19.06.2009, 14:00 Uhr

NEWCOMER MICHAEL LIENDL SCHARRT IN DEN STARTLÖCHERN

Newcomer Michael Liendl scharrt in den Startlöchern

Wer die ersten Einheiten der Wiener Austria auf den Trainingsplätzen des Horr-Stadions in dieser Woche genauer beobachtet hat, dem wird vor allem ein hochmotivierter Neuzugang Michael Liendl aufgefallen sein. Nach fünf Jahren in Kapfenberg wagte der gebürtige Steirer den Schritt zu den Veilchen und hat diese Entscheidung noch keine Sekunde bereut: „Es war bei mir Zeit für eine Veränderung. Nach meiner ersten Saison in der Bundesliga fühle ich mich nun reif für noch höhere Aufgaben.“

 

In der Spielzeit 2007/08 war Liendl mit 18 Meisterschaftstreffern und 18 Assists  der absolute Schlüsselspieler des Überraschungsaufsteigers Kapfenberg. Und auch die erste Saison in Österreichs höchster Liga kann sich für den 23-Jährigen durchaus sehen lassen: In 34 Meisterschaftspartien traf der Offensivallrounder 5 Mal und legte dazu noch 10 Tore auf. Damit war der Neuzugang der Veilchen fast an jedem dritten Tor der Steirer direkt beteiligt.

 

Für Liendl selbst war die vergangene Saison vor allem  „sehr lehrreich“, wie der Ex-Falke unterstreicht. „Die größte Umstellung war die Spielgeschwindigkeit, aber speziell in der zweiten Saisonhälfte habe ich mich schneller als gedacht an die neuen Gegebenheiten gewöhnt und eine deutliche Steigerung durchgemacht.“

 

Über Nenzing, Thüringen und das BNZ-Vorarlberg stieß Liendl nach zwölf Jahren im Ländle als 16-Jähriger zu den GAK-Amateuren. Dort, wo bereits sein Vater Franz Liendl erfolgreich aufgeigte, machte sich auch der Junior schnell einen Namen und arbeitete sich schon in sehr jungen Jahren bis auf die Ersatzbank der Grazer Athletiker hinauf. Aus dieser Zeit kennt der passionierte Tennisspieler und Beachvolleyballer auch einige seiner jetzigen Kollegen bei den Veilchen:  „Joachim Standfest und Zlatko Junuzovic waren damals bereits beim GAK.“ Auch Thomas Krammer, der noch bei Sturm spielte, ist für den violetten Neuling ein alter Bekannter.

 

 

Mit Standfest ging es per Auto zu Wochenbeginn aus der Steiermark gleich zum ersten Training nach Wien Favoriten, wo der gelernte Bürokaufmann nahe des Horr-Stadions mit 1. Juli seine neue Bleibe beziehen wird. Worauf sich der stets fröhliche und aufgeweckte Liendl besonders freut, ist der violette Anhang: „Jedes Mal, wenn wir im Horr-Stadion zu Gast waren, herrschte Gänsehaut-Atmosphäre. Ich freue mich riesig auf die gewaltige Stimmung.“

 

Dass er diese möglichst oft auf dem Spielfeld live mitbekommen wird, ist sein größtes Ziel für Jahr eins bei der Wiener Austria: „Spätestens mit den neuen Spielern sind wir im Mittelfeld zwei, fast dreifach besetzt. Dieser starken Konkurrenz war ich mir aber bewusst. Allein vom Training mit Bundesligastars wie Acimovic oder Bak werde ich profitieren. Ich weiß, was ich kann und bin nicht gekommen um nur die Bank zu drücken. Wer gut trainiert, an dem kommen die Trainer auch sicher nicht vorbei. Das ist mein Plan und den werde ich konsequent umsetzen.“

 

Bei aller Euphorie weiß der Newcomer aber auch, dass er bei der Austria in einigen Belangen noch ordentlich zulegen muss: „Bei meinem Zweikampfverhalten habe ich noch viel Luft nach oben und auch mein Kopfballspiel ist noch ausbaubar.“

 

Co-Trainer „Sepp“ Michorl ist vom ehemaligen Kapfenberger nach den ersten Trainingstagen auf alle Fälle bereits sehr angetan: „Wir hatten ihn schon länger unter Beobachtung. Man hat schon in den ersten Einheiten gesehen, dass Michi ein ausgezeichneter Fußballer ist. Ganz abgesehen von seinen technischen Stärken hat er aber noch viele andere Vorzüge. Michael bringt für seine Position zentral hinter den Spitzen viel Spielintelligenz mit und hat das Auge für seine Mitspieler. Aus dem Spiel heraus ist er mit seinem starken linken Fuß genauso gefährlich wie bei Standardsituationen. Ganz abgesehen davon passt Liendl auch menschlich sehr gut zu unserer jungen und dynamischen Truppe.“

 

Eine erste Duftmarke kann das Neo-Veilchen voraussichtlich schon am morgigen Samstag abgeben, wenn die Wiener Austria gegen eine Waldviertel-Auswahl in Eibenstein (16:00 Uhr) ihr erstes Testspiel der Sommervorbereitung bestreiten wird.

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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