08.04.2009, 10:00 Uhr

ROBERT ALMER: "IN RIED WIRD EINE ANDERE AUSTRIA ZU SEHEN SEIN!"

Robert Almer: "In Ried wird eine andere Austria zu sehen sein!"

Erstmals seit dem ÖFB-Cup-Achtelfinalerfolg beim FC Lustenau (5:1) Ende Oktober stand Austria-Schlussmann Robert Almer in Salzburg zwischen den Pfosten des violetten Tores. Zur Pause war Standardkeeper Szabolcs Safar mit Schwindelgefühlen in der Kabine geblieben, Almer sprang ein, aber auch er konnte den Sieg der Mozartstädter schlussendlich nicht mehr verhindern.

 

Im sechsten Pflichtspiel der Saison (3x Meisterschaft, 3x Cup) musste Almer damit erstmals eine Niederlage einstecken. Die eine oder andere Partie hätte der 25-Jährige sicher gerne mehr bestritten, auch wenn er sich seiner Rolle als Backup von Szabolcs Safar bereits bei seiner Ankunft im vergangenen Sommer bewusst war: „Mir war klar, dass ich als Ersatz für Safi geholt wurde. Trotzdem will jeder Fußballer spielen. Im Gegensatz zu anderen Positionen ist es in meinem Fall deutlich schwieriger, sich in die Mannschaft zu kämpfen, aber ich gebe mein Bestes und bin auch weiterhin immer bereit einzuspringen.“

 

Die Motivationsfrage stellt sich für den gebürtigen Steirer dementsprechend selten: „Manchmal ist es aus verständlichen Gründen schwierig, die Spannung konstant hoch zu halten. Ich bemühe mich aber, auch in jedem Training alles aus mir herauszukitzeln. Man weiß schließlich nie, was die Zukunft bringt.“

 

 

Unvorhergesehen kam für die Veilchen, so Almer, auch die Verletzung von Spielmacher Milenko Acimovic: „Milenko ist bei uns einer der absoluten Schlüsselspieler, der fast nicht zu ersetzen ist. Wir profitierten in dieser Saison schon sehr oft von seiner Kreativität und seinen gefährlichen Standards.“ Dass neben dem Austria-Ideengeber mit Xiang Sun auch der zweite Mann für die ruhenden Bälle derzeit passen muss, erschwert die Situation für Almer: „Unsere Stärke bei Standardsituationen hat uns in den vergangenen Monaten schon viele entscheidende Punkte beschert. Ohne unsere beiden Spezialisten sind wir, was Freistöße und Corner angeht, leider nicht mehr derart torgefährlich.“

 

Keine Situation, die das anstehende Auswärtsspiel der Wiener Austria in Ried unbedingt erleichtert. „Sie stehen hinten sehr konsequent und spielen sehr schnell nach vorne. Das ist zwar keine typische taktische Ausrichtung für ein Heimteam aber zumeist sehr effektiv. Seitdem Paul Gludovatz dort Trainer ist, wird dieses taktische Konzept beinhart durchgezogen", analysiert Almer den nächsten Gegner der Veilchen.

 

Bei aller Wertschätzung für die gute Arbeit im Innviertler rechnet er aber am kommenden Samstag mit einer starken Vorstellung der Veilchen: „Jeder weiß, dass wir in Salzburg weit unter unseren Möglichkeiten geblieben sind. In Ried wird man eine andere Austria sehen. Wir müssen punkten, um unseren Europacupstartplatz nicht zu gefährden. Ich denke, dass jedem von uns der Ernst der Lage bewusst ist.“

 

Die verbleibenden acht Runden versprechen für den Blondschopf also einiges an Spannung: „Unsere Heimspiele sollten wir angesichts der knappen Tabellensituation wirklich gewinnen, denn bei Rapid, Sturm, dem LASK und in Ried wird jeder Punkt Schwerstarbeit.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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