20.03.2009, 09:20 Uhr

SZABOLCS SAFAR: "ES GIBT FAST KEINE UNHALTBAREN BÄLLE!"

Szabolcs Safar: "Es gibt fast keine unhaltbaren Bälle!"

Beim ersten Saisonschlager im Horr-Stadion gegen Red Bull Salzburg fehlte Szabolcs Safar noch verletzungsbedingt. Nur eines von zwei Spielen, das der routinierte Austria-Keeper in den bisherigen 26 Meisterschaftspartien verpasste und genau deshalb freut er sich auf sein Heimdebüt gegen die Mozartstädter am Sonntag (15:30 Uhr) besonders: „So ein Spitzenspiel ist auch für mich ganz etwas Spezielles. Ich liebe diese Matches, weil ich mehr gefordert werde und dadurch auch über 90 Minuten voll unter Strom bin.“

Die Möglichkeit, wie schon bei der legendären 3:2-Aufholjagd auch im zweiten Heimspiel gegen die Bullen als Sieger vom Platz zu gehen, sieht Safar realistisch: „Wir sollten auf alle Fälle punkten, alles andere ist für mich eine Draufgabe. Wir haben sicher eine Chance und wollen unsere Serie selbst gegen diese starke Truppe fortsetzen. Man darf aber trotzdem nicht vergessen, welche Topleute bei Salzburg spielen. Kaliber wie Tchoyi, Sekagya, Nelisse, Janko oder Vonlanthen würden in fast jeder anderen Liga reüssieren."

Optimismus mit einem Schuss Vorsicht von einer der Stützen der Veilchen, die bereits in der UEFA-Cup-Erfolgssaison 04/05 gegen Utrecht oder Saragossa die Kastanien aus dem Feuer holte, mittlerweile nicht weniger als 25 Europacuppartien für die Austria bestritt und vergangene Woche in Kärnten bereits das 130. Pflichtspiel in Violett absolviert hat.

Seit seinem Engagement im Dezember 2003 ist Safar in den vergangenen Jahren auch mit seiner ruhigen Art zu einer der prägenden Persönlichkeiten bei den Veilchen gereift. Seit gut zweieinhalb Jahren ist er unumstrittene Nummer eins im Kasten der Austria und führt regelmäßig nahezu alle Wertungen der Bundesliga-Tormänner an.


Eine Bank und schon lange nicht mehr auf der Bank, will sich Szabolcs auch mit 34 Jahren noch laufend weiter verbessern. „Ich habe den Anspruch, in jedem Match zu Null spielen. Gelingt das nicht, hinterfrage ich mich selbst immer wieder, ob ein Tor nicht doch zu verhindern gewesen wäre. Beim 1:1 zuletzt gegen Kärnten war zwar viel Verkehr beim Gegentreffer, aber unmöglich zu halten war selbst dieser Ball nicht. Ich spreche hier nicht von klassischen Tormannfehlern, sondern von der theoretischen Möglichkeit, irgendwie doch noch hin zu kommen. Es gibt in Wahrheit ganz wenige unhaltbare Bälle!“


So streng „Safi“ mit sich selbst ist, hat er viel Lob für seine gerade in dieser Saison teils sehr junge Hintermannschaft über: „Egal, ob ein Markus Suttner, Fränky Schiemer oder Aleksandar Dragovic, sie alle bringen genauso ihre Leistung wie beispielsweise Jacek Bak. Für ihre Jugend schlagen sie sich sehr wacker. Wir haben wie schon im Vorjahr eine der besten Abwehrreihen der Liga und darauf können wir gerade bei diesem jungen Altersschnitt stolz sein.“


Diese Verteidigung soll genauso wie ein gewohnt sicherer Safar am kommenden Sonntag auch die Salzburger Offensivlawine zum Erlahmen bringen. Damit könnte die Basis dafür gelegt werden, dass die Bullen im Horr-Stadion nach zwei bisher glücklichen Auswärtserfolgen in Linz und Altach, im Frühjahr erstmals stolpern.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 36 81
2. FK Austria Wien 36 63
3. SK Puntigamer Sturm Graz 36 60
4. CASHPOINT SCR Altach 36 53
5. SK Rapid Wien 36 46
6. FC Flyeralarm Admira 36 46
7. SV Mattersburg 36 43
8. RZ Pellets WAC 36 42
9. SKN St. Pölten 36 37
10. SV Guntamatic Ried 36 35
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