14.04.2010, 22:39 Uhr

1:1 - LIENDL UND LINDNER RETTEN PUNKT IN KAPFENBERG

1:1 - Liendl und Lindner retten Punkt in Kapfenberg

Fußball ist oft eine ganz enge Angelegenheit. Erst ein Treffer in der Nachspielzeit musste her, damit der FK Austria Wien nicht wie im Herbst mit leeren Punkten aus Kapfenberg zurückkehrt. So war es aber das sechste Spiel in Folge, in dem wir gepunktet haben und Sturm Graz (3:2 gegen Kärnten) mit noch immer sechs Punkten auf Distanz halten konnten.

 

Der Erfolgsrun wäre nach einem ebenso späten Treffer der Kapfenberger in der Schlussphase aber beinahe unsanft gestoppt worden. Gegen eine bereits dezimierte Austria, die mehr als eine Hälfte mit nur zehn Mann auskommen musste.

 

Und mit einer der jüngsten Austria-Mannschaften aller Zeiten, die mit nur zwei Legionären in der Startelf (Leovac und Jun/erstmals seit 4. Oktober 2009 wieder in der Startelf) aufs Feld kam. Und ohne die verletzten Acimovic (Meniskus-OP) sowie Hattenberger (Schlag aufs Knie), für sie rückten Liendl und Baumgartlinger nach.

 

Dennoch flirtete Violett vor dem Beginn mit einem Erfolg und hätte durch einen Volley von Klein auch die Führung herausschießen können, leider traf er den Ball aber nicht voll (22.). Das war für lange Zeit auch die einzige Möglichkeit der Austria, die sich bei Heinz Lindner bedanken durfte, dass man keinem Rückstand nach laufen musste.

 

Die aktuelle Nummer 1 rettete erst bei einem Konter gegen Alar (34.) und danach gegen Tieber, Hüttenbrenners Nachschuss landete nur an der Stange (36.). Ebenso zeigte er seine Klasse mit einem tollen Fußreflex nach einem weiteren Alar-Schuss, den er auf der Linie noch wegschlagen konnte (73.).

 

Bereits unmittelbar vor der Pause erlebten die nur 2.300 Zuseher eine der mitentscheidenden Szenen: Junuzovic sah innerhalb von neun Minuten wegen Foulspiel zweimal Gelb und musste vom Platz. Das war natürlich ein Dämpfer und eine Schwächung zugleich, auf die Trainer Karl Daxbacher reagieren musste: Stürmer Jun raus, Mittelfeldmann Vorisek rein.

 

Damit war klar, dass wir nicht mehr zu sehr vielen Möglichkeiten kommen werden, dafür aber nach hinten sicherer stehen sollten. Lange Zeit ging die Rechnung auf, ehe kurz vor dem Ende aber die kalte Dusche kam: Nach einem zur Mitte geschlagenen Ball von Schmid, an dem alle vorbeifuhren, lauerte am langen Eck der erst 15jährige Trainersohn Michael Gregoristch (wurde unmittelbar davor eingewechselt) und netzte flach ein (82.).

 

Zum Glück noch nicht die Entscheidung, denn Ex-Kapfenberger Michi Liendl traf in der ersten Minute der Nachspielzeit mit einem Schuss aus 18 Metern noch zum Ausgleich.

 

Kapfenberg: Wolf; Gansterer, Rauscher, Schönberger, Osoinik; Fukal; Tieber (79., Gregoritsch), Siegl (52., Heinz), Hüttenbrenner, Felfernig; Alar (77., Schmid).

 

FK Austria Wien: Lindner; Standfest, Dragovic, Ortlechner, Leovac; Klein, Baumgartlinger (84., Diabang), Junuzovic, Liendl; Linz (74., Schumacher), Jun (55., Vorisek).

 

Gelb: Tieber, Gansterer; Junuzovic. Gelb-rot: Junuzovic (44.).

 

Tore: Gregoritsch (82.); Liendl (91.).

 

SR Schörgenhofer; 2.300.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. CASHPOINT SCR Altach 10 19
3. FC Red Bull Salzburg 9 18
4. SK Rapid Wien 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. FC Admira Wacker Mödling 10 12
7. SV Guntamatic Ried 9 11
8. RZ Pellets WAC 10 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 10 5
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