23.05.2009, 17:30 Uhr

ÖFB STIEGL-CUP: VIOLETTE TITEL & HIGHLIGHTS IM ZEITRAFFER

ÖFB Stiegl-Cup: Violette Titel & Highlights im Zeitraffer

Die Erfolgsgeschichte der Austria im Cup ist lange. Den ersten von 26 Titel holten die Veilchen 1921, damals noch als Wiener Amateure, mit einem 2:1-Sieg gegen den Sportclub. Die meisten Treffer gelangen Violett schon 1924, beim 8:6 nach Verlängerung gegen Slovan Wien auf der Simmeringer Had. Den Rekordbesuch gab es 1948 beim Sieg der Austria über Sturm Graz im Praterstadion vor 38.000 Fans (2:0).

 

1960 gelang der erste Erfolg gegen Rapid - mit 4:2. Kurios der Gewinn der Trophäe 1967: Damals wurde das Finale in zwei Spielen ausgetragen. Nach einer 1:2-Niederlage beim LASK siegte die Austria in Wien mit 1:0. Da es noch keine Auswärts-Torregel gab, musste das Los entscheiden – die Austria hatte ihren 13. Titel. Dies war auch der einzige Cup-Titel, den Austrias AG-Vorstand Thomas Parits als Aktiver mit den Veilchen feiern durfte.

 

Dramatisch war das Endspiel 1971, als die Austria gegen Rapid erst in Minute 88 zum 1:1 ausglich und nach Verlängerung mit 2:1 gewann. Matchwinner mit zwei Treffern: der späterer Teamchef Alfred Riedl, der damals mit violetten Allzeitgrößen wie Ernst Fiala, Josef Hickersberger oder Robert Sara aufgeigte. Sara, der mit insgesamt sechs Cupsiegen als Spieler mehr als jeder anderer Austrianer holte, dazu: „Dieses Final-Derby war mein persönliches Highlight!“

 

Gemeinsam mit einem gerade 19-jährigen Herbert Prohaska und dem aktuellen Austria-Coach Karl Daxbacher (21) holte Sara auch 1974 den Pokal. Durch einen späten 1:1-Ausgleichstreffer von „Schneckerl“ Prohaska in Salzburg ersparten sich die Veilchen nach einem 2:1 in Wien einen abermaligen Losentscheid. Daxbacher: „Wir hatten schon in Wien einen Rückstand umgedreht, Herbert Prohaska traf dann kurz vor dem Ende sogar per Kopf. Es war mein allererster Titel mit der Wiener Austria und deshalb wird er immer einen besonderen Stellenwert haben.“

 

Die zwei packendsten Cup-Endspiele gegen Rapid hatten die Jahre 1986 und 1990 parat. 1986 stand es nach 90 Minuten 3:3, in der Verlängerung machte die Austria alles klar und siegte mit 6:4. Matchwinner waren mit je einem Doppelpack Gerhard Steinkogler und Toni Polster.

 

Auch der aktuelle Amateure-Trainer Hans Dihanich trug sich damals mit dem 5:4 in die Schützenliste ein. Erst in der 92. Minute konnte 1990 Austrias Fanliebling Andreas Ogris ein 0:1 gegen den Stadtrivalen im Happel-Oval ausgleichen, ehe Peter Stöger und Ralf Hasenhüttl den 3:1-Endstand und einen der meistbejubeltsten Titel der Veilchen fixierten.

 

Auf den klaren 4:0-Cuperfolg gegen den FC Linz 1994 folgte die längste Durstrecke, denn erst 2003 durften sich die Austria-Fans mit dem 3:0 gegen Kärnten über den 23. Titel freuen. Es folgten sechs Finaleinzüge am Stück und mit dem Cup-Finale am 24. Mai 2009 gegen die Admira die große Möglichkeit, als erster Verein in Österreich überhaupt zum vierten Mal en suite den Cup-Titel zu gewinnen!