03.09.2009, 12:00 Uhr

MICHAEL LIENDL: „MIT TRAININGSEIFER UND DREIFACHBELASTUNG KOMMT MEINE CHANCE!“

Michael Liendl: „Mit Trainingseifer und Dreifachbelastung kommt meine Chance!“

Die Wiener Austria ist derzeit auf der Erfolgsspur. Ex aequo nach Punkten auf Platz eins in der Meisterschaft, im Cup eine Runde weiter und der Einzug in die Gruppenphase der Europa League ist geschafft! Die Bilanz fällt bisher also sehr gut aus. Angesichts dieses gelungenen Saisonstarts galt für Coach Karl Daxbacher bisher zumeist die Devise – „Never change a winning team.“

 

Einer jener, die bisher deshalb noch kaum die Möglichkeit bekamen, sich zu beweisen, ist Michael Liendl, der im Sommer vom SV Kapfenberg nach Favoriten wechselte. Abgesehen von rund zehn Minuten im Heimspiel gegen Kapfenberg kam er in dieser Saison noch nicht zum Zug. Die Rolle als Reservist sieht der gebürtige Vorarlberger aber noch gelassen: „Wir spielen derzeit erfolgreich, also gibt es für den Trainer wenig Grund, große Umstellungen vorzunehmen. Er hat mit versichert, dass ich meine Möglichkeiten bekommen werden. Insofern bleibe ich ruhig.“

 

Dass es mitunter selbst für eine Frohnatur wie Liendl nicht leicht ist, steht für ihn aber auch fest: „Als ich im Derby-Abschlusstraining in der Einsergarnitur spielte, habe ich mir doch zumindest Chancen auf eine Einwechslung ausgerechnet. Schlussendlich kam es nicht dazu und ich war im ersten Moment doch etwas zerknirscht. Am nächsten Tag habe ich das aber zu Seite geschoben. Diese kleinen Rückschläge werden an meinem Trainingseifer nichts ändern!“ 

 

 

Grund zu Jammern sieht er auf alle Fälle nicht: „Es macht keinen Sinn, sich in Selbstmitleid zu ertränken oder depressiv zu werden. Das geht nur auf Kosten der Leistungen im Training. Ich bin ein positiver Mensch, der sich gut motivieren kann. Ich gebe in den Einheiten alles, schiebe Zusatzschichten in der Kraftkammer und gehe auch privat noch laufen. Gerade ohne die Bewerbsspiele muss ich noch mehr machen, um mich möglichst auf einem hohen Belastungslevel zu halten und einen Rhythmus zu simulieren. Mein Ziel ist, noch in dieser Saison vermehrt zum Zug zu kommen und das werde ich erreichen.“

 

Was seine Zukunft im violetten Trikot betrifft, ist Liendl, spätestens nach dem Erreichen der Europa League-Gruppenphase am vergangenen Donnerstag, sehr optimistisch: „Allein bis zur Winterpause  haben wir noch an die zwanzig Partien vor uns. Man muss sich immer vor Augen halten, dass man es nicht nur selbst in der Hand hat, wann man zum Einsatz kommt. Wichtig ist die Konzentration auf das Wesentliche – die guten Trainingsleistungen  - zu richten. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann ich meine Duftmarke abgeben kann. Ich arbeite auf den Tag X hin. Dann gilt es sich zu beweisen und es dem Trainer so schwer wie möglich zu mache, mich wieder aus dem Team zu nehmen. Besonders ein Einsatz im Europacup wäre ein Traum. Dieser Flair ist schon ganz etwas Eigenes.“

 

Prinzipiell fühlt sich der 23-Jährige bei den Veilchen trotz der noch überschaubaren Matchpraxis pudelwohl: „Im Team sind viele Österreicher, die Stimmung passt und alleine vom Training mit Ausnahme-Spielern wie Acimovic oder Vorisek kann ich nur profitieren. Ich habe mich für diesen schwierigeren Weg entschieden und dazu stehe ich. Die Austria ist ein Topverein und war für mich der richtige Schritt, um auf Sicht meine Entwicklung voranzutreiben.“




Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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