02.09.2009, 14:00 Uhr

ÖFB-CUP: ALLES NEU BEIM VIOLETTEN PARADEBEWERB!

ÖFB-Cup: Alles NEU beim violetten Paradebewerb!

Vier Mal in Serie Cup-Sieger, zum sechsten Mal en suite im Finale – man kann den ÖFB-Cup getrost als die Paradedisziplin der Wiener Austria bezeichnen. Und eben dieser, so traditionsreiche Bewerb, wird komplett runderneuert: Neuer Pokal, neues Logo, neuer Slogan - der ÖFB-Stiegl-Cup präsentiert sich ab sofort in modernerem Gewand.

 

"Wir haben den Cup entstaubt und wollen dem Bewerb mit einem neuen, attraktiveren Erscheinungsbild einen Impuls geben. Dadurch soll er jenen Stellenwert bekommen, den er in vielen anderen Ländern wie Deutschland und England hat", erklärte ÖFB-Präsident Leopold Windtner am Dienstagabend in Wien.

 

Als Slogan für den seit 1919 ausgetragenen Bewerb wurde "Tore für Europa" gewählt. Damit soll deutlich hervor gestrichen werden, dass dank des Cups ein Platz in der Qualifikation der Europa League nur sechs Siege entfernt ist, der Cup also der kürzeste Weg auf die internationale Bühne ist.


Die wahrscheinlich auffälligste Veränderung ist der gewaltige neue Pokal selbst. Dem  Cup-Sieger winkt eine deutlich größere Version der vom Italiener Silvio Gazzaniga entworfenen Trophäe. Der neue Pokal kommt auf ein Gewicht von 16,45 kg und eine Höhe von rund 70 cm, die Herstellungskosten betrugen rund 20.000 Euro.

 

"Wir wollten einen Pokal, aus dem man trinken kann und den man bei der Siegerehrung nicht auf dem ganzen Feld suchen muss", erklärte ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig dazu.

 

Wo das kommende Finale am 16. Mai ausgetragen wird, steht unterdessen noch gar nicht fest. Zur Wahl stehen Wien und Klagenfurt. Die Kärntner Landeshauptstadt kommt allerdings nur infrage, wenn es nicht zum viel diskutierten Rückbau der Wörthersee-Arena kommt. Geplant ist, dass das Finale dann zumindest drei bis fünf Jahre im selben Stadion ausgetragen wird. Salzburg kommt - wie bei Länderspielen - aufgrund des Kunstrasens nicht infrage.

 

In puncto Marketing wurde der Vertrag mit der Salzburger Stiegl-Brauerei um ein weiteres Jahr verlängert. Ab dem Viertelfinale werden eine zentrale Vermarktung der Bandenwerbung und ein eigener offizieller Matchball ins Cup-Geschehen eingebracht. Das Heimrecht für die Amateurteams gilt bis zur dritten Runde, ab dem Viertelfinale gilt dann ein "freies Los".

 

Ebenfalls deutlich moderner will man sich bei den Auslosungen der Cup-Runden präsentieren. Prominente aus dem Bereichen Sport, Kultur und Showbusiness werden in Zukunft als „Glücksengerln“ fungieren.

 

Alles Neuerungen, die Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer klar begrüßt: „Wenn man sieht, welchen Stellenwert der Cup in anderen Ländern wir Deutschland oder England hat, müssen wir nun die Chance nutzen, um den ÖFB-Cup ebenfalls auf neue Beine zu stellen. Wir werden versuchen ,ihm wieder jene Bedeutung zukommen zu lassen, die ihm auch schon die UEFA gibt. Der Cup-Sieg ist sportlich mehr wert als der Vizemeistertitel, weil man sich eine Qualifikationsrunde erspart. Ich bin zuversichtlich, dass das von der Bundesliga und dem ÖFB erarbeitete Dreijahres-Konzept bald greifen wird.“

 

Genauso optimistisch hoffentlich, wie die Truppe von Trainer Karl Daxbacher, die im ÖFB-Cup gegen den FAC (20. 9., 15:00 Uhr, Floridsdorf) bereits um den Einzug ins Achtelfinale des Pokalbewerbs kämpfen wird.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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