29.04.2010, 11:33 Uhr

DAXBACHER TRÄUMT VON NEUEM PUNKTEREKORD

Daxbacher träumt von neuem Punkterekord

Der FK Austria Wien will sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Platz 3 ist so gut wie in trockenen Tüchern, der Vizemeistertitel fest im Visier. Trainer Karl Daxbacher ist überzeugt, dass seine Mannschaft aber auch die Mittel und die Qualität hat, um noch mehr zu erreichen, nämlich die meisten Punkte der letzten fünf Jahre.

 

Das Feuer ist bei den Violetten nach wie vor zu sehen, es knistert im positiven Sinn an allen Ecken und Enden. Das hat man am Mittwochabend beim alljährlichen Mitgliederfest deutlich gespürt. Knapp 500 Austrianer sind dem Ruf der Klubspitze gefolgt, feierten die Mannschaft, das Trainerteam sowie Vertreter des Präsidiums und des Klubmanagements. Bei Postkartenwetter wurde erst auf der Osttribüne im Freien über die Vergangenheit und Zukunft berichtet, nach den Ansprachen in der Viola-Gastronomie ging es im Bauch der schönsten Fantribüne der Bundesliga weiter. 

 

Der pompös vorgetragene 5:1-Sieg gegen Mattersburg hat das violette Selbstvertrauen endgültig an den Siedepunkt geführt und die ehrgeizigen Ambitionen untermauert. „Wenn wir in den noch ausstehenden vier Runden die Ergebnisse erzielen, die ich mir vorstelle, dann könnten wir mehr Punkte machen als in den vergangenen fünf Saisonen. Auf diese Bilanz wäre ich sehr stolz“, frohlockt Daxbacher.

 

Derzeit halten wir bei 63 Zählern und haben somit schonen einen Punkt mehr als nach 36 Runden im Vorjahr. Der absolute Rekord gelang in der Saison 2003/04 mit 71 Punkten. Dafür müssten wir von den restlichen vier Matches drei gewinnen. Keine leichte Aufgabe bei unserem Restprogramm, aber machbar: LASK (a), Rapid (h), Salzburg (a), Ried (h).

 

 

Auf eine Prozentangabe über mögliche Chancen möchte sich der Coach der Veilchen nicht festnageln lassen, Daxbacher liebt es realistisch und warf bei seiner Rede nochmals einen Blick zurück auf seine ersten beiden Saisonen bei Violett. „Als ich im Sommer 2008 gekommen bin, wurde uns fast das Ende prophezeit, weil Frank Stronach den Klub verlassen hatte. Mir war bewusst, dass keine leichte Aufgabe wartet, aber wir die Hürden hervorragend gemeistert. Obwohl wir zwölf Spieler damals abgegeben haben, wurden wir Cupsieger und in der Bundesliga Dritter. Wir haben die Kurve also sensationell genommen.“

 

Bereits jetzt erfolgreich ist auch sein zweites Amtsjahr in Favoriten, denn 2009 wurde die Mannschaft nochmals massiv verjüngt, ein Team mit vielen Österreichern zusammen gestellt, das einen erfolgreichen und sympathischen Weg eingeschlagen hat. Mit dem Punkterekord wäre es erneut eine (fast) perfekte Saison, einzig das Cup-Aus schmerzt.

 

Auch für den sportlichen AG-Vorstand Thomas Parits ist das eines der ganz wenigen Haare in der Suppe: „Ich bin mit dem Saisonverlauf zufrieden. Mich freut, dass einzelne Spieler eine durchaus gute Entwicklung gemacht haben und dass wir in der Bundesliga lange Zeit im Kampf um Platz 1 dabei waren. Der einzige Wermutstropfen ist die Niederlage im Cup-Viertelfinale beim LASK. Ich wäre gern noch einmal ins Endspiel eingezogen und hätte den Pott geholt, leider waren wir genau in dieser Phase in einer kleinen Schwächeperiode.“

 

 

Noch mehr Gedanken daran zu verschwenden, sind überflüssig, vielmehr ist sein Blick bereits wieder auf die Zukunft und die Kaderplanung für 2010/11 gerichtet. Den Mitgliedern berichtete er: „Wir sind auf Schiene. Einige Positionen sind noch offen, aber unser Kurs ist vorgegeben und den halten wir auch ein. Ich kann bereits jetzt versichern, dass wir auch in unserer Jubiläumssaison eine tolle Mannschaft stellen werden. Unsere jungen Spieler konnten in dieser Saison wieder viel Erfahrung sammeln, von der wir ab Sommer bestimmt profitieren werden. Jetzt sollen weitere Schritte folgen.“

 

Ebenso auf der wirtschaftlichen Ebene, die von Finanz-Vorstand Markus Kraetschmer eingehend beleuchtet wurde. Gemeinsam mit der tatkräftigen Unterstützung des Präsidiums und des Verwaltungsrat soll wieder ein annähernd gleiches Budget wie heuer auf die Beine gestellt werden. „Letztendlich haben wir mit der Europa League ein Budget mit einem Volumen von 17 Millionen Euro erreicht, wir wollen versuchen diesen Level wieder zu erreichen“, sagte Kraetschmer, der auch keinen Hehl daraus machte, dass „es mit Leistungen wie gegen Mattersburg ungleich leichter ist Sponsorengespräche zu führen“.

 

Man spürte an diesem Mitglieder-Abend die Vorfreude auf die kommenden Spiele und das große Ziel des möglichen Punkterekords, am Saisonende steigt also nochmals so richtig der Adrenalin-Spiegel. Forza Viola!

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. CASHPOINT SCR Altach 10 19
3. FC Red Bull Salzburg 9 18
4. SK Rapid Wien 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. FC Admira Wacker Mödling 10 12
7. SV Guntamatic Ried 9 11
8. RZ Pellets WAC 10 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 10 5
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