02.04.2009, 16:00 Uhr

THOMAS PARITS: "WIR KÖNNEN IN ÖSTERREICH JEDE MANNSCHAFT SCHLAGEN!"

Thomas Parits: "Wir können in Österreich jede Mannschaft schlagen!"

Austria AG-Vorstand Thomas Parits spricht im Interview mit www.fk-austria.at über die bisherige Meisterschaft, wertvolle Erkenntnisse aus dem Freundschaftsspiel gegen Köln, seine Transferpolitik, Überraschungserfolge, den Schlager gegen Salzburg und das Erfolgsgeheimnis der Veilchen.

 

Herr Parits, die Temperaturen steigen, der Frühling kommt, blühen die Veilchen auch im letzten Saisonviertel noch einmal so richtig auf?
Wir werden sehen. Der bisherige Saisonverlauf ist, von wenigen Ausnahmen wie dem Auftakt ins Frühjahr in Altach abgesehen, sehr zufriedenstellend. Seitdem haben wir wieder eine Serie gestartet, die wir hoffentlich auch in Salzburg und Ried verteidigen können. Unser Team hat sich immer mehr stabilisiert und ist sowohl in der Meisterschaft als auch im Cup voll auf Kurs. Ich gehe davon aus, dass sich alle Spieler der Wichtigkeit der nächsten, schwierigen Aufgaben bewusst sind und dementsprechend ihre Leistungen abliefern.

 

Welche Fortschritte sehen Sie konkret?
Wir sind als Team insgesamt sichtlich gereift. Diese Tatsache äußert sich in vielen Facetten, wobei für mich ein Erfolgsgeheimnis der Mannschaft ganz entscheidend ist: wir haben eine sehr gut funktionierende Hierachie im Team. Dieses tolle Mannschaftsgefüge ist der Schlüssel und wirkt sich auf alle anderen Bereiche aus.

 

Vor wenigen Tagen gewann die Wiener Austria ein Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Köln mit 1:0. Wie sehen Sie dieses Kräftemessen und inwiefern können Spieler auch von diesen Testmatches profitieren?

Ich halte solchen Partien für wirklich sinnvoll. Jeder einzelne Spieler profitiert von einem solchen internationalen Vergleich. Besonders wertvoll sind diese Partien für unsere Jungen. Sie merken schnell, dass auch Teams aus international starken Ligen nur mit Wasser kochen und man vom Leistungsniveau her gar nicht so weit weg ist. Gegen uns sind bei Köln sieben Mann am Platz gestanden, die wenige Wochen zuvor noch 2:1 bei Bayern München gewonnen haben. Für Youngsters mit Auslandsambitionen sind solche Prestigeerfolge ein enormer Ansporn. Keiner verliert gern und wir können uns nach den Spielen gegen Dortmund und Köln zumindest auf die Fahnen heften, gegen zwei deutsche Traditionsklubs ungeschlagen geblieben zu sein.

 

Trainer Karl Daxbacher meinte vor wenigen Tagen, dass es im Kader im Vergleich zu den Vorjahren keinen großen Schnitt geben wird?

Dazu kann ich nur Folgendes sagen: Auf jene Spieler, die in der laufenden Saison ihre Leistung gebracht haben, wird auch in Zukunft gebaut. Ich bewerte Spieler je nach ihrem Leistungsvermögen sehr individuell. Ich kann von Talenten wie Okotie, Suttner oder Dragovic nicht erwarten, dass sie Woche für Woche alles zerreißen. Es wird sich in der kommenden Zeit sicher einiges an der Transferfront abspielen. In welchem Ausmaß sich diese Veränderungen bewegen, ist jetzt noch schwer abzuschätzen. Ich gehe aber davon aus, dass zumindest zwei Drittel des Kaders ident bleiben.


Die Nationalmannschaft hat am Mittwoch im ersten Spiel unter Trainer Didi Constantini 2:1 gegen Rumänien gewonnen. Wie beurteilen Sie diese Leistung?
Der Sieg war enorm wichtig. Am Schluss haben wir gezittert, aber man hat gespürt, dass die Mannschaft trotz des Drucks unbedingt gewinnen wollte. Didi Constantini hat in den vergangenen zehn Tagen in der Vorbereitung hervorragende Arbeit geleistet. Es war das richtige Signal auch so junge Spieler wie Aleksandar Dragovic einzuberufen oder beispielsweise Emin Sulimani auf Abruf zu setzen. Das Ergebnis war vielleicht etwas glücklich, aber was zählt, war in diesem Fall nur der Erfolg und der setzt bekanntlich immer neue Kräfte frei. Der Fußball lebt von Überraschungen, hoffentlich auch am kommenden Wochenende.

 

Wie schätzen Sie die Chancen der Austria im Schlager gegen Red Bull Salzburg ein?
Salzburg ist auf dem Kunstrasen Favorit, mehr aber auch nicht. Im Heimspiel vor zwei Wochen waren wir in der Schlussphase dem Sieg deutlich näher. Wir müssen konsequent verteidigen und vor allem ihre gefährlichen Flanken unterbinden. In Wien gelang uns das über weite Strecken. Ein Punkt wäre ein respektables Resultat. Alles andere wäre eine Zugabe. Es kommt viel auf den Spielverlauf und das Momentum an. Ich weiß nur, dass wir an einem guten Tag jede Mannschaft schlagen können, auch Salzburg!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 36 81
2. FK Austria Wien 36 63
3. SK Puntigamer Sturm Graz 36 60
4. CASHPOINT SCR Altach 36 53
5. SK Rapid Wien 36 46
6. FC Flyeralarm Admira 36 46
7. SV Mattersburg 36 43
8. RZ Pellets WAC 36 42
9. SKN St. Pölten 36 37
10. SV Guntamatic Ried 36 35
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