09.02.2010, 11:57 Uhr

"EURO-SULI" KANN UND WILL NOCH BESSER SPIELEN

"Euro-Suli" kann und will noch besser spielen

Emin Sulimani war im Europacup-Herbst eine ganz wichtige und tragende Figur beim FK Austria Wien. Sein Freistoßtreffer in der 115. Minute gegen Metalurg Donezk katapultierte uns erst in die Gruppenphase, zuvor traf er auch gegen Novi Sad, danach noch gegen Werder Bremen. Aufgrund dieser Fakten bekam er kurzerhand den Spitznamen „Euro-Suli“ verpasst.

 

Dieser Tage wirkt der 23jährige so wie alle anderen auch nach der harten Vorbereitung: Leicht müde, aber zufrieden. Es ist aber nicht nur das anstrengende Trainingsprogramm, das jedem einzelnen viel abverlangt, Sulimani legt nach so mancher Einheit noch eine Extraschicht ein, lief im Trainingslager in Marbella so wie einige andere auch mit Kondicoach Martin Mayer vom Platz zurück ins Hotel. Der 40minütigen „Fleißaufgabe“  kann er nur positive Aspekte abgewinnen. „Erstens brauchte ich das und zweitens schadet mehr Kondition nie.“

 

Zufrieden ist er aber auch, weil sein um zwei Jahre jüngerer Bruder Benjamin fast die gesamte Vorbereitung Seite an Seite mit ihm bei Karl Daxbacher absolvierte. Die Sulimanis sind Familienmenschen durch und durch, somit unterstützt Emin den um einen Kopf größeren Benny auch auf allen Linien. Sein Traum wäre es, mit ihm bei der Austria zu spielen. „Wir geben uns gegenseitig Halt und Kraft und es macht mich sehr stolz, dass er im Training oder bei Testspielen gute Leistungen bringt.“

 

Auch seine persönliche Bilanz sieht er positiv: „Insgesamt kann ich zufrieden sein. Am Anfang der Saison war ich nicht so glücklich, weil ich eher wenig gespielt habe. Als ich dann wieder das Vertrauen bekommen habe, habe ich es mit guten Leistungen zurückgezahlt.“ Er wisse aber, dass er „noch besser spielen kann und muss. Und das werde ich jetzt auch versuchen zu machen. Ob es für den Frühjahrsauftakt reicht, entscheidet der Coach.“

 

Dass er die Klasse und das Potenzial für einen Stammplatz hätte, ist nicht nur ihm bewusst. Selbstkritisch gibt der Ex-Rieder zu: „Ich weiß, dass ich noch mehr kann. Mir ist es selber ein kleines Rätsel, warum ich es nicht immer abrufen kann. Vielleicht denke ich zu viel nach, was ich noch perfekter machen könnte.“

 

Für die zweite Saisonhälfte hat sich der sensible Mittelfeldspieler einiges vorgenommen. „Wir haben auf jeden Fall alle Chancen, um auch um die Meisterschaft mitzuspielen und sind im Cup voll dabei – was will man mehr?“

 

Und natürlich will sich auch der älteste der Sulimani-Dynastie (der zweite Bruder Harun ist 18 und kickt beim Wiener Sportklub) mehr ins Spiel einbringen und einen Stammplatz erobern. Ob er dabei links oder rechts im Mittelfeld aufgestellt wird oder als Stürmer wie früher des Öfteren in Ried, darüber will er sich gar nicht den Kopf zerbrechen. „Ich bin auf vielen Positionen einsetzbar. Der Trainer wird schon den richtigen Platz für mich finden.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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