02.04.2009, 10:00 Uhr

STANDFEST WILL SALZBURG MIT STARKER DEFENSIVE AUS DER RESERVE LOCKEN

Standfest will Salzburg mit starker Defensive aus der Reserve locken

Anfang der Woche nützte Joachim Standfest einen trainingsfreien Nachmittag noch für einen Kurzbesuch bei der Familie in Graz. Sonst gehört seine volle Aufmerksamkeit derzeit aber der Wiener Austria, bei der sich der Steirer nach mittlerweile über zwei Jahren bestens eingelebt hat.


„Zurückblickend war es für mich genau der richtige Schritt und ich habe meine Entscheidung bis heute nicht bereut. Wir haben in dieser Zeit trotz mancher Turbulenzen viele Dinge erreicht und dazu habe auch ich meinen kleinen Teil beigetragen“, sieht Standfest sein bisheriges Engagement bei den Veilchen durchwegs als gelungen an.

 

Ein starkes letztes Saisonviertel könnte diese gute Bilanz noch einmal ordentlich aufpeppen, weiß aber auch der 28-Jährige Dauerbrenner in Violett: „Im Cup sind wir mit dem Einzug ins Semifinale voll dabei. In der Meisterschaft kommen wir mit den zwei schweren Auswärtsspielen in Salzburg und Ried nun in eine entscheidende Phase. Bleiben wir in den kommenden zwei Wochen weiterhin ungeschlagen, werden wir uns auch dank schlagbarer Gegner daheim die Butter kaum mehr vom Brot nehmen lassen.“

 

Soviel zur Theorie, denn in der Praxis weiß auch der der vierfache Saisontorschütze, dass dafür in der Mozartstadt ein echter Kraftakt nötig sein wird: „Unser vorrangiges Ziel muss es sein, möglichst lange die Null zu halten. Gelingt das, dann wird Salzburg nervös und wir bekommen unsere Möglichkeiten.“

 

Dass der Gegner trotz aller Stars seine Schwächen hat, ist Standfest überzeugt: „Im Heimspiel vor eineinhalb Wochen waren sie speziell nach der Pause reif für eine Niederlage. Der Kunstrasen ist zwar ein Vorteil, aber an einer teilweise, sehr legeren Mentalität, kann auch der beste Untergrund nichts ändern. Wir haben Salzburg zu Hause in der zweiten Hälfte vor allem deshalb klar beherrscht, weil wir mehr in die Zweikämpfe gegangen sind, mehr für das Spiel gemacht haben und sie dem trotz aller Topspieler kaum etwas entgegen setzen konnten. Diesen Willen müssen wir beibehalten. Schaffen wir das, dann ist vielleicht sogar mehr als ein Punkt möglich.“

 

Selbiges galt, so Standfest, auch für seine vorerst ehemaligen Kollegen in Rot-Weiß-Rot: „Wir waren gestern gegen Rumänien sicher nicht Favorit und haben den Sieg trotz einiger Probleme in der Schlussphase mit viel Kampfgeist ins Trockene gebracht." Dass er das Länderspiel der Nationalmannschaft dieses Mal nur vor dem Fernseher sah, ist für den 34-fachen Teamspieler doch eine kleine Enttäuschung: „In den vergangenen fünf Jahren war ich fast durchgehend an Bord. Immer kann es nicht klappen, aber ich hoffe vielleicht schon beim nächsten Match wieder auf einen Anruf vom Teamchef.“

 

Zuviel will sich Standfest darüber aber nicht den Kopf zerbrechen: „Starke Leistungen bei der Austria werden auch Dietmar Constantini auf Dauer nicht verborgen bleiben. Am kommenden Samstag habe ich in Salzburg bereits die nächste Möglichkeit ihn davon zu überzeugen, dass ich dem Nationalteam weiterhelfen kann.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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