14.10.2009, 14:00 Uhr

ZLATKO JUNUZOVIC: "GEGEN SALZBURG UND BREMEN MUSS DAS ADRENALIN PUMPEN!"

Zlatko Junuzovic: "Gegen Salzburg und Bremen muss das Adrenalin pumpen!"

Während nahezu die komplette Kampfmannschaft am vergangenen Sonntag und Montag  angesichts des dichten Programms das seltene Vergnügen von zwei freien Tagen am Stück genoss, schob Youngster Zlatko Junuzovic in der Kraftkammer der Horr-Stadions einige Extraschichten. „Ich merke, wie positiv sich diese regelmäßigen Einheiten auf die Fitness und mein gesamtes Spiel auswirken“, ist sich „Zladi“ des Lohns für seine harte Zusatz-Arbeit bewusst. Dem aber nicht genug: „Vor jeder Trainingseinheit absolviere ich mittlerweile einen halbstündigen Kraftblock, der mein Knie und den gesamten Bewegungsapparat stärkt. So explosiv war ich im Training und im Spiel noch nie“, strotzt der wiedererstarkte Mittelfeldturbo derzeit vor Selbstvertrauen.

 

Ein Motivationsschub, der angesichts der zwei Kracher gegen Salzburg und Werder Bremen innerhalb einer Woche gerade richtig kommt. Mit den Mozartstädter haben die Veilchen bekanntlich aus Runde eins noch eine Rechnung offen, verlor man doch in Wals-Siezenheim duch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit denkbar unglücklich mit 1:2. Den Führungstreffer erzielte damals Junuzovic mit einem echten Traumtor aus 25 Metern. Geht es nach ihm, dann wird die Elf von Trainer Huub Stevens auch im Horr-Stadion hart für einen Punktegewinn zu kämpfen haben: „Wir sind zu Hause schon ewig ungeschlagen und wollen diese Serie gerade gegen diesen Titelkonkurrenten unbedingt fortsetzen. Salzburg mag auf dem Papier den besseren Kader haben, mehr aber auch schon nicht. Im Horr-Stadion hatten sie in der Vergangen nur selten etwas zu melden und dabei soll es auch bleiben!“

 

Vier Leistungsträger der Bullentruppe sind für Junuzovic besonders hervorzustreichen: „In der Abwehr haben sie jetzt mit Rabiu Afolabi und Ibrahim Sekagya zwei echte Kaliber in der Innenverteidigung, die nicht leicht zu überwinden sind. Bei hohen Bällen ist diesem Duo schwer etwas vor zu machen. Die Devise ist daher, den Ball flach zu halten. Offensiv ist vor allem auf Somen Tchoyi zu achten. Der rennt in seiner derzeitigen Hochform Mauern ein und ist genauso gefährlich wie Marc Janko. Sein Tor im Länderspiel hat gezeigt, wie sehr er mittlerweile wieder vor Selbstvertrauen strotzt.“

 

Ähnliche oder sogar noch größere Kaliber gastieren nur fünf Tage später im violetten Hexenkessel, wenn es in der Europa Leagu gegen Werder Bremen geht. „Tim Wiese, Thorsten Frings, Per Mertesacker, Naldo oder Goalgetter Claudio Pizarro sind alles gestandene Teamspieler, die Woche für Woche in der deutschen Bundesliga und auch international glänzen.“ Einer, der Junuzovic aus dem Starensemble der Norddeutschen besonders imponiert, ist Mesut Özil, der Deutschland erst am vergangenen Wochenende mit einer Glanzleistung zum 1:0-Auswärtssieg in Russland und damit zur WM 2010 in Südafrika führte. „Er ist ein sehr agiler Spieler, der sowohl mit Tempodribblings, tiefen Pässen und Schüssen aus allen Distanzen ein ständiger Gefahren für jeden Gegner ist.“

 

Attribute, die auch auf Junuzovic zutreffen und die gerade von ihm bis zur Winterpause noch mehr gefordert sind. Mit dem Ausfall von Torjäger Tomas Jun, werden die Akzente des neuen violetten Wirbelwindes umso wichtiger: „Dieser Verlust ist für die gesamte Mannschaft sehr schmerzhaft, weil Tomas zuletzt die zentrale Figur in unserem Angriffspiel war.“ Für „Juno“ selbst, könnte dieses Verletzungspech konkrete Auswirkungen in der Aufstellungen der Veilchen haben. „Sicher habe ich mich mit möglichen Umstellungen bereits befasst. Wir müssen abwarten, für welche Variante sich der Trainer entscheidet. Hinter zwei Spitzen komme ich fast besser zur Geltung, aber auch als hängender Stürmer hinter einer Speerspitze habe ich schon oft gespielt. Wir werden auf alle Fälle eine gute Lösung finden, um auch weiterhin eine gute Figur zu machen.“

 

Das bereits in den beiden anstehenden Schlagern alles möglich ist, davon ist unsere Nummer 16 überzeugt: „Wir sind vielleicht nicht Favorit, aber mit dem entsprechenden Willen können wir zu Hause jede Mannschaft in die Knie zwingen. Wenn einmal das Andrenalin pumpt und die Zuschauer voll mitgehen, dann können wir auch trotz der Ausfälle über uns hinaus wachsen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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