05.11.2009, 11:25 Uhr

RUBIN OKOTIE: DER KRÜCKEN-COUNTDOWN LÄUFT!

Rubin Okotie: Der Krücken-Countdown läuft!

Heimspiele wie jenes gegen Sturm Graz kommen Rubin Okotie gerade recht. Läuft alles nach Plan, wird er auch am Sonntag dem Horr-Stadion einen seiner zuletzt sehr seltenen Besuche abstatten. Ansonsten trifft man den verletzten Sturmtank der Wiener Austria am ehesten in einer Schwimmhalle, Kraftkammer oder bei seiner persönlichen Therapeutin an. Aber es zahlt sich aus, denn der Heilungsprozess verläuft optimal.

 

Okotie kann bereits seinen Kalender zücken und den Tag nachblättern, ab wann er endlich auf seine beiden Krücken verzichten darf. Am 7. September wurde er am lädierten Knorpel in seinem Kniegelenk operiert, seither humpelt er mit den beiden „Stelzen“ von A nach B. Zehn Wochen werden sie dann sein ständiger Begleiter gewesen sein, dann darf er ihnen endlich den Laufpass geben.

 

„Das wird ein besonderer Tag für mich“, sagt Okotie, der schon seit langem keine Schmerzen mehr hat, aber genau das ist die Schwierigkeit bei seiner Verletzung. „Alle Ärzte und Therapeuten haben mich davor gewarnt, etwas zu überstürzen. Ich muss sehr vorsichtig sein, darf nicht über das Ziel hinausschießen.“

 

Bislang sind alle sehr zufrieden mit seinen Fortschritten. „Obwohl ich täglich bis zu drei Stunden trainiere, habe ich keine Schwellung im Gelenk. Das ist ein großes Plus“, weiß er.

 

Zurzeit spult er in der Woche viele Einheiten herunter, geht dreimal Schwimmen, macht zweimal Ausdauer auf dem Radergometer (einbeinig) und hat dreimal physikalische Therapie. „Ich mache aber nichts alleine, sondern alles unter der Aufsicht der Spezialtrainer.“

 

Okotie hat ein Kämpferherz und somit auch die Kraft dafür, dass es noch ein langer Weg bis zum Comeback im Frühjahr ist. Aktuell beschreibt er seine Psyche so: „Mir geht es gut und immer besser. Bei den Spielen freue ich mich, wenn wir gewinnen, und leide, wenn wir verlieren.“

 

Bis Ende November ist er noch zur Reha in Wien, dann fährt er für drei Wochen nach Deutschland nach Donaustauf. Dort ist er unter der Aufsicht von Klaus Eder, der viele DFB-Teamspieler bereits wieder flott gemacht hat und dem ein sehr guter Ruf vorauseilt.

 

Das Bremen-Spiel wird er sich heute vor dem TV mit Freunden ansehen, den Zeitpunkt, wann er wieder in das Mannschaftstraining einsteigen wird, lässt er noch offen. Gibt es keine Komplikationen, könnte es im Februar sein. Den genauen Tag hat er sich in seinem Kalender aber noch nicht angestrichen.

Ebenso wenig Tomas Jun. Der Tscheche, der sich Mitte Oktober das Kreuzband gerissen hat, schuftet ebenfalls für das Comeback und liegt sehr gut im Plan, er wird aber erst im April oder Mai ein Thema sein.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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