30.09.2010, 11:30 Uhr

CO-TRAINER MICHORL: „STURM WIRD AM SAMSTAG EIN ANDERES GESICHT PRÄSENTIEREN!“

Co-Trainer Michorl: „Sturm wird am Samstag ein anderes Gesicht präsentieren!“

Die Tageszeitung von heute ist bekanntlich das Altpapier von morgen und ähnlich verhält es sich auch mit einem eingefahrenen Sieg im Fußball. Zwar bleiben die Punkte, wichtige Erkenntnisse und mitunter die schöne Erinnerung, was zählt, ist aber nur das hier und jetzt. Genau deshalb sind die Veilchen nach ihrem starken Auftritt in Graz bereits wieder voll auf ihre nächste Aufgabe fokussiert.

 

Wieder heißt der Gegner Sturm Graz, trotzdem wird das Match für Austrias Co-Trainer „Sepp“ Michorl wenig mit jenem vom 2:0-Sieg in der Murmetropole gemeinsam haben: „Es wurde bei Sturm sicher intern kritisiert, dass sie gegen uns in Halbzeit eins trotz Rückstandes kein einziges Foul begangen haben und  uns mit insgesamt nur sieben Vergehen zu selten zu Leibe rücken konnten.“

 

Daher vermutet Michorl am Samstag einen anderen Auftritt der Grazer: „Sie wollen sich sicher nicht noch einmal die Schneid abkaufen lassen. Es wird vermutlich ordentlich zur Sache gehen, denn den Ruf einer zweikampfschwachen Truppe will kein Team haben.“ Bei aller möglichen Härte rechnet er trotzdem mit einer attraktiven Partie: „Beide Teams sind von ihrer Spielanlage und vom Spielermaterial nach vorne orientiert. Daran wird sich auch dieses Mal kaum etwas ändern.“

 

Während Austria-Coach Karl Daxbacher bis inklusive Mittwoch bei einer Schulung für die UEFA-Pro-Lizenz weilte, gab Michorl im Training den Chef und durfte sich dabei schon am Dienstag über ein verfrühtes Comeback von Außenverteidiger Markus Suttner freuen: „Er scheint seine Verletzung schneller, als gedacht, überstanden zu haben und konnte voll mit trainieren.“

 

Von seinem Ersatz auf der linken Abwehrseite war Michorl zuletzt aber auch durchaus angetan: „Wir haben auf dieser Position mit Marin Leovac und Markus Suttner zwei starke Möglichkeiten. Suttner ist bisher defensiv um einen Tick stärker. Leovac zeigt dafür allein von seiner Spielanlage her offensiv eine Spur mehr auf.“ Dass letzterer in den vergangenen Monaten genauso wie Suttner einen Sprung gemacht hat, steht für den violetten Co-Trainer außer Frage: „Körperlich hat er zugelegt und ist durch seine bessere Trainingsverträglichkeit kaum mehr verletzt. Im Spiel nach vorne strahlt er viel Dynamik aus, aber auch wenn er hier ebenfalls Fortschritte gemacht hat, sehe ich defensiv, mit dem Kopf und im Zweikampfverhalten, noch Luft nach oben. Der Weg stimmt, jetzt muss er nachsetzen.“

 

Der Vorstellung im ersten Match gegen die Steirer kann Michorl, bei aller Fokussierung auf Teil zwei des Duells mit den Grazern, einiges abgewinnen: „Wir waren viel aggressiver, bereiter und zweikampfstärker und sind insgesamt mehr als Team aufgetreten.“ Einziger Aspekt der ihm weniger Freude bereitete: „Die Konter wurden oft schlecht zu Ende gespielt. Nach der Führung haben wir teilweise viel Raum bekommen und haben aus Überzahlsituationen zu wenig Kapital geschlagen.“

 

Einer, der zwar aus wenigen Metern den wahrscheinlich größten Sitzer vergeben hat, aber beide Tore auflegte, war ein sichtlich verbesserter Tomas Jun. „Er ist jetzt wirklich am Weg zurück. Die Schmerzen haben wir bei ihm fast weggebracht. In Graz hat Tomas schon wieder deutlich spritziger gewirkt. Er hat zwischen den Formationen der Grazer immer wieder viel Unruhe ins Spiel gebracht und ihren Aufbau ein ums andere Mal angestochen. Seine ganz große Chance hat Tomas zwar nicht genützt, aber vielleicht hat er sich ja sein Tor für kommenden Samstag aufgehoben!“

 

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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