02.11.2009, 12:45 Uhr

THOMAS KRAMMER: „AUS DIESEM TIEF KEHRE ICH GESTÄRKT ZURÜCK!“

Thomas Krammer: „Aus diesem Tief kehre ich gestärkt zurück!“

Es sind derzeit keine leichten Wochen und Monate für Austrias Flügelflitzer Thomas Krammer. Der Steirer, der in der vergangenen Saison gerade zwei Meisterschaftspartien für die Veilchen verpasste, es insgesamt auf 44 Pflichtspiele brachte und sowohl im Europacup als auch im Wiener Derby ins Schwarze traf, ist in dieser Saison noch nicht so recht angekommen. Krammer wartet noch auf seinen ersten Meisterschaftseinsatz und durfte bisher erst zwei Mal im Cup gegen Würmla und den FAC ran.

 

Über das „Warum“ zerbricht sich der 26-Jährige, der in der Liga derzeit zwischen Bank und Tribüne pendelt, mittlerweile aber nicht mehr den Kopf: „Fakt ist, unser Kader ist groß und stark, irgendwen erwischt es hier leider zwangsweise. Ich weiß, was ich kann, bin als Profi natürlich unzufrieden mit dieser Saison, aber versuche umso mehr im Training konstant aufzuzeigen.“

 

Vom anfänglichen Frust aufgrund der Reservistenrollen hat er sich schnell wieder verabschiedet: „Es macht keinen Sinn, mit der Situation zu hadern. Ich bin leider so weit weg von der Startelf, wie noch nie in meiner Karriere. Es ist die erste große Krise in meiner Karriere, vor der ich aber nicht davonlaufen will. Ich habe aus dieser Situation schon jetzt viel mitgenommen, einiges über das Fußballgeschäft dazugelernt und bin vor allem menschlich gereift. Ich habe den Anspruch an mich selbst, in der Bundesliga zu spielen und da hilft es jetzt nur Tag für Tag mein Bestes zu geben.“

 

Es klingt zwar etwas nach Durchhalteparolen, wer dem fröhlichen Blondschopf aber in die Augen blickt, merkt, dass der sportliche Ehrgeiz ungebrochen ist und es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis auch er mit diesem Ansporn wieder seine Chance bekommt. Das größte Problem sind für ihn an dieser neuen Situation die mangelnden Highlights: „Wenn man die ganze Woche trainiert, sich auf das Match vorbereitet und dann nicht zum Zug kommt, fehlen die Höhepunkte. Es kommt zu einem Trott, der einem manchmal schon zu schaffen macht.“

 

Schuldzuweisungen gibt es trotzdem keine: „Auch wenn wir jetzt zwei Mal gepatzt haben, spielen wir eine starke Saison. Bisher gab es daher, abgesehen von Verletzungen, auch wenig Grund, von der Stammelf abzuweichen. Der Trainer hat sich die Zeit genommen und mehrmals mit mir gesprochen und auch klar gesagt, dass ich derzeit nicht seine erste Wahl bin und es eine schwierige Saison für mich wird. Den Kopf deshalb in den Sand zu stecken ist der falsche Weg. Ich nehme die Herausforderung an.“

 

Dass die Austria nach den zwei Niederlagen gegen Kapfenberg und Wiener Neustadt ebenfalls eine Reaktion zeigen wird, ist für ihn sicher: „Rückschläge gibt es immer wieder. Wir sind eine junge Truppe mit viel Qualität. Auch in Neustadt haben wir uns, obwohl es nicht gut lief, nicht aufgegeben und zu zehnt beinahe noch den Ausgleich zum 4:4 gemacht. Wir sind willig und hungrig! Alle haben den Biss, so wie auch ich, in dieser neuen Situation die richtigen Schlüsse zu ziehen und gestärkt auf die Siegerstraße zurückzukehren.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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