15.12.2009, 16:42 Uhr

MIT ALMER UND DHEEDENE GEGEN DEN AUSWÄRTSFLUCH

Mit Almer und Dheedene gegen den Auswärtsfluch

Austrianer sind Glückskinder, das wurde schon bei der Anreise nach Madeira klar. Denn die war vor dem abschließenden Europa-League-Gruppenspiel gegen CD Nacional alles andere als „business as usual“, das war ein Knochenjob.

 

Vor allem für Flugkapitän Michael Waindinger, der die Boeing 737-800 erst als zweiter Kapitän am heutigen Tag auf Madeira landen durfte. Heftige Stürme sowie dichter Nebel und schwere Regenfälle haben keine weiteren Landungen auf der Insel im Atalantischen Ozean erlaubt, die mehr als viereinhalb Flugstunden von Wien entfernt einsam und verlassen vor dem afrikanischen Festland ruht.

 

Letztendlich war es aufgrund heftiger Turbulenzen zwar eine ruppige, aber dennoch sichere Anreise. Davon konnte sich auch Verteidiger Manuel Ortlechner überzeugen, der den Anflug auf die Blumeninsel im Cockpit mitverfolgen durfte.

 

Einer der 180 Daumendrücker, der mit dem Mannschaftsflieger um 09:30 Uhr am Morgen in Wien-Schwechat zum vorläufig letzten Europacup-Abenteuer der Violetten in dieser Saison  aufgebrochen ist, ist Didier Dheedene. Der Ex-Austrianer, der 2006 auch noch der Meistermannschaft angehört hatte, kickt noch in der belgischen dritten Liga, weil er dem Präsidenten, einem alten Jugendfreund, helfen möchte. Einen Kurzbesuch in Wien bei Bekannten verband er kurzerhand mit dem Funchal-Trip. Bis auf Szabolcs Safar ist aber keiner mehr da, mit dem er gemeinsame Austria-Highlights erlebte.

 

 

Für Dheedene ist es ein Kurzurlaub, für den FK Austria Wien geht es um weit mehr. Zwar hat man in der Gruppe kein Wort mehr um den Aufstieg mitzureden, aber Platz 3 hinter Bremen und Bilbao wäre noch möglich. Dafür müssen wir am Mittwoch (21:05) im kleinen Stadion von CD Nacional aber gewinnen. Trainer Karl Daxbacher: „Für den Klub und die Spieler geht es nicht nur um Prämien, sondern auch um die Ehre. Wir wollen uns gut präsentieren und versuchen, unsere Chancen, die wir sicherlich bekommen werden, erfolgreich zu nützen.“

 

Vom System wird er gegenüber den letzten beiden Partien kaum etwas ändern, also wieder auf die Variante mit zwei Stürmern von Beginn an zurückgreifen. Entschieden ist auch die Tormannfrage. Diesmal vertraut Daxbacher auf Robert Almer statt auf Safar. „Es ist eine Anerkennung für seine starken Leistungen im Herbst, zugleich kann er wieder internationale Erfahrung sammeln.“

 

Almer freut’s und er hat auch ein wenig damit gerechnet: „Ich habe es mir verdient, weiß aber auch das Vertrauen der Trainer zu schätzen.“

 

Violett kämpft aber nicht nur um Platz 3 und die Ehre, sondern auch um eine Änderung der Statistik: Der letzte Auswärtssieg im Europacup liegt schon lange zurück 2:1 beim MSK Zilina am 11. August 2005. Die Geschichtsbücher müssen auf Madeira neu geschrieben werden!

Auch die Tatsache, dass wir aufgrund der schweren Regenfällen nur kurz zum Abschlusstraining ins Stadion durften, ist ein Novum. Die UEFA bat uns darum, damit der Platz für das Spiel nicht zu arg in Mitleidenschaft gezogen wird. Daxbacher gab nach, machte nur 20 Minuten im Stadion Programm, für die restlichen 40 ging es auf einen der Trainingsplätze.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 17 36
2. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
3. FC Red Bull Salzburg 17 31
4. FK Austria Wien 17 31
5. RZ Pellets WAC 17 22
6. FC Admira Wacker Mödling 17 22
7. SK Rapid Wien 17 21
8. SV Guntamatic Ried 17 17
9. SKN St. Pölten 17 14
10. SV Mattersburg 17 11
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