschieben konnte.

 

"Das war sehr ärgerlich", war auch Trainer Karl Daxbacher enttäuscht, der gerne mit einem weiteren Dreipunkter zurück in die Heimat gekommen wäre. Er ärgerte sich aber nicht nur über das dritte Tor, auch die ersten beiden gehörten in die Abteilung "unnötig": Bereits in der 3. Minute stellte Hajduk nach einer Unachtsamkeit der Veilchen-Defensive auf 1:0, aus einem Abstauber gelang das 2:0 (34.). Ein Rückstand fast aus dem Nichts, denn Hajduk hatte ansonsten nicht viel zu bieten.

 

Die Partie war damit aber längst nicht gelaufen. Aufgrund des deutlichen Rückstands legten Acimovic & Co. einen Zahn zu und kamen durch einen Hattenberger-Kopfball (32., knapp drüber) schon nah an den Anschlusstreffer heran. Der gelang Schumacher aber erst zwei Minuten später, nachdem er von Liendl ideal frei gespielt wurde, der Brasilo-Stürmer legte trocken ins lange Eck ab. Acimovic (39., alleine vor dem Keeper) und abermals Schumacher (43., Kopfball an die Latte) hätten schon vor dem Wechsel ausgleichen können, verfehlten aber das Ziel.

 

Besser wurde es in der zweiten Halbzeit. Wie schon vor der Partie geplant, wurde viel gewechselt, stellte der Coach in der Pause von 4-1-4-1 auf 4-4-2 um. "Erstens wollten wir sehen, wie schnell sich die Spieler auf eine neue Situation einstellen können. Und zweitens muss man das System auch immer an das vorhandene Spielermaterial anpassen."

 

Und der zweite Anzug machte seine Aufgabe bestens. Nach einer Standfest-Flanke von rechts köpfelte Diabang zum 2:2 ein (50.), nach einer Maßvorlage von Acimovic von links traf Emin Sulimani mit einem Volley zum 3:2 (52.).

 

Leider reichte dieser Doppelschlag nicht bis zur 90. Minute, aber Austria erspielte sich eine klare Feldüberlegenheit, war in Summe gesehen aktiver, ließ nur noch wenige Chancen zu.

 

Bemerkenswert: In allen drei Testspielen in Marbella war trotz jeweils vieler Auswechslungen zur Pause nie ein Abfall zu erkennen. Das spricht für unseren Kader und gibt einem die Gewissheit, dass man auf gewissen Positionen mehrere Möglichkeiten hat. 

 

Austria spielte mit, 1. Hälfte (4-1-4-1): Almer; Standfest, Dragovic, Ortlechner, Suttner; Hattenberger; Klein, Junuzovic, Liendl, Acimovic; Schumacher.

 

2. Hälfte (4-4-2): Almer; Standfest (73., Krammer), Madl, Ortlechner, Suttner; E: Sulimani, Vorisek, Baumgartlinger, Acimovic; Topic, Diabang.

 

Es fehlten Bak (Probleme mit dem Hüftbeuger), Leovac (angeschlagene Oberschenkel-Muskulatur), Wallner (Zehenverletzung).

Die Ergebnisse der Vorbereitung bislang

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle