16.02.2009, 13:00 Uhr

PAUL BICHELHUBER WILL IM FRÜHJAHR DIE WEICHEN RICHTUNG BUNDESLIGA STELLEN

Paul Bichelhuber will im Frühjahr die Weichen Richtung Bundesliga stellen

Ungeduld ist gerade bei jungen Fußballern eine Tugend, die bei Trainern weniger gerne gesehen wird und dennoch steckt sie fast in jedem hoffnungsvollen Talent. So auch bei den Austria Amateuren, die schon für etliche, mittlerweile  gestandene Bundesligaspieler das Sprungbrett für höhere Aufgaben waren. Egal ob ein Rubin Okotie, ein Florian Metz, Aleksandar Dragovic, Michael Madl oder zuletzt Markus Suttner. Sie alle schnürten in den vergangenen Jahren ihre Fußballschuhe bei den jungen Violetten und nicht selten  sah sich der eine oder andere schon bereit für Österreichs höchste Spielklasse und wartete nur mehr auf den Ruf aus der Kampfmannschaft.

 

Bei manchen wie Dragovic dauerte dies nur wenige Spiele in der Ersten Liga, bei anderen wie Suttner oder Okotie etwas länger und gerade Letztere sind es, die in dieser nicht leichten Phase schon eine wichtige Lektion im Leben gelernt haben: Ruhe bewahren und konsequent an sich und seinen Schwächen weiterarbeiten bis die Chance kommt.

 

In eben dieser Situation befindet sich bei den Austria Amateuren derzeit Flankenturbo Paul Bichelhuber, der nach teils sehr starken Leistungen in der Herbstsaison mehr will, auch wenn er selbst weiß, dass dafür doch noch etwas fehlt: „Zu Saisonbeginn war ich sehr gut in Form, aber darauf folgte leider auch immer wieder einmal ein schlechteres Spiel. Um ganz oben mitzumischen brauche ich noch mehr Konstanz und darauf arbeite ich in den kommenden Monaten ganz gezielt hin.“

 

Entscheidend ist für den 21-Jährigen dabei seine Fitness: „Zum Glück bin ich mittlerweile schon länger verletzungsfrei. Mein Spiel lebt von meiner Kondition, meiner Schnelligkeit und meinen Antritten“, so der rechte Flügelspieler. Gerade in der kommenden Woche heißt es deshalb bei „Pauli“ ordentlich Gas geben. „Im Trainingslager wird die Basis gelegt und kurz darauf starten wir im Cup ausgerechnet gegen meinen Ex-Verein Rapid Amateure bereits ins Frühjahr. Für mich wird das ein ganz besonderes Spiel, weil ich allen in Hütteldorf zeigen will, dass es ein Fehler war mich gehen zu lassen.“

 

 


Mittelfristig kann es für unseren Offensivallrounder auf alle Fälle nur ein Ziel geben: „Ich möchte mich bis zum Sommer endgültig für die Kampfmannschaft empfehlen und dem ordne ich derzeit alles unter.“ Extraläufe an trainingsfreien Tagen gehören für ihn dabei ebenso zum Fixprogramm wie Sonderschichten im Fitnesscenter.

 

Eben dieses scheinbar vorhandene, absolute Engagement vermisst Amateure Co-Trainer und Austria-Legende Robert Sara bei seinem Schützling aber mitunter noch am Platz: „Paul ist ein sehr guter Fußballer mit hervorragenden Anlagen und dennoch ein Kapitel für sich. Er schöpft  seine Möglichkeiten für mich noch zu wenig aus. Er kann auf allen Ebenen noch deutlich zulegen und ist im Gegensatz zu anderen noch lange nicht am Plafond. Nicht selten habe ich im Training den Eindruck, dass der letzte Nachdruck fehlt. Er muss noch mehr wollen, sich noch mehr aufdrängen und Initiative zeigen, sonst könnte er einer der Fußballer werden, die trotz ihres Talents den Absprung verpassen. Es wäre schade um ihn, den von seinen Fähigkeiten wäre er zweifellos ein Spieler, der der Austria in den kommenden Jahren definitiv weiterhelfen könnte.“

 

Harte Worte und doch auch Anerkennung seiner fußballerischen Qualitäten von einem, der es wissen muss. Bichelhuber selbst sieht das differenziert: „Ich bin am Spielfeld selbst vielleicht niemand, der sich immer in den Mittelpunkt drängt, aber ich gebe immer alles, auch wenn es nach außen vielleicht nicht so wirken mag. Dennoch nehme ich mir solche Worte natürlich zu Herzen und versuche mich stetig zu verbessern.“

 

Auf diesem Weg könnte der vielfache Nachwuchsteamspieler bei Trainer Hans Dihanich unter Umständen auch verstärkt im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommen, was ihm gar nicht ungelegen käme: „Zentral kann man doch mehr bewirken als auf der Außenbahn, weil man viel mehr ins Spiel involviert ist. Für mich ist diese Position eine Möglichkeit mehr, aber ich muss vor allem spielen und Leistung bringen und dabei ist es zweitrangig, wo mich der Trainer in Zukunft aufstellt.“
 
Der Hunger auf mehr, man hört ihn heraus und auch seine Ungeduld kann er dabei nicht ganz beiseite schieben: „Sicher hadere ich manchmal damit, wenn etliche meiner ehemaligen Mitspieler bereits in der Bundesliga aufgeigen können, aber es liegt nur an mir es ihnen nachzumachen. Das Zeug dazu habe ich und dass ich auch den nötigen Ehrgeiz dafür habe, werde ich den kommenden Wochen und Monaten allen beweisen!“
 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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