08.01.2009, 16:43 Uhr

NEUERLICH SCHULTERVERLETZUNG BEI HATTENBERGER

Neuerlich Schulterverletzung bei Hattenberger

So gnadenlos kann Fußball sein. Matthias Hattenberger, der nach einer Schulterverletzung und einer Operation seit Anfang Oktober verletzt war, zog sich bei seinem ersten Training nach der Winterpause wieder eine schwere Schulterverletzung zu. Diesmal aber rechts und nicht wie am 10. Oktober beim Spiel gegen Dortmund auf der linken Seite. Eine erste Untersuchung in der Döblinger Privatklinik bei Dr. Alexander Kmen ergab, dass er sich bei der Luxation das Kapselband gerissen hat, eine Spezialuntersuchung am Freitag wird weitere Aufschlüsse geben.

Passiert ist es bereits nach wenigen Minuten. Bei einem Zweikampf, bei dem er unglücklich auf die Schulter stürzte. Dabei renkte sich der Tiroler das Gelenk aus.

Trainer Karl Daxbacher: "Ein harter Schlag. Wir werden ihn nun moralisch aufrichten müssen, denn binnen so kurzer Zeit zwei so schwere Verletzungen gehen an die Substanz."

Hattenberger hatte sich so viel für das Frühjahr vorgenommen, arbeitete wie besessen an seinem Comeback. Eigentlich konnte er schon alles mitmachen, spätestens beim Trainingslager in Marbella (ab 26. Jänner) wollte er wieder zu hundert Prozent auch in alle Zweikämpfe gehen. Und dann das!

Der sympathische Kufsteiner tat selbst seinen Teamkollegen leid, keiner konnte das Unglück fassen. Wortlos schlich er in die Kabine, huschte unter die Dusche und fuhr mit versteinerter Miene mit Teambetreuer Markus Schaffer zu Dr. Kmen. Ein Rückschlag, den die Kämpfernatur aber so schnell wie möglich wegstecken möchte, um sich in Windeseile wieder an die Mannschaft heranarbeiten zu können.

Fakt ist, dass wieder eine Operation im Raum steht und der 30jährige abermals drei Monate Rehab-Programm vor sich hat. Wenn operiert werden muss. "Hatti" will sich bis nächste Woche selber festlegen, ob er unters Messer will oder es ohne OP probiert.

 

 

  Hattenberger ist damit der dritte Schwerverletzte innerhalb weniger Tage, erinnern wir uns nur an Aleks Dragovic und Philipp Netzer, die beim Stadthallenturnier vom sportlichen Schicksal durchgebeutelt wurden. Dragovic tauchte heute ebenfalls zum Start der Frühjahrs-Vorbereitung im Horr-Stadion auf, hat nach dem Mißgeschick gegen die Vienna (Fußtritt in einem zweikampf) noch immer einen Verband im Gesicht und eine dick geschwollene Nase. Morgen gibt es nochmals eine Untersuchung seines Nasenbeinbruchs und des Bruchs der Augenbodenhöhle. Wahrscheinlich dürfte er schon am Montag operiert werden, da sein Nasenbein in viele kleine Trümmer gebrochen ist. Das macht eine OP nahezu notwendig, er wird ca. vier Wochen fehlen.

Netzer humpelte mit Krücken zum Trainingsauftakt in die Kabine, er wurde am Seiten- und Kreuzband am Sonntag operiert. Die kommenden vier Wochen darf er bis auf sanfte Massagen fast nichts anderes machen. Seine Frühjahrssaison ist mehr oder weniger vorbei.

Für den Rest geht es nun aber erst richtig los. Wenn auch unter harten Bedingungen. Eisige Temperaturen und ein schneebedeckter Kunstrasen (Bild oben) machten die erste Einheit nicht gerade zu einem Honiglecken. Aber das wird die Meisterschaft auch nicht, demnach ist es gut, wenn sich die Burschen vom Start weg an dieses unangenehmen Umstände gewöhnen.
 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 36 81
2. FK Austria Wien 36 63
3. SK Puntigamer Sturm Graz 36 60
4. CASHPOINT SCR Altach 36 53
5. SK Rapid Wien 36 46
6. FC Flyeralarm Admira 36 46
7. SV Mattersburg 36 43
8. RZ Pellets WAC 36 42
9. SKN St. Pölten 36 37
10. SV Guntamatic Ried 36 35
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