10.02.2010, 09:11 Uhr

DAVID OBERORTNER: TIROLER-VEILCHEN NUMMER ZWEI BEI VIOLETT

David Oberortner: Tiroler-Veilchen Nummer zwei bei Violett

Neben Kärntnern sind auch Tiroler, was die Herkunft der Spieler bei der Wiener Austria und ihren Amateure angeht, eher selten anzutreffen. Neben dem Kufsteiner Matthias Hattenberger in der Kampfmannschaft gibt es mit David Oberortner derzeit aber noch einen zweiten Fußballer aus dem „heiligen Land“ bei den Veilchen.

 

Der Innsbrucker wechselte bereits mit 15 Jahren in die Hollabrunner Akademie, nachdem Austria-Scouts bei Spielen der Tiroler-Auswahl auf den 173 cm  großen Wirbelwind aufmerksam geworden waren. Begonnen hat für den Dribblanski alles bereits mit sechs Jahren, als er im Nachwuchs des Innsbrucker SK seine ersten Fußballschuhe schnürte. Über den IEC führte sein Weg schließlich ins BNZ Tirol, von da schnurstracks nach Hollabrunn und ins dortige Internat. Dort hat er noch zwei Jahre Schule vor sich, ehe er sich noch mehr nur mehr auf den Fußball konzentrieren kann.

 

 

 

Wohnung in Kaisermühlen, Schule in Hollabrunn und Nachmittagstraining am Verteilerkreis - hätte „Obschi“ einen Kilometerzähler, er würde angesichts der täglich zurückgelegten Distanzen beachtliche Werte vorweisen können. Die eine oder andere Talentprobe hat er bei seinen fünf Ligaeinsätzen in den ersten Monaten bei den Austria Amateuren trotzdem bereits abgelegt. Die Umstellung von der BNZ-Meisterschaft auf dem Profitbetrieb greift schön langsam: „Am Anfang war es sehr hart, weil wir die Intensität um ein Vielfaches höher ist. Es wird viel energischer und körperbetonter agiert.“ Der größte Unterschied im Vergleich zum Nachwuchsfußball: „ Kleinere Fehler werden sofort beinhart bestraft. Man muss in allen Belangen viel schneller schalten.“

 

Die erste Profisaison bei den Jungveilchen sieht die Nummer 15 der Amateure als Einstiegsjahr. „Klarer Weise wollen wir alle immer spielen, aber man muss auch Realist bleiben. Einige von unserer U19 hatten, so wie ich im Sommer, de facto keine Woche Pause. Wir sind direkt zu den Amateuren aufgestiegen und das dürfte auch ein Mitgrund sein, warum einigen von uns gegen Winter ziemlich die Luft ausging.“ Genau deshalb war auch der ausgedehnte Urlaub über den Jahreswechsel besonders für die Youngsters ein Segen. „Geistig sind wir alle jetzt deutlich frischer und wieder deutlich hungriger.

 

Dass er beispielsweise für das erste Testspiel der Amateure in Belek nicht nominiert wurde und stattdessen die violette U19 gegen die Alterskollegen vom FC Basel Kapitän aufs Feld führte, sieht er sehr positiv: „Ich hätte wohl nicht allzu viel Einsatzzeit bekommen, insofern war es mir gar nicht unrecht, ordentlich Spielpraxis und vor allem Selbstvertrauen tanken zu können.“

 

 

Wie das Sprichwort schon sagt, muss man manchmal einen kleinen Schritt zurück machen, um anschließend zwei nach vorne zu kommen. Dementsprechend macht sich der ruhige, aber sehr zielstrebige Youngster selbst nicht zu viel Druck: „Gerade in unserem Geschäft ist Geduld enorm wichtig. Ich gebe alles und hoffe, dass ich im Frühjahr auch deshalb schon zu mehr Einsätzen komme.“ Die größten Chancen hat er dabei wohl auf der rechten Außenbahn, wo er bisher fast durchwegs eingesetzt wurde. „In der Akademie habe ich zentral im Mittelfeld gespielt. Ich sehe mich dort auch eine Spur stärker, aber als Neuling setzen einen die Trainer zumeist lieber auf den Außenpositionen ein.“

 
Das Trainingslager in Belek hat für ihn eine ganz besondere Bedeutung: „Als Schüler verpasse ich im Laufe einer Saison doch einige Einheiten und daher heißt es gerade bei solchen Gelegenheiten sein Können und seinen Willen zu beweisen und so viel wie möglich zu arbeiten.“ Vor zwei Jahren war der Tiroler mit Austrias U15 bereits einmal im IC Hotel Santai und schielte nur wenige hundert Meter über den Strand zu den violetten Amateuren rund um die heutigen Bundesligaspieler Markus Suttner, Marin Leovac  oder auch Andi Ulmer. Heute ist er selbst in ihrer damaligen Situation. Der erste Schritt ist also gemacht, der nächste bereits in Arbeit.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
» zur Gesamttabelle