20.01.2009, 08:40 Uhr

PHILIPP NETZER: ZUFRIEDEN MIT KLEINEN FORTSCHRITTEN

Philipp Netzer: Zufrieden mit kleinen Fortschritten

Unglücklicher hätte das Jahr 2009 für Philipp Netzer nicht beginnen können: Seitenbandriss und Teilabriss des hinteren Kreuzbandes, vier Monate Pause - das Frühjahr wird zur fußballfreien Zeit für den Mittelfeldspieler. Seine Ansprüche haben sich deshalb verschoben, statt täglichem Leiberlkampf hat er nun den Kampf gegen den inneren Schweinehund. Die Herausforderung an Geist und Körper ist dabei aber dieselbe. Danach will er sein ganzes Können aber wieder unter Beweis stellen.

Jeder Austria-Profi kommt derzeit auf seine Kosten. Im Training wird Vollgas gegeben, werden abwechslungsreiche Einheiten wie Spinning eingeschoben und nächsten Montag geht es zum zehntägigen Trainingslager in den Süden Spaniens. Alle werden mit nach Marbella fliegen, nur Netzer muss in Wien bleiben und bei den Amateuren sein Programm herunterspulen. „Es hätte null Sinn, wenn ich mitfliege, ich kann außer Oberkörpertraining derzeit nichts anderes machen.“

Vor zwei Wochen wurde er nach seinem Mißgeschick beim ersten Training für das Stadthallenturnier von Klubarzt Dr. Alexander Kmen operiert, seither hat er eine schwarze Schiene sowie Krücken als ständigen Begleiter. „Die Schiene garantiert, dass ich seitlich ausreichend Stabilität im Kniegelenk habe.“ Die Krücken braucht er, da er das Bein noch nicht belasten darf.

Jeden zweiten Tag ist er zum Oberkörpertraining und zu Massagen sowie Strombehandlungen beim Austria-Training. Öfter macht keinen Sinn, da es einerseits zu eintönig wäre, andererseits würde er zu viel Muskelmasse aufbauen.

Vertrauen in die kommenden Wochen ist nun das Schlüsselmoment für den 23jährigen. Er steht in intensivem Kontakt mit Dr. Kmen sowie den Austria-Masseuren Ogris und Hold und Fitnesscoach Mayer. „Sie geben mir die nötige Ruhe, um mich auf das vollständige Auskurieren meiner Verletzung konzentrieren zu können. Die Schwellung im Kniegelenk wird von Tag zu Tag geringer, wenngleich auch die Muskulatur bereits in diesen zwei Wochen enorm geschrumpft ist. Ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht.“

Nichts desto trotz will er nicht mehr als nötig an seine Verletzung zurückdenken, was zählt ist die Zukunft: „Derzeit freue ich mich über jeden kleinen Fortschritt. Bislang hatte ich noch keine Downs, sondern bin jeden Tag voll motiviert. Anfang Februar darf ich die Krücken in die Ecke stellen und mit leichtem Radfahren beginnen. Das ist dann wieder ein neuer Rhythmus für mich, ein weiterer Abschnitt in Richtung Comeback.“

Sein Ziel ist es, im Saisonfinale wieder zu hundert Prozent fit zu sein und zumindest bei den Amateuren die alte Stärke unter Beweis stellen zu können. Philipp Netzer befindet sich im Aufwind und auch sein Tatendrang ist groß genug, um alles dafür aus seinem Körper raus zu locken.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
» zur Gesamttabelle