24.03.2009, 13:45 Uhr

VERLETZTER MADL BLEIBT GEDULDIG UND FREUT SICH AUF JUNUZOVIC

Verletzter Madl bleibt geduldig und freut sich auf Junuzovic

Dieses Frühjahr hat sich Michael Madl anders vorgestellt. Im letzten Testspiel des Trainingslagers in Marbella gegen Sparta Prag zog sich der Austria-Youngster eine Knorpelprellung im rechten Knie zu und konnte seitdem kein Spiel mehr für Violett absolvieren.

 

Keine zufriedenstellende Situation für den ehrgeizigen Steirer, der nach einem kleinen Tief in der vergangene Woche aber wieder leichte Hoffnung schöpft: „Ich habe mir schon drei Mal eine Frist gesetzt, wann ich wieder zum Mannschaftstraining stoßen möchte, aber leider hat mein Knie nicht mitgespielt. Jetzt muss ich einfach Geduld haben. Ich habe weiterhin etwas Wasser im Knie und die Kapsel ist angeschwollen.“

 

Deprimierend ist für den Ex-Akademiker vor allem die Ungewissheit: „Es ist eine besondere Verletzung, bei der auch spezielle Therapien kaum helfen. Bei meinem Muskelfaserriss im Sommer wusste ich ziemlich genau, wie lange ich pausieren muss. In diesem Fall haben wir aber keinerlei Erfahrungswerte.“

 

Diese Woche geht es für Madl, der vergangenen Samstag seinen 21. Geburtstag feierte, noch einmal zur Magnetresonanz. „Ich erhoffe mir endlich weitere Aufschlüsse. Mir wäre schon sehr geholfen, wenn ich einen ungefähren Zeithorizont für ein Comeback hätte. Ich hoffe jeden Tag, realistisch sind aber frühestens zwei Wochen, wenn nicht vielleicht sogar deutlich mehr.“

 

Trotz dieser Ungewissheit lässt sich der talentierte Defensivallrounder nicht hängen: „Die Situation ist ungewohnt, weil ich noch nie eine langwierige Verletzung hatte. Ich mache alle Übungen, die ohne Schmerzen zu absolvieren sind.“ Im Klartext bedeutet das: leichtes Lauftraining, Radfahren und Oberkörperübungen. Inwieweit eine vollwertige Rückkehr in den kommenden Wochen auch realistisch ist, wagt Madl dennoch nicht abzuschätzen: „Körperlich fit bedeutet schließlich nicht matchfit. Die Spritzigkeit und nötige Abstimmung ist im Training nur bedingt simulierbar.“

 

 

Abgesehen von dieser lästigen Zwangspause sieht Madl seine bisherigen Leistungen bei den Veilchen seit seiner Rückkehr aus Tirol im Sommer mit gemischten Gefühlen: „Oberflächlich gesehen könnte ich zufrieden sein. Dreiundzwanzig Pflichtspiele trotz zweier Verletzungen sind ein respektabler Wert, aber bei genauerem Hinsehen relativiert sich dieser Wert. Ich stand nur selten in der Startelf, wurde in gut zwei Drittel der Partien erst eingewechselt.“

 

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr in Tirol, als der gebürtige Judenburger beinahe alle Saisonspiele über die volle Zeit absolvierte und auch seine ersten beiden Bundesligatreffer erzielte. Bei den Innsbruckern kam er dabei zumeist in der Innenverteidigung und einige Male auch im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Eine Position, die Madl persönlich noch eine Spur mehr liegt als in der Abwehr: „Ich setzte gerne auch offensiv Akzente und insofern sehe ich mich hier noch etwas stärker.“

 

Auch deshalb hat Madl während der Wintervorbereitung besonders hart an sich gearbeitet und hofft auf eine baldige Rückkehr: „Ich weiß, was ich kann und auch diese ärgerliche Verletzung wird vorbeigehen. Ich bin eine Kämpfernatur und werde das hoffentlich auch schon bald wieder auf dem Platz unter Beweis stellen können.“

 

Nächste Saison dann mit Sicherheit und vor allem gemeinsam mit Austrias Neuverpflichtung Zlatko Junuzovic, auf den Madl sehr große Stücke hält: „Zladi ist eine riesige Verstärkung für uns. Gerade offensiv haben wir teilweise noch Aufholpotential und hier wird er definitiv eine Lücke schließen.“ Nicht erst seit der gemeinsamen, erfolgreichen U20-WM in Kanada kennt der x-fache Nachwuchsteamspieler Junuzovic bestens: „Wir haben gemeinsam fast fünf Jahre lang sämtliche Auswahlen durchlaufen. Er ist ein sehr harter Trainierer und charakterlich eine Bereicherung. Ich weiß schon jetzt, was wir an ihm haben werden.“

Für das Länderspiel Österreichs am 1. April gegen Rumänien musste Junuzovic nun aber absagen, da er sich gegen Rapid am Samstag einen Seitenbandeinriss zugezogen hat.

 

Einer, der Austria-Trainer Karl Daxbacher auf alle Fälle schon bald wieder zur Verfügung stehen wird, ist Phillipp Netzer. Nach einem guten Heilungsverlauf seines Seitenbandrisses dürfte der Vorarlberger bereits in knapp zwei Wochen wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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