13.01.2009, 14:12 Uhr

SPIELER AM PRÜFSTAND: SPRINTS, SPRÜNGE, AUSDAUERLÄUFE

Spieler am Prüfstand: Sprints, Sprünge, Ausdauerläufe

Die Herbstsaison war bis auf wenige Ausnahmen eine erfolgreiche Zeit für die Spieler des FK Austria Wien. Doch damit es auch weiterhin der Platz an der Sonne, sprich: obere Tabellenregion, bleibt, bedarf es ab und zu auch kleinerer Korrekturen. Und zwar in der Steuerung des Trainings. Im modernen Sport fast schon unverzichtbar.

Für einen optimalen körperlichen Zustand reicht es heutzutage schon lange nicht mehr aus, nur mit dem Ball über den Platz zu laufen und aufs Tor zu ballern, um in der Übung zu bleiben. Es gibt gewisse Parameter, damit man sieht, wie der Körper drauf ist. Und um die Leistung sukzessive zu steigern, muss man eine Steuerung des Trainingsprogramms durchziehen.

Heute morgen unterzog sich die Mannschaft deswegen Leistungstests im Dusika-Stadion, die gemeinsam mit dem IMSB-Sportwissenschafts-Institut von Prof. Hans Holdhaus durchgeführt wurden. Nach einem kurzen Aufwärmen wurde anhand von Wechselsprints (3 x 10 Meter, 2 Serien), Sprungtests aus dem Stand (2 x) und Ausdauerläufe (bis zu 5 x 1200 Meter) der Fitnesszustand der Spieler überprüft. Es floß viel Schweiß und auch ein wenig Blut, denn nach den Sprints und Dauerläufen wurde der Laktatwert gemessen.

 

 

  Ein kurzer Piks mit einer kleinen Nadel am Ohrläppchen dient zur Überprüfung von „Men’s Health“. Der rote Lebenssaft liefert die wichtigen Werte. „So weiß man haargenau, wer im Training zusetzen kann bzw. individuell sein Programm absolvieren muss“, erklärt Trainer Karl Daxbacher. Klar ist aber auch, dass die Mannschaft wegen ein paar „Ausreißer“ jetzt nicht in viele kleine Gruppen getrennt wird, natürlich ist es der Durchschnitt, der die Intensität des Trainingsumfangs steuert, an den Ergebnissen kann man sich lediglich orientieren.

Daxbacher: "Wenn wir die Testdaten in den kommenden Tagen ausgewertet haben, können wir gezielt an den Defiziten arbeiten. Zudem sieht man auch, wie sich jemand in den vergangenen Monaten entwickelt hat, denn es gibt bei vielen ja Vergleichsdaten, zum Teil schon seit einigen Jahren." Dennoch ist Daxbacher keiner, der sich strikt nur an diese Ergebnisse orientieren will: "Die Arbeit mit dem Ball steht im Vordergrund."

Beim FK Austria Wien wird nichts dem Zufall überlassen, aber man lässt sich vor lauter Messdaten auch nicht verrückt machen. Denn ein guter Laktatwert schießt noch lange keine Tore, es ist lediglich ein Mosaikstein in der Entwicklung einer Mannschaft im körperlichen Bereich. Und auch gar nicht so blutrünstig wie es klingt.

 

 

  Sehr gute Nachrichten gibt es unterdessen von der Verletztenfront: Joachim Standfest (Bändereinriss im Sprunggelenk) wird bereits am Mittwoch wieder mit leichtem Lauftraining beginnen, Michi Madl (Bändereinriss in der Fußwurzel) machte bereits im Duskia-Stadion alles mit.

Und auch bei Matthias Hattenberger gibt es nun Gewißheit. Der 30jährige hat entschieden, seine Schulter vorerst nicht operieren zu lassen. Nach Einholung einer zweiter Meinung eines Arztes wurde sein persönliches Gefühl bestätigt, dass es ihn diesmal nicht so schlimm wie im November erwischt hat. "Hatti" hofft, im Trainingslager in Marbella Ende Jänner wieder voll ins Training einsteigen zu können, ab Mittwoch wird er ein spezielles Programm für die lädierte Schulter in Angriff nehmen. 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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