25.10.2010, 13:27 Uhr

CO-TRAINER MICHORL: "ENTWICKLUNG NACH UNSEREN VORSTELLUNGEN"

Co-Trainer Michorl: "Entwicklung nach unseren Vorstellungen"

Es kommt selten, sehr, sehr selten vor, dass Trainer Karl Daxbacher nach Spielen seiner Mannschaft bildlich gesehen applaudiert. Aber nach dem 4:1 über den LASK fand auch er – außer, dass es keine keine richtige Abfuhr für die Linzer wurde – ausschließlich lobende Worte. Auch sein „Co“ Josef Michorl klatschte nach dem Gala-Abend Beifall. „Mit dieser Leistung muss man zufrieden sein, die Mannschaft hat so gespielt, wie wir das wollen.“

 

Früher war es das berühmte „Scheiberl-Gspü“, das die Wiener Austria immer ausgezeichnet hat, heute sagen die Spieler oft „Bussi, Balli“ dazu. In jedem Fall war es aber eine außerordentliche Demonstration von Zlatko Junuzovic & Co., wie die Linzer an die Wand gespielt wurden. „Es freut uns, dass wir den Trend der vergangenen Wochen fortsetzen konnten und unsere Philospohie von Fußball so umgesetzt wird, wie wir das immer wollten“, sagt Michorl.

 

Waren es im Vorjahr oft nur knappe 1:0-Erfolge, so passt derzeit bei den Auftritten der Violetten einfach alles. Gepflegtes Kurzpassspiel, kaum lange Bälle, kontinuierlicher Spielaufbau, viele Kombinationen – Austria-Herz, das kennst du nur aus den glorreichen 70er- und 80er-Jahren!

 

Die Frage nach dem „Warum klappt es derzeit so gut?“ drängt sich natürlich auf. Michorls knappe Analyse für die Öffentlichkeit: „Viele Spieler haben sich so entwickelt, wie wir uns das vorgestellt haben. Alle marschieren, haben eine hohe Laufbereitschaft und verlassen sich nicht mehr bloß auf die individuelle Klasse, sondern powern den Gegner nieder.“

 

Dass diese Attribute so ganz nebenbei auch schön anzusehen sind, davon konnte man sich am Samstag überzeugen. Wahrscheinlich sind alle Veilchen mit der geballten Siegerfaust in der Hosentasche aus dem Stadion nach Hause gegangen und freuen sich bereits auf den nächsten Auftritt der Mannschaft. Der da wäre am Samstag (16 Uhr) gegen Wr. Neustadt.

 

Michorl hat den freien Sonntag beim SC MAGNA verbracht, sah das 1:1 gegen Rapid. Klar ist, dass man gegen die Neustädter auch mit einem annähernd vollen Haus und einem Erfolg spekuliert. Aber wir sind gewarnt. „Das ist ein anderes Kaliber als der LASK. Sie spielen körperbetonter, lassen weniger Räume und sind bei Standards extrem gefährlich. Kolouseks Freistöße oder Ecken birgen immer eine Gefahr in sich und die Kampfkraft von Aigner kennen wir ohnehin aus seiner Zeit bei uns. Er ist ein ständiger Unruheherd.“

 

Kein Nachteil könnte sein, dass Wolf und Madl wegen Sperren fehlen werden. Michorl bleibt dennoch respektvoll: „Wir müssen aufpassen, denn vom Potenzial her gehören sie zum oberen Drittel der Liga.“

  

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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