10.02.2010, 14:42 Uhr

BAUMGARTLINGER STELLT SICH DEM KONKURRENZKAMPF

Baumgartlinger stellt sich dem Konkurrenzkampf

Er heißt nicht nur so, sondern ist auch ein Kerl wie ein Baum. Breite Schultern, kampfkräftig, eine Laufmaschine. Aber Julian Baumgartlinger konnte es in den vergangenen Wochen nicht allen zeigen, denn seit er am 1. Jänner zum Bundesheer einrücken musste und dann auch noch krank wurde, fehlt ihm noch ein wenig auf seine Mitspieler. Aber auch diese suboptimalen Nebengeräusche haben ihn freilich nicht aus der Bahn geworfen, mit viel Fleiß hat er sich binnen kurzer Zeit wieder zurück gekämpft.

 

Den Elfmeterkrimi beim Preolympischen Turnier in Sochi (13:12 i. E. gegen BATE Borisov) erlebte er nur von der Ersatzbank aus. Die Freude über den geschafften Finaleinzug war beim 22jährigen aber genau so groß wie wenn er selber gespielt hätte. „Es war spannend wie ein Thriller, ich wäre gerne dabei gewesen.“

 

Lange Zeit hatte er Aufholbedarf, denn in den ersten drei Wochen des Neuen Jahres war für ihn an ein normales Training kaum zu denken. Stattdessen lernte er den Drill beim Heer kennen, versuchte sich abseits aber auch selber etwas fit zu halten. „Es war klar, dass ich irgendwann einrücken muss und ich aufgrund der fehlenden Vorbereitung auch meinen Platz in der Mannschaft vorübergehend abgeben muss. Aber das ist nur eine Momentaufnahme“, sagt der defensive Mittelfeldspieler, auf dessen Position es mit Matthias Hattenberger und Petr Vorisek harte Konkurrenz gibt.

 

Da Baumgartlinger im Trainingslager in Marbella zusätzlich zu seinem Trainingsrückstand auch noch mit einer Grippe tagelang das Bett hüten musste, kamen Hattenberger und Vorisek abwechselnd auf der Sechser-Position zu Einsätzen. Über den Konkurrenzkampf sagt Baumgartlinger: „Er ist hart, aber fair und spornt mich zugleich an. Zudem kann man mit dieser Aufgabe auch dazulernen und sich weiterentwickeln.“

 

Am Samstag konnte er im Finale von Sochi gegen Viktoria Pilsen wieder etwas Praxis sammeln, damit hat er von insgesamt neun Vorbereitungspartien zwei gespielt. Seine Chancen mit dieser Bilanz beim Frühjahrs-Auftakt am 13. Februar gegen Kapfenberg dabei zu sein, sieht er selber eher gering: „Ich rechne nicht unbedingt damit, will mich aber so schnell wie möglich wieder in die Mannschaft reinspielen.“

 

Vor allem deswegen, um seine Ziele verwirklichen zu können. „Ich habe einen guten Herbst gehabt, bin auf viele Einsätze gekommen und dabei auch ins Nationalteam gerutscht, wo ich auch vier Matches hatte. Ich kann zufrieden sein, will mich aber noch weiter steigern und auch meine Titel-Sammlung etwas aufpolieren. Wir spielen um die Meisterschaft mit und der Cup ist sowieso violett eingefärbt.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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