30.07.2009, 14:00 Uhr

MICHORL KENNT DIE SERBEN WIE AUS DEM EFF-EFF

Michorl kennt die Serben wie aus dem Eff-Eff

Jetzt wird es schön langsam ernst. Nur noch wenige Momente bleiben, dann beginnt für den FK Austria Wien der Einstieg in den Europacup. Weil im Stadion von Novi Sad die Leichtathletik-Bewerbe der Universiade 2009 ausgetragen wurden, werden wir unser Hinspiel in der Europa League am Donnerstagabend (19:15 Uhr) im Stadion von Roter Stern in Belgrad austragen. Gewiss kein Nachteil, dass Vojvodina damit ebenfalls ein Auswärtsmatch hat.

 

Co-Trainer Sepp Michorl hat den Serben letzte Woche auf die Beine gesehen und sie beim Test gegen den Tabellenvierten der Vorsaison FK Javor beobachtet. Seine Eindrücke vom 2:0-Sieg, der auf einem der Trainingsplätze eingefahren wurde: „Ein technisch gute Mannschaft, die sich sehr spielstark präsentiert hat.“

 

Dieser Auftritt war übrigens der einzige von Novi Sad, denn der Meisterschafsbeginn in Serbien ist erst am 15. August. Aber der Test vorige Woche sowie DVDs der letzten beiden Spiele der "Super Lige Srbije" gaben Aufschlüsse genug um sagen zu können, dass es kein Spaziergang werden wird.

 

Mit Dragoslav Stepanovic haben sie natürlich einen Trainerfuchs, der mit allen Wassern gewaschen ist. Man sieht, dass er von seinen vielen Stationen im Ausland – u.a. in Deutschland – einiges in sein 4-1-4-1-System einfließen lässt und dem Klub seit seinem Engagement in diesem Sommer ein taktisches Korsett verpassen möchte, dessen Züge bereits erkennbar sind.

 

Michorl gibt uns ein „Best of“ des „Who is who“ bei Vojvodina Novi Sad:
Dusan Tadic: Der linke Mittelfeldspieler ist ein Typ wie Svento bzw. Jezek bei Salzburg. Technisch sehr beschlagen, dribbelstark. Sein Marktwert wird mit zweieinhalb Millionen Euro bei www.transfermarkt.at geschätzt, er ist aktueller U21-Teamspieler.

 

Mario Durovski: Der 23jährige ist das Hirn der Mannschaft, über ihn läuft alles, er fädelt jeden Angriff ein, hat einen starken linken Fuß.

 

Dragan Mrdja: Ein Stürmer, 25 Jahre, der auch im erweiterten Teamkader Serbiens steht. Eine kopfballstarke Speerspitze. Er kickte auch schon in Belgien bei Lierse, Zulte-Waregem oder dem FC Khimki (Rus).

 

Liest sich nicht schlecht, aber es gibt auch gute Nachrichten: Aleks Popovic, der auch schon bei Bad Bleiberg war, wird nicht mehr eingesetzt, da er nur noch ein halbes Jahr Vertrag hat. Etwas undurchsichtig, aber das ist Klublinie. Er ist mit einem Marktwert von zwei Millionen Euro der zweitteuerste Kaderspieler, war Kapitän und Spielgestalter. Sein Fehlen könnte ebenso ein Vorteil sein wie jenes von Jungstar Danijel Aleksic. Er ist aktuell bei der U19-EM und lässt dort mit guten Vorstellungen aufhorchen.

 

Interessant ist vielleicht auch der Vergleich der Marktwerte der gesamten Kader: Novi Sad wird mit 22,7 Millionen angegeben, die Austria mit 17,5 Millionen – ob sich die fünf Millionen auch auf dem Rasen auswirken? Michorl glaubt nicht: „Die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig. Wir müssen diszipliniert auftreten. Zudem hoffe ich, dass wir aus unseren Defensivfehlern in Linz gelernt haben. Rufen wir unser Potenzial ab, werden wir garantiert unsere Möglichkeiten haben.“

 

Bald werden wir es wissen, ORF 1 überträgt live in einer Konferenzschaltung. Im Viola Pub gibt es darüber hinaus die komplette Liveübetragung (via Livestream des serbischen Senders RTS 2) der Partie und wer keine Zeit oder Möglichkeit hat um vor dem Fernseher mitzufiebern, für den gibt es zumindest noch den Liveticker von unserem Partner weltfussball.at.