06.10.2009, 13:16 Uhr

SAFAR: TAG DER ARBEIT AM FREIEN TAG

Safar: Tag der Arbeit am freien Tag

Linksaußen und Tormänner gelten in einer Fußballmannschaft als eigene Spezies. Sagt man im Volksmund. Szabolcs Safar und sein Spezialcoach Franz Gruber haben dafür heute wieder den Beweis angetreten. Obwohl Montag und Dienstag als trainingsfrei auf dem Plan stehen, haben die beiden um 9 Uhr die Kabine im Horr-Stadion aufgesperrt und ein Einzeltraining absolviert. „Zwei Tage Pause wären zu viel für ihn“, sagt Gruber.

 

Man lernt nie aus. Während der Rest der Austria-Truppe die beiden Tage zum Aufladen der Batterien verwenden soll, hechtete Safar 1:15 Stunden zwischen den Pfosten von links nach rechts. Und das hat einen guten Grund. „Wir haben in all den Jahren unserer Zusammenarbeit herausgefunden, dass eine zu lange Pause für Safi nicht regenerativ, sondern kontraproduktiv wäre. Er wird dadurch eher müde“, erklärt Gruber, der natürlich auch einen freien Tag für das Einzeltraining, dem sich auch die U15-Keeper der Veilchen (Lucic, Kalman und Eha) anschlossen, opfern musste.

 

Dafür wird Safar am Samstag, an dem alle anderen ein umfangreiches Training absolvieren werden, nur einen 40-Minuten-Ausdauerlauf haben, wo auch an den konditionellen Grundlagen gearbeitet wird.

 

Derzeit spielt die klare Nummer 1 der Austria in überragender Form, rettete uns in der Meisterschaft sowie der Europa League schon vor so manchem Verlusttreffer. Und das, obwohl er im Sommer aufgrund einer langen Verletzungspause die halbe Vorbereitung verpasst hatte.

 

Warum er dennoch so extrem stark ist? „Er ist routiniert, hat ein enormes Spielverständnis und ahnt Situationen sehr gut voraus. Zudem ist er ein Meister im Kleinmachen des Tors und ein geiler Fänger. Er hält unmögliche Bälle fest, das können nicht viele“, schwärmt Gruber, der sogar noch einen Schritt weiter geht. „Safi ist in Europa einer der Toptorleute. Wenn ich mir da ein paar seiner Kollegen in England, Deutschland, Italien oder Spanien ansehe, wird mir schlecht, die können mit Safi nicht mit.“

 

Aber auch die Nummer 2, Robert Almer, ist für den Keepercoach eine würdige Eins. „Robert präsentiert sich sehr stark, hat sich nach dem Wechsel im Sommer zwischen ihm und Safar nur einen Tag aus Enttäuschung hängen gelassen und dann aber sofort wieder mit einem Messer zwischen den Zähnen trainiert. Auch im Cup hat er gezeigt, dass wir jederzeit auf ihn setzen können. Er weiß, dass ihm die Zukunft gehört.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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