05.08.2010, 11:10 Uhr

ANDREAS TIFFNER MACHT BEI VIOLETT SEINEN WEG

Andreas Tiffner macht bei Violett seinen Weg

Knapp zwei Monate schnürt Andi Tiffner nun bereits die Fußballschuhe bei der Wiener Austria und bei seinen ersten Gehversuchen für die Veilchen hat der ÖFB-Nachwuchsstürmer schon eine echte Duftmarke hinterlassen. Von Blau Weiß Linz aus der Regionalliga Mitte gekommen, setzte sich der Youngster bereits in der Vorbereitung gut in Szene, auch wenn es für ihn eine deutliche Umstellung war: „Die Intensität und das Niveau sind doch merkbar höher und gerade im Trainingslager habe ich das zu spüren bekommen. Trotzdem habe ich die Zähne zusammengebissen und das Programm voll durchgezogen und mittlerweile ist der Rhythmus kein Problem mehr.“


Genau diese Einstellung ist es, durch die der junge Angreifer bei Trainer Karl Daxbacher in den vergangenen Wochen einige Pluspunkte sammeln konnte: „Ich habe den Eindruck, dass er wirklich alles dafür gibt, dass er es bei uns schafft. Er hat sich schon in der Vorbereitung nicht geschont. Wahrscheinlich war es auch aufgrund dieses Einsatzes eine harte Zeit für ihn. Sein Trainingsengagement und seine Bereitschaft sich ständig zu verbessern, sind wirklich vorbildhaft. Andi ist sich aber bewusst, dass es schwierig wird sich durchzusetzen, aber wie viele Talente vor ihm wird auch er seine Chancen bekommen.“

 

Die bisherigen hat er nicht schlecht genützt. Fünf Testpieleinsätze als Joker bekam der 1,87-große Sturmtank in der Vorbereitung und immerhin zwei Mal traf Tiffner - gegen Dinamo Bukarest und Levksi Sofia - gleich ins Schwarze. „Das Tor im Horr-Stadion gegen die Bulgaren war sicher mein bisheriges Highlight“, freut er sich noch heute über seine erste gelungene Vorstellung vor den violetten Fans im Horr-Stadion.

 

Die Anlagen für einen „Knipser“ sind für den violetten Chefcoach bei seinem neuen Schützling jedenfalls vorhanden: „Vor dem Tor ist er effektiv und relativ cool. Körperlich bringt er mit seiner Größe, seiner Stämmigkeit und auch seiner unangenehmen Art im Strafraum einige gute Voraussetzungen mit. Ich habe das Gefühl, Tiffner kann Tore schießen. Genau das soll er im Herbst bei den Amateuren unter Beweis stellen und zeigen, dass er ein vollwertiges Mitglied der Kampfmannschaft ist.“

 
Als solches saß der Kärntner vergangene Bundesligarunde gegen Wiener Neustadt bereits auf der Bank der Kampfmannschaft und gut möglich, dass er auch heute gegen Ruch Chorzów erstmals in seiner noch jungen Karriere am Europacup-Blankett der Veilchen zu finden ist.

 

Es wäre eine Belohnung für starke Leistungen im Training, auch wenn der 19-Jährige schön langsam seinen Torhunger endlich wieder in Spielen stillen will: „Meine letzte Pflichtpartie ist jetzt doch schon etwas mehr als zwei Monate her. Ich freue mich auf jede Möglichkeit, die ich bekomme und habe auch überhaupt kein Problem, bei den Amateuren zu zeigen, was ich kann. Gerade für einen Angreifer ist es wichtig, seinen Rhythmus und seine Form vor dem Tor zu finden und dafür ist die starke Ostliga ideal.“


Die Ambitionen und die Einstellung sind bei der neuen violetten Stürmerhoffnung, die im Juli bei der U19-EM in England zwei Mal zum Einsatz kam, vorbildhaft. Bis zum nächsten Höhepunkt mit dieser ÖFB-Auswahl, der U20-WM im Kolumbien in knapp einem Jahr, hat Andi Tiffner bei der Austria auf alle Fälle noch einiges vor: „Ich will mich über die Amateure für höhere Aufgaben aufdrängen, mein Bundesligadebüt feiern und vielleicht sogar im Europacup meine Chance bekommen.“

 

Mit dem möglichen Aufstieg der Wiener Austria oder gar einen Kurzeinsatz heute gegen Ruch Chórzow könnte er letzteres vielleicht schon in den kommenden Wochen verwirklichen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle