04.04.2009, 19:45 Uhr

SALZBURG TRAF VIERMAL MITTEN INS HERZ

Salzburg traf viermal mitten ins Herz

Die Osterwoche hat für den FK Austria Wien nicht gut begonnen.  Bei Tabellenführer Salzburg kamen die Violetten mit 1:4 unter die Räder. Da Sturm aber nur 0:0 in Mattersburg spielte, beträgt der Vorsprung zur Absicherung des dritten Tabellenplatzes noch immer drei Punkte auf die Grazer.

 

Hätte, wäre, wenn und aber. Hätte Thomas Krammer nach einer Viertelstunde, als er nach einem Konter alleine auf Heinz Arzberger zulief, ins Tor statt den Tormann getroffen, wäre es 1:0 für die Austria gestanden. Aber dem war nicht so und so ist es Minuten später ganz anders gekommen:  Zweikampf Metz/Zickler im Strafraum, der Salzburger fiel und Nelisse traf per Elfmeter zur Bullen-Führung (20.).

 

Die Austria, die aufgrund von Sperren und Verletzungen (u.a. Acimovic und Bak) für diesen Schlager die Grundformation umstellen musste – Metz mit Schiemer in der Innenverteidigung, Hattenberger und Blanchard als die Doppel-Sechs im Mittelfeld, Diabang und Okotie im Sturm – hatte durch einen Hattenberger-Kopfball die Ausgleichschance (29.), stattdessen traf Johan Vonlanthen nach 34 Minuten zur 2:0-Vorentscheidung: Langer Ball auf Zickler, dessen Vorlage mit der Brust versenkte der Schweizer aus 18 Metern scharf im langen Eck.

 

Zwei Nackenschläge für die mehr als 1.000 Veilchen-Anhänger, die bei dem Prachtwetter für eine super Stimmung in der EM-Arena vor 20.000 Zuschauern sorgten.

 

Zur Pause musste Szabolcs Safar, der bis dahin eine tadellose Leistung ablieferte und Violett noch das eine oder andere Mal vor einem höheren Rückstand bewahrte, in der Kabine bleiben. Ihm war ab Mitte der ersten Hälfte schwindelig geworden. Gut möglich, dass er eine Grippe ausbrütet, denn seine ganze Familie liegt zuhause im Bett.

 

Sein Ersatz Robert Almer konnte nur vier Minuten die weiße Weste anbehalten, dann rollte die Lok aus Kamerun: Vorbei an drei Austria-Spieler tankte sich Somen Tchoyi am Strafraum bis zur Mitte und traf von dort staubtrocken ins lange Eck (49.).

 

Danach schalteten die Bullen einen Gang zurück, kamen durch einen Schuss von Laszlo Bodnar aber sogar noch zum 4:0 (84.).  Der Treffer von Mario Bazina, der zuvor schon mit einem Freistoß die Latte streifte, in der 93. Minute war nur noch Kosmetik.

 

Die Austria konnte an diesem Tag kaum dagegen halten, hatte gegen die Salzburger, die Topgoalgetter Marc Janko (33 Saisontreffer) erst in der 79. Minute einwechselten,  vom Anpfiff weg einen schweren Stand.

 

Kein guter Beginn des letzten Meisterschafts-Viertel…

 

Red Bull: Arzberger; Bodnar (86., Dudic), Sekagya, Opdam, Gercaliu; Vonlanthen (79., Janko), Pitak, Tchoyi, Ulmer; Zickler (66., Mahop), Nelisse.

 

FK Austria Wien: Safar (46., Almer); Standfest, Schiemer, Metz, Suttner; Krammer, Hattenberger, Blanchard, Sulimani; Diabang, Okotie (56., Bazina).

 

Gelb: Sulimani (gesperrt in Ried).

 

Tore: Nelisse (20./Elfer), Vonlanthen (34.) Tchoyi (49.), Bodnar (84.); Bazina (93.).

 

SR Rogalla (Sui); 20.000.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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