22.09.2009, 14:00 Uhr

VERTEIDIGER MARKUS SUTTNER BLICKT BEREITS WIEDER NACH VORNE

Verteidiger Markus Suttner blickt bereits wieder nach vorne

Beim 6:0-Kantersieg gegen den FAC zeigte sich Austria-Youngster Markus Suttner bereits wieder von seiner besten Seite: defensiv konsequent, lauffreudig und etliche gefährliche Flanken in den gegnerischen Strafraum zeichneten unseren Linksverteidiger am Sonntagnachmittag aus.

 

Die durchwachsene Vorstellung aus Bilbao, mit einem verschuldeten Elfmeter und der roten Karte sind schon wieder vergessen: „Ich habe dieses Match mit dem Schlusspfiff abgehakt. Beim Elfer fand keine Berührung statt und das schwere Foul vor der roten Karte war leider ein Blackout. Solche Spiele passieren. Man lernt daraus, zieht die richtigen Schlüsse und versucht solche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Mein erstes Europacupspiel in der Startelf war damit zwar nicht ideal, aber hadern ist nicht mein Ding.“

 

Es war fast genau vor einem Jahr, als „Sutti“ am 5. Oktober 2008 gegen den SV Kapfenberg in Runde 12  seine Bundesligapremiere für Violett gab. Von da an stand der junge Niederösterreicher, von wenigen Ausnahmen abgesehen, konstant in der Startelf von Coach Karl Daxbacher und entwickelte sich schnell zu einem der besten Außenverteidiger der Liga. Zu Saisonstart musste er zunächst noch Manuel Ortlechner den Vortritt lassen, zuletzt kam Suttner aber wieder vermehrt zum Zug und dürfte am kommenden Samstag in Mattersburg bereits zu seinem 10. Einsatz für die Veilchen in dieser noch jungen Saison kommen.
 
Während manch anderer angesichts der ersten Runden nervös geworden wäre, blieb der x-fache Nachwuchsteamspieler ruhig: „Ich weiß um meine Qualitäten. Mir war klar, dass ich bald zu meinen Matches kommen werde. Wichtig ist diesbezüglich nur, im Training fokussiert zu bleiben. Diesen Aspekt kann man als Spieler beeinflussen. Wann man wirklich zum Zug kommt, ist allein die Entscheidung des Trainers.“
 
Dass dieser durchaus über Fingerspitzengefühl verfügt, zeigte schon die Aufstellung gegen den FAC, als mit Markus Suttner und Emin Sulimani zwei Kandidaten aus Bilbao zum Zug kamen, die nicht gerade ihre beste Partie spielten: „Wir haben auch dank dieser Chance bereits wieder aufsteigende Form gezeigt. Ich spiele gerne mit Suli zusammen, auch wen Milenko Acimovic derzeit natürlich noch einmal eine andere Kragenweite ist.“

 

Die Stärken in der Offensive wie Maßflanken und ein starker Schuss sind angesichts der Spielanlage seiner Vorderleute bisher nur bedingt zum Einsatz gekommen. „Mit Sulimani kann ich mich mitunter schon etwas abwechseln. Bei Acimovic bringe ich mich dagegen seltener im Spiel nach vorne ein, weil er seine Rolle sehr offensiv auslegt und ich zumeist nach hinten absichere.“ Alles andere als eine Kritik aber am violetten Regisseur, wie Suttner unbedingt festhalten will: „Ich kann unglaublich viel von Milenko lernen. Egal ob es um den öffnenden Pass oder einige Tricks geht. Er nimmt sich gerade für uns Junge sehr viel Zeit, was ihm hoch anzurechnen ist.“

 

Das Klima in der Mannschaft ist für Suttner in seinem zweiten Jahr bei der Kampfmannschaft noch einmal deutlich besser geworden. „Es war schon bisher wirklich gut, aber durch die vielen jungen Spieler, die sich untereinander aus diversen Auswahlen bereits kennen, sind wir gemeinsam mit unseren Routiniers eine noch eingeschworene Truppe geworden.“
 
Auch deshalb und natürlich aufgrund der großteils guten Ergebnisse ist Suttner mit dem Verlauf der Meisterschaft bisher nicht unzufrieden. „Wir haben oft auch voll gepunktet, wenn wir keine Glanzleistungen gezeigt haben. Vergangene Saison hätte das nicht immer geklappt. In Kärnten zeigten wir spielerisch eine unserer besten Leistungen und haben dann verloren, aber auch solche Partien muss es geben.“
 
Die kommenden Matches gegen Ried und Mattersburg werden für Suttner bereits richtungsweisend. Danach ist schon ein Viertel der Meisterschaft absolviert. „Schaffen wir es, uns gegen diese vermeintlich leichteren Gegner zu behaupten, dann werden wir ganz vorne mitmischen. Diese Pflichtsiege sind bekanntlich die schwersten, aber trotz der Ausfälle und des dichten Programms bin ich für die kommenden Aufgaben mehr als zuversichtlich.“

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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