27.02.2009, 09:00 Uhr

MARIO BAZINA: "ICH HATTE NOCH NIE SO VIEL SPAß AM FUßBALL!"

Mario Bazina: "Ich hatte noch nie so viel Spaß am Fußball!"

Die Frage, wer im Herbst die meisten Einsätze für die Wiener Austria absolviert hat, würden die meisten wohl mit Dauerläufern wie Joachim Standfest oder Milenko Acimovic beantworten. Knapp daneben ist allerdings auch vorbei, denn der einzige Austrianer, der bisher in allen 22 Meisterschaftspartien für Violett auflief, ist Mario Bazina.

 

Erst im Sommer zu den Veilchen gestoßen, entwickelte sich der Kroate vom Saisonstart weg zu einer der absoluten Mannschaftsstützen, ist er doch gleich nach Milenko Acimovic mit 7 Saisonftreffern und 4 Assists zweibester Scorer der Austria. Dass der exzellente Techniker sich dabei nicht begnügt den Ball nur über die Linie zu drücken beweisen gleich einige Traumtore wie sein Seitfallzieher in Kapfenberg oder sein 25-Meter-Volley beim 5:0-Kantersieg gegen den LASK.

 

Vielleicht nicht das schönste, aber dafür ein ganz wichtiges Tor erzielte die „Zaubermaus“ beim ersten Saisongastspiel der Veilchen in Altach, als er einen sehenswerten Konter zum 1:0-Endstand abschloss. Diesen Freitag (19:30 Uhr) steht nun das zweite Duell mit den Vorarlbergern an und Bazina ist heilfroh, dass die Winterpause nach einigen Verzögerungen nun endlich ein Ende hat: „So wie heuer, habe ich mich noch fast nie auf mein erstes Spiel in der Frühjahrsaison gefreut. Vorbereitung ist gut und schön, aber das Salz in der Suppe sind die Pflichtspiele.“

 

Dass die Partie im Ländle kein Spaziergang wird, weiß Bazina, hofft aber trotzdem gleich auf einen vollen Erfolg im ersten Spiel nach der Winterpause: „Unserem technischen Spiel wird der Platz in Altach nach den Schneefällen der vergangenen Wochen kaum entgegenkommen, aber dann müssen wir andere Tugenden auspacken.“ Inwiefern die fünf Neuerwerbungen von Neo-Trainer Georg Zellhofer die Aufgabe in der Cashpoint-Arena erleichtern oder erschweren ist für Bazina schwierig einzuschätzen: „Fakt ist, dass wir gegen eine völlig andere Mannschaft antreten werden, als das in den bisherigen zwei Saisonduellen der Fall war. Wir kennen zwar einige Spieler nicht, aber spurlos wird es auch an Altach nicht vorbeigehen, wenn man die halbe Startelf austauscht. Innerhalb weniger Wochen zu einer eingespielten Truppe zu werden, ist ein ganz schwieriges Unterfangen.“ 

 

 

Gerade deshalb ist er auch von der starken Vorstellung der Austria in der abgelaufenen Herbstsaison positiv überrascht: „Man hat sich nicht erwarten können, dass zwölf Neuzugänge so schnell integriert werden. Zum Glück hat sich das Team aber sehr schnell gefunden und über den Winter haben wir diesbezüglich weitere Fortschritte gemacht.“

 

Mit seiner eigenen Vorbereitung ist Bazina zufrieden wie selten zuvor: „Ich bin körperlich in einem sehr guten Zustand, für mich ist alles optimal gelaufen“, schmunzelt der 33-Jährige, bei dem trotz 13 Profisaisonen noch keine Spur von Müdigkeit zu bemerken ist. „In Wahrheit hatte ich noch nie soviel Spaß am Fußball wie jetzt!“ Die Gründe für diesen dritten Frühling sind für Bazina schnell gefunden: „Meine Familie ist in Wien glücklich, alles verläuft in geregelten Bahnen und ich bin doch einigermaßen abgesichert.  Ich kann mich daher erstmals in meiner Karriere uneingeschränkt auf meine große Leidenschaft, den Fußball konzentrieren und daher ist für mich doch alles deutlich leichter als früher.“

 

Es heißt also mit vollen Elan in Richtung Frühjahrsmeisterschaft, in der Bazina zwei ganz große Ziele hat: „Wir wollen unter den Top drei der Liga landen und den Cup-Titel holen“, fast er seine Ambitionen kurz und bündig zusammen. Um letzteres zu gewährleisten, heißt es am kommenden Dienstag (20:30 Uhr) im ÖFB-Cup-Viertelfinale auswärts gegen Sturm Graz zu bestehen. Eine Aufgabe die für unser Offensiv-Ass schwierig, aber durchaus machbar ist: „Sturm ist der stärkste der verblieben Gegner, aber sie sind sicher nicht unschlagbar. Auch wir haben sehr viel Qualität in der Mannschaft. Auf Sturm lastet viel Druck, weil sie zum hundertjährigen Jubiläum unbedingt wieder einen Titel holen wollen und genau dabei wollen wir den Grazern ein Schnippchen schlagen. Schaffen wir das, dann sehe ich sehr gute Chancen auf die Verteidigung des Cuptitels.“

 

Das nötige Selbstvertrauen für diese schwierige Aufgabe wollen sich die Veilchen schon in Altach holen. Bereits gestern, Donnerstag, hob die Mannschaft am Nachmittag vom Flughafen Schwechat Richtung Vorarlberg ab und kehrt hoffentlich mit drei Punkten im Gepäck wieder nach Wien zurück.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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