14.03.2010, 17:37 Uhr

0:2 –FRAGWÜRDIGER ELFMETER BRINGT UNS UM DEN ERFOLG

0:2 –Fragwürdiger Elfmeter bringt uns um den Erfolg

Stark verbessert im Spiel nach vorne, aber nach einem zweifelhaften Elfmeterpfiff um die Früchte der Arbeit gebracht und ein Erfolg aus dem Nichts für Rapid – so lautet das Resümee des Gastspiels beim 0:2 in Hütteldorf, das die Veilchen nur mit neun Mann beendeten, weil Milenko Acimovic und Julian Baumgartlinger ausgeschlossen wurden.

 

Mit einer neuen Variante startete der FK Austria Wien in dieses Derby. Julian Baumgartlinger kümmerte sich ausschließlich um Rapids Spielmacher Steffen Hofmann, spielte somit mehr linker Verteidiger als im Mittelfeld. Dieselbe Taktik wählte Coach Karl Daxbacher in der vergangenen Saison mit Fernando Troyansky als Hofmanns Manndecker, beim 2:0 im Horr-Stadion ging das voll auf. Und auch diesmal konnte sich Rapids Um und Auf aus dem Spiel heraus nicht entfalten.

 

In Szene setzen konnte er sich erst bei einem Elfmeter, dem eine völlig überzogene Schiedsrichter-Entscheidung voran gegangen war: Hoher Ball in den Strafraum von Jelavic, Bak ging mit Konrad zum Ball. Nicht einmal von den Zusehern kam bei diesem Duell ein Aufschrei, und auch erst nach ein paar Sekunden deutete der Referee auf den Elfmeterpunkt, weil ihm sein Assistent einen Ellbogencheck von Bak signalisierte. Selbst die Rapid-Spieler waren über den Elfmeterpfiff und die gelbe Karte für Bak überrascht.  Unglaublich, dass man ein Derby so mitentscheidet!

 

Die Austria war bis zu diesem Zeitpunkt mit Rapid auf Augenhöhe, ließ nur eine Chance von Konrad zu, die Lindner stark mit dem Fuß abwehrte. Violett hatte seinerseits durch Schüsse von Baumgartlinger (27.) und Junuzovic (37.) gute Möglichkeiten.

 

Der Schrecksekunde mit der unverständlichen Elfmeter-Entscheidung folgte die nächste neun Minuten später, als Dragovic Jelavic außer Acht ließ und der nach einer Flanke von Drazan am Fünfer unbehindert zum 2:0 traf (76.).

 

Momo Diabang hätte es noch einmal spannend machen können, allerdings verfehlte er aus kurzer Distanz das leere Tor (78.), Sulimani setzte einen Freistoß nur an die Stange (92.).

 

Kurz vor dem Ende sah Baumgartlinger nach einem Foul noch Gelb-Rot und Acimovic nach Schiedsrichterkritik Rot, damit war auch das letzte Aufbäumen gegen die Niederlage ein aussichtsloser Kampf.

 

SK Rapid: Hedl; Kulovits (81., Dober), Eder, Soma, Katzer; Hofmann, Heikkinen, Pehilvan (55., Boskovic), Kavlak (55., Drazan); Jelavic, Konrad.

 

FK Austria Wien: Lindner; Standfest, Bak, Dragovic, Baumgartlinger; Hattenberger, Suttner; Klein (76., Diabang), Junuzovic (83., Sulimani), Acimovic; Linz (65., Schumacher).

 

Gelb: Baumgartlinger (gesperrt), Bak. Gelb-Rot: Baumgartlinger (87.). Rot: Acimovic (90.).

 

Tore: Hofmann (67./Elfmeter), Jelavic (76.).

 

SR Grobelink; 18.000.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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