11.06.2010, 11:30 Uhr

DIE VEILCHEN LASSEN DEN BALL BEREITS LAUFEN

Die Veilchen lassen den Ball bereits laufen

Am heißesten Tag im bisherigen Jahr geht für die Austria die erste Trainingswoche zu Ende. Jeweils zwei schweißtreibende Einheiten standen seit Montag auf dem Programm. Dem entsprechend hatte Veilchen-Co-Trainer „Sepp“  Michorl, der Chef-Coach Karl Daxbacher (Trainerausbildung) während der halben Woche vertrat, genügend Möglichkeiten, sich einen ersten Eindruck von seiner Mannschaft zu machen.

 

„Wir konnten wirklich gleich in die Vollen gehen, weil alle ihr Heimprogramm konsequent durchgezogen haben“, freut sich Michorl über den starken Zustand der Mannschaft. Bis zur Abfahrt ins Trainingslager in die Flachau in zwei Wochen steht vor allem die Grundlagenausdauer im Vordergrund. „Wir wollen bis dahin ein wirklich gutes Level erreichen. Trotzdem soll bei uns auch der Spaß im Vordergrund stehen. Deshalb versuchen wir selbst die Konditionseinheiten fast alle mit dem Ball zu absolvieren. Die Aufmerksamkeit bleibt so deutlich höher und auch koordinativ sind die Spieler damit mehr gefordert.“

 

Einen gute Performance lieferten in der ersten Woche nach dem Urlaub auch die Neuzugänge ab, wie Michorl ausdrücklich festhält: „Alle haben sich in Rekordzeit eingefügt, weil jeder von da oder dort schon die halbe Mannschaft gekannt hat. Patrick Salomon ist ein ganz starker Fußballer, ein typischer Wiener Kicker eigentlich. Er ist ballsicher, schlitzohrig und hat auch das sprichwörtliche gute Auge. Für ihn gilt das gleiche wie vor einem Jahr für Michael Liendl. Er muss jetzt Geduld zeigen und an der Aufgabe wachsen. Körperlich und läuferisch wird es im Vergleich zur ADEG-Ersten-Liga für ihn doch eine Umstellung, gelingt die, dann wird Patrick uns noch viel Freude bereiten.“

 

Einen Schritt weiter ist nach seiner ersten vollen Bundesligasaison für ihn bereits der neue Abwehr-Youngster Georg Margreitter: „Georg ist schon unglaublich robust für sein Alter, stark im Zweikampf und vor allem auch im Kopfballspiel. Er wird bei uns in der Spieleröffnung doch weitaus mehr gefordert sein als zuletzt beim LASK. Darin wird bei ihm die größte Herausforderung liegen. Aleksandar Dragovic hat diesbezüglich beispielsweise bereits ein sehr hohes Niveau und an das wird er sich als akribischer Arbeiter hoffentlich schnellstmöglich annähern.“

 

Große Stücke hält Michorl auch auf das ehemaliges Grazer-Duo Peter Hlinka und Marko Stankovic: „Peter Hlinka ist ganz stark am Ball und macht im Abspiel so gut wie keine Fehler. Marko ist im Offensivbereich universell einsetzbar, wobei ich seine Rolle eher in einer der Positionen hinter den Spitzen hängend sehe. Stankovic sucht den Abschluss und geht dorthin, wo es dem Gegner weh tut. Im Vergleich zu seiner Zeit bei Sturm hat er sich von der Statur her ordentlich weiterentwickelt. Für mich ist bei ihm das Potential da, dass er voll einschlagen könnte.“

 

Ganz abgesehen von dieser ersten sportlichen Bilanz sieht der violette Co-Trainer auch sonst durchwegs positive Vorzeichen für die neue Saison: „Es ist uns gelungen, die Euphorie und den Elan aus der vergangenen Saison mitzunehmen. Es macht auch uns Trainern großen Spaß mit solch einer jungen, motivierten und hungrigen Mannschaft, die manchmal sogar gebremst werden muss, zu arbeiten. Das Durchschnittsalter ist weiter gesunken, hoffentlich schaffen wir es trotzdem, konstant gute Leistungen wie im Frühjahr abzurufen. Unser entscheidender Vorteil im Vergleich zur Vorsaison ist, dass Teambuilding kaum mehr notwendig sein wird. Die Gruppe hat sich im Vergleich zum Vorjahr bereits gefunden. Sie sind wirklich zu einer eingeschworenen Mannschaft geworden, die noch viel vor hat!“

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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