25.12.2010, 10:20 Uhr

DIE HIGHLIGHTS DER WIENER AUSTRIA IM JAHR 2010 TEIL I

Die Highlights der Wiener Austria im Jahr 2010 Teil I

Im ersten Teil der Highlight-Serie beleuchtet www.fk-austria.at das Frühjahr 2010, das allen Austria-Fans vor allem dank einer unglaublichen Erfolgsserie der Veilchen in toller Erinnerung bleiben wird:

 

Die Frühjahrssaison 2010 begann mit zwei Siegen gleich verheißungsvoll. Beim 4:3-Erfolg über Kapfenberg feierte Rückkehrer Roland Linz mit einem Doppelpack gleich einen Einstand nach Maß. Gleiches gelang in der Runde darauf Schumacher bei einem glatten 4:1-Erfolg gegen Austria Kärnten.

 

Im nächsten Heimspiel riss, vor allem aufgrund einer Wetterlotterie samt Schneesturm die unglaubliche Serie von 21 Meisterschaftsheimspielen ohne Niederlage. Nach mehr als einem Jahr sorgte ein Lucky Punch von Rene Aufhauser für den LASK für einen glücklichen 1:0-Erfolg der Stahltstädter. Im 40. Liga-Heimspiel im Horr-Stadion ging die Austria damit in mehr als zwei Jahren insgesamt erst zum dritten Mal als Verlierer vom Platz.

 

Nur drei Tage später beendeten die Linzer Athletiker auf der „Gugl“ ebenfalls mit einem 1:0-Sieg eine fast noch denkwürdigere violette Serie. Fast nach dem Motto „Und täglich grüßt das Murmeltier“ sorgte wieder Rene Aufhauser im Pokal-Achtelfinale mit einem weiteren Goldtor für das Ende einer einzigartigen Erfolgsgeschichte im ÖFB-Cup. Nach vier Cuptiteln in Folge und sechs Finalteilnahmen en suite, würde die Wiener Austria in dieser Saison erstmals seit langem nicht mehr im Endspiel anzutreffen sein.

 

Zwei Serien gingen also zu Ende, aber dafür nahm eine andere höchst erfreuliche ihren Lauf. Vom 1:1 gegen den FC Salzburg (Roland Linz besorgte per Fallrückzieher die Führung) am 21. März in Runde 25 bis zum letzten Meisterschaftsspiel in Runde 36 sollte Violett ungeschlagen bleiben. Mit zehn Siegen und 32 von möglichen 36 Punkten startete die Austria eine fast beispiellose Aufholjagd.

 

Im Rahmen dessen erzielte Zlatko Junuzovic das unbestrittene Tor des Jahres 2010. Der violette Antreiber nahm beim 5:1-Kantersieg gegen Mattersburg ein Zuspiel an der Strafraumgrenze mit dem Rücken zum Tor volley an, legte sich den Ball noch einmal in der Luft zu Recht und verwandelte mit einem lupenreinen Fallrückzieher zum Schlusspunkt. Viel schöner geht es eigentlich fast nicht mehr!

 

Einer, der ebenfalls großen Anteil an diesem Erfolgsrun hatte, war ein in Überform  agierender Tomas Jun. Der Tscheche feierte noch im März nur fünf Monate nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback und brachte Violett zunächst als Joker, dann wieder von Beginn an mit fünf Toren und vier Assists ein ums andere Mal auf die Erfolgsstraße. Insgesamt hatte Jun trotz der langen Verletzungspause nach der Saison 2009/10 nicht weniger als 14 Pflichtspieltreffer und sieben Vorlagen zu Buche stehen.

 

Lag man sieben Runden vor dem Ligafinale noch elf! Zähler hinter Salzburg und auch drei Runden vor dem Ende immerhin noch sechs Punkte zurück, sollten der Vorsprung vor der letzten Runde auf zwei Punkte schrumpfen. Hauptverantwortlich für dieses Beinahe-Fußballmärchen und dafür, dass die Veilchen in der letzten Runde noch um die Meisterschale mitmischen konnten, war nach einem Derby-Erfolg gegen Rapid in Runde 34 das „Schnick-Schnack-Schnuck“-Wunder von Salzburg.

 

Als in Salzburg in der vorletzten Runde beim Stand von 0:0 in der Nachspielzeit bereits die Korken vom Meistersekt gelockert wurden und der Teller am Spielfeldrand zur Übergabe wartete, schlug Zlatko Junuzovic eiskalt zu. Nach dem Spielchen „Stein-Schere-Papier“ hatte er sich das Recht für den finalen Freistoß aus gut 20 Metern ausgeknobelt und verwertete in der 92. Minute zum vielumjubelten 1:0-Last-Minute-Sieg. Der „Schnick-Schnack-Schnuck“-Kult war geboren.

 

Die Entscheidung war somit auf den letzten Spieltag vertagt. Dort erfüllte die Wiener Austria vor einem Rekordbesuch von über 14.000 Zuschauern bei strömenden Regen ihren Part mit einem staubtrockenen 2:0-Erfolg über Ried souverän. Da aber auch Salzburg bei Sturm Graz glücklich aber doch einen Sieg holte, blieb nach dieser beispiellosen Aufholjagd nur der Vizemeistertitel, der nach Abpfiff von den Fans auf dem Rasen aber wie der Titel gefeiert wurde. Der Meister der Herzen kam eindeutig aus Wien Favoriten, umso mehr, als man mit 75 Zählern die beiden vergangenen Meistersaisonen 2002/03 (70 Punkte) und 2005/06 (67 P.) locker übertrumpfte.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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