08.06.2009, 13:30 Uhr

THOMAS PARITS VON DRAGOVIC-TEAMDEBÜT UND ÖFB-VEILCHEN BEGEISTERT

Thomas Parits von Dragovic-Teamdebüt und ÖFB-Veilchen begeistert

„Wenn ein gerade einmal 18-jähriger Austrianer im Hexenkessel von Belgrad bei seinem Teamdebüt dermaßen abgebrüht agiert, dann ist das sensationell. Mir lacht wirklich das Herz“, freute sich Austrias AG-Vorstand Thomas Parits auch noch am Montag über die tolle Vorstellung des violetten Youngsters in Serbien.

 

„So wie bei uns, nach der Verletzung von Schiemer in der Meisterschaft, ist er auch im Team, nach dem Ausfall von Prödl, kurzerhand ins kalte Wasser geworfen worden und hat sich zu hundert Prozent bewährt. Wirklich gute Spieler nutzen ihre wenigen Chancen, die sie bekommen und Dragovic ist für mich eines dieser ganz großen Talente.“

 

Bei allem Lob warnt Parits aber auch vor dem, was in den kommenden Wochen über das violette Ausnahmetalent hereinbrechen wird: „Es werden ihm alle das Blaue vom Himmel versprechen und vor lauter Manageranfragen wird sich Drago kaum mehr retten können. Er ist ein kluger Bursche und muss so wie bisher am Boden bleiben, dann wird man ihn nicht aufhalten können.“ Was Parits bei Dragovic, der derzeit einen Vertrag bis 2011 bei der Austria hat, besonders imponiert, ist dessen Gelassenheit und Übersicht: „Er gerät auch in den hitzigsten Situationen nicht aus der Ruhe. Diese Coolness haben in seinem Alter nur ganz weniger Spieler.“

 

Dass seine Entscheidung für die Austria und gegen den vorzeitigen Wechsel zu einem europäischen Spitzenklub vor einem Jahr goldrichtig war, zeigt sich für Parits spätestens nach dessen Teampremiere: „Bei uns hat er die Chancen bekommen, schon ganz früh in der Bundesliga Fuß zu fassen. Dragovic hat über weite Strecken der Saison in der Innenverteidigung durchgespielt und wurde aufgrund starker Vorstellungen ins A-Team berufen. Er ist das allerbeste Beispiel dafür, dass junge Toptalente nicht immer gleich ins Ausland gehen müssen, um erfolgreich zu sein und Karriere zu machen.“

 

Ebenfalls sehr angetan war der violette AG-Vorstand auch von den beiden anderen eingesetzten Teamveilchen: „Rubin Okotie hat nach seiner Einwechslung viel Schwung in die Partie gebracht und seine gute Form auch im Team unterstrichen. Manuel Ortlechner hat die linke Seite komplett zugemacht. Bei der 0:3-Niederlage gegen die Serben in Wien wurden wir auf dieser Außenbahn noch überrannt. Wir dürfen uns also wirklich auf ihn freuen.“

 

Die Handschrift von Teamchef Didi Constantini ist für den 27-fachen Teamspieler Thomas Parits deutlich erkennbar: „Er ist absolut der richtige Mann für diesen Job. Ich habe seine Arbeit schon in der kurzen Zeit als Austria-Coach kennen und schätzen gelernt. Er ist ein Vollprofi, der auch für die nötige Stimmung im Team sorgt. Wir haben in Belgrad auch mit etlichen jungen Spielern und trotz der Niederlage eine Reifeprüfung abgelegt. Für ihn zählt nur die Qualität und die Form, wie man bei Dragovic gesehen hat. Nicht viele Trainer hätten sich getraut, ihn zu bringen, noch dazu wenn man bedenkt, dass in Serbien seine Wurzeln liegen und damit zusätzliche Brisanz gegeben war.“

 

So wie alle anderen violetten Teamspieler hat Dragovic noch eine Woche länger frei und wird in Serbien und Italien Kraft tanken, ehe er am 22. Juni wieder in Wien Favoriten zurück erwartet wird.

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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