08.02.2009, 09:40 Uhr

TEIL II: DIE ZIELE DER AUSTRIA SIND ZAHLREICH UND HOCH GESTECKT

Teil II: Die Ziele der Austria sind zahlreich und hoch gesteckt

Die finanziellen Grundlagen für die neue Saison legen, den Stadionbesuch für Fans noch attraktiver machen, die Jugend- und Nachwuchsarbeit auf Schiene bringen, die Lizenzunterlagen vorbereiten, den Ablauf der Adaptierungsarbeiten im Horr-Stadion überwachen – all das und noch viel mehr sind Teil der aktuellen Agendaliste von Markus Kraetschmer. Der wirtschaftliche AG-Vorstand sagt im Interview mit www.fk-austria.at was im Moment bei Violett Sache ist.

 

Hier lesen Sie Teil II:


Vor kurzem konnten bei der Generalversammlung durchwegs positive Zahlen präsentiert werden. Können Sie dazu auch etwas sagen?

„Ich darf daran erinnern, dass man uns vor einem Jahr ein sportliches sowie wirtschaftliches Desaster prognostiziert hat. Ich denke, die neue Führung der Austria mit Präsident Wolfgang Katzian hat aber bewiesen, dass man die Saison 07/08 wirtschaftlich sehr erfolgreich bilanzieren kann. Wir haben für 08/09 ebenso das Ziel erreicht und das nächste ist, dass wir am 15. März einen Lizenzantrag mit allen Unterlagen so einreichen, dass wir die Lizenz ohne Auflagen erreichen. Dafür gibt es ein klares Konzept, welche Schritte zu setzen sind.“

 

Sind bereits alle Sponsorverträge unter Dach und Fach?
„Nein, einige wesentliche laufen aus. Unter diesen Umständen ist es eine noch größere wirtschaftliche Herausforderung, das angestrebte Budget zu erhalten. Ich bin aber überzeugt, dass dies durch ein intensives Zusammenspiel zwischen dem Präsidium, Verwaltungsrat, Kuratorium und dem Vorstand sehr wohl möglich ist. Ein erfolgreicher sportlicher Auftritt im Frühjahr mit einer Qualifikation für einen internationalen Bewerb wäre hiebei sicher hilfreich. Und noch etwas: Im letzten Jahr war es unsere Prämisse, das Budget und die Lizenz abzusichern. Nunmehr wollen wir mit den wesentlichen Sponsoren auch mittelfristige Verträge abschließen, die es uns ermöglichen, in der Kaderplanung vorausbauend arbeiten zu können. Bislang konnten wir oft nur einjährige Veträge mit Spielern abschließen, da wir nicht wussten, wieviel Budget wir danach haben. Das soll sich ändern.“  

     

Bei der Generalversammlung haben Sie auch ein Konzept mit „Förderklubs“ vorgestellt. Was genau ist das?
Wir werden das in den nächsten Wochen präsentieren. Es dreht sich dabei aber um Projekte wie das Museum, Fanzentrum, den Nachwuchs oder die Wiener Wirtschaftsbetriebe. Wir wollen Sympathisanten, egal ob aus dem privaten oder Firmen-Bereich, die Möglichkeit geben, auch außerhalb der bekannten Sponsorenkonzepte die verschiedenen Projekte direkt zu fördern. Beispielsweise gibt es Unternehmen, die aus verschiedenen Überlegungen den Profisport nicht fördern können. Die haben mit der Förderung des Nachwuchs oder des Museums nunmehr eine neue Option, um sehr wohl ihre Austria unterstützen zu können.“

 

Ein offenes Thema ist die Jugend- und Nachwuchsarbeit in Zukunft.
„Das ist ein gutes Stichwort. Die Kooperation mit der FSA läuft im Sommer aus. Man darf nicht vergessen, dass der Nachweis des BNZ bzw. der Akademie für die Lizenz Voraussetzung ist. Wir haben in den letzten Monaten intensiv daran gearbeitet, die personellen, schulischen und infrastrukturellen Bedingungen nicht nur erfüllen, sondern unserem Anspruch weiterhin die beste Nachwuchsarbeit bieten zu können, gerecht zu werden.“

 

Können Sie heute schon etwas detaillierter werden?
„In unmittelbarer Nähe des Horr-Stadiosn haben wir mit der Schule in der Wendstattgasse einen Partner gefunden, wo in den nächsten Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtschulrat ein echter Campus mit verschiedenen Schultypen für die notwendigen Altersstufen entwickelt werden soll. Wie man aus den Medien vielleicht schon mitbekommen hat, stehen wir auch beim Thema der Infrastruktur vor einer Lösung. Ich hoffe, dass wir noch in diesem Monat alles präsentieren können. In Europa ist das Modell, dass die Stadt bei der Infrastruktur mitzahlt, ein gängiges. Wir als Klub haben jährlich für den Betrieb ebenfalls noch eine Millionen Euro zu finanzieren. Auch hierfür gilt es entsprechende Sponsoren zu gewinnen. Wir sind aber schon in vielversprechenden Gesprächen.“

 

Sind das alles in allem nicht unglaublich viele Projekte in so kurzer Zeit?
„Das stimmt, aber es ist unser Ziel, dass wir nachhaltig zu den Top 3 in Österreich gehören, somit muss das alles umgesetzt werden. Aber wenn ich mir die Stimmung innerhalb des Klubs anschaue und das Feedback der Fans sowie Sponsoren anhöre, dann bin ich überzeugt, dass wir am richtigen Weg sind und es mit der Unterstützung der Austria-Familie schaffen werden.“

Hier geht's zum I. Teil des Interviews 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
» zur Gesamttabelle