15.12.2010, 13:16 Uhr

DAXBACHER: „WAR KLAR, DASS WIR UNS STEIGERN KÖNNEN“

Daxbacher: „War klar, dass wir uns steigern können“

Ein bewegtes Fußball-Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Für Trainer Karl Daxbacher jene Zeit, in der es heißt, Bilanz zu ziehen. Im Interview mit www.fk-austria.at spricht der Erfolgscoach, der sich am Freitag seine lädierte Hüfte operieren läßt und bis Weihnachten im Krankenhaus sein wird, über die Gründe für den Aufschwung, die Winterpause, seine Wünsche und Ziele für die Frühjahrssaison.

 

Herr Daxbacher, sind Sie zufrieden mit dem Herbst, den Ihre Mannschaft gespielt hat?
Grundsätzlich ja, aber wir hätten generell etwas mehr Punkte machen müssen aufgrund unserer Leistungen. Wenn allerdings viele sagen, dass wir den schönsten Fußball von allen spielen, dann beweist das, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden von meiner Auffassung von Fußball. Aber noch einmal, es ist natürlich auch sehr wichtig, Erfolge einzufahren und da fehlen uns sicherlich fünf oder sechs Zähler.

 

War die ausgezeichnete Auswärtsbilanz so zu erwarten?
Nein, genauso wenig wie die schlechte Serie daheim. Vor einem Jahr waren wir vor eigenem Publikum noch eine Macht, heuer hat sich das etwas verschoben.

 

Gibt es eine logische Erklärung für dieses Phänomen?
Wenn ich eine finden möchte, dann jene, dass wir auswärts mehr Platz zum Kombinieren haben, weil sich die Heimmannschaften in ihrem Stadion mehr zutrauen. Somit gehen für uns Räume auf, die wir sehr geschickt nutzten.

 

Sind Sie stolz auf die Fortschritte der Mannschaft, die Ihre Handschrift trägt?
Es freut mich, dass sich die Jungen so gut entwickelt haben. Man hat das Gefühl, dass sie immer stärker werden, das spiegelt sich auch in den vielen Einberufungen für das Nationalteam wider.  

 

Was sind die Gründe für diese zum Teil enormen Leistungssteigerungen? 
Erstens forciert unser Trainerteam dieses schnelle Spiele ständig bei den Einheiten, die noch dazu fast alle mit dem Ball gemacht werden. Und zweitens muss man auch sagen, dass junge Spieler lernfähiger sind als ältere. Wir verfolgen immer diese spielerische Linie, also war es auch klar, dass wir uns mit der Zeit steigern können. Freilich wissen wir aber auch, dass wir bei allen Ansprüchen auch Erfolg haben müssen.

 

Sind Sie froh, dass die Winterpause da ist, oder hätten Sie noch gerne ein paar Runden angehängt?
Der Urlaub war für die meisten schon dringend notwendig. Zum Beispiel für einen Tomas Jun, der fast keine Vorbereitung hatte, aufgrund der Personalsituation aber immer wieder spielen musste und sich oft über den Platz schleppte. Die Saison war lange, wir haben Anfang Juni begonnen und bis Mitte Dezember durchgespielt. Am 10. Jänner beginnen wir wieder die Vorbereitung und werden bis dahin so arbeiten, dass wir am 12. Februar gegen Ried gleich wieder voll da sind.

 

Mit Fabian Koch haben Sie bereits einen Neuzugang im Winter. Kommt von den Amateuren wieder der eine oder andere dazu in der Vorbereitung?
Wahrscheinlich wird Emir Dilaver ein Thema sein, oder auch Christoph Freitag, der allerdings im Herbst lange verletzt war.

 

Was ist im Frühjahr noch möglich, was realistisch?
Alles ist möglich in jede Richtung. Wir können sowohl den Europa-League-Startplatz erreichen als auch ganz nach vorne stoßen. Und natürlich habe wir auch im Cup alle Möglichkeiten offen. Es warten spannende Monate auf uns. 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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