11.11.2009, 13:10 Uhr

MARIN LEOVAC WILL JETZT DRAN BLEIBEN!

Marin Leovac will jetzt dran bleiben!

„Ich werde es sicher früh genug erfahren, wenn die Trainer der Kampfmannschaft der Meinung sind, dass ich für höhere Aufgaben bereit bin“, meinte Marin Leovac im Rahmen des letztjährigen Winter-Trainingslagers der Austria Amateure. Was folgte, war der erste Profivertrag bis zum Sommer 2012 und die Beförderung in die Kampfmannschaft der Veilchen.

 

Trainiert wurde fortan bei der ersten Mannschaft, doch nach elf Saisoneinsätzen bei den Amateuren schlug für den 21-Jährigen ausgerechnet gegen die deutsche Spitzenmannschaft Werder Bremen die große Stunde. „Ich war nicht sonderlich nervös, weil ich wusste, dass dieser Moment kommen wird. Ich habe mich einfach riesig gefreut, noch schnell meinem Vater Bescheid gegeben und dann nur mehr dem Match entgegen gefiebert. Der Trainer hat mich ins kalte Wasser geworfen und dafür bin ich dankbar. Jetzt konnte er sich auch in einer großen Partie ein Bild von mir machen und weiß, dass im Ernstfall auf mich Verlass ist.“

 

Auf das Europacupdebüt folgte nur drei Tage später der erste Einsatz in der Bundesliga gegen Sturm Graz. „Es ging wirklich Schlag auf Schlag und beide Male gleich in der Startelf. Zeit zum Nachdenken war da nicht viel. Für meine Karriere waren diese zwei Chancen ein ganz wichtiger Schritt.“ Ungeduldig wird er nach diesen wichtigen Bewährungsproben nicht: „Mir ist klar, dass Markus Suttner und Manuel Ortlechner in Blickrichtung Derby aufgrund ihrer bisherigen Leistungen zu Recht einen Bonus haben. Ich werde konsequent weiterarbeiten. Ich habe Blut geleckt, aber jetzt heißt es geduldig weiterarbeiten.“

 

Mit den ersten Erfolgserlebnissen auf der großen Fußballbühne im Rücken ist die Motivation klarereweise da, wie nie zuvor und genau diesen Schub will er nützen, um sich schnellstmöglich weiterzuentwickeln. So manches Defizit hat der 21-Jährige in den vergangenen zwei Jahren bei den Austria Amateuren bereits behoben. Einer, der das ganz genau wissen muss, ist der violette Nachwuchschef Ralf Muhr: „Körperlich war Marin Leovac  damals bei der Akademie-Sichtung für den Jahrgang 1988 weit zurück, aber seine herausragende Technik und das intuitive Spielgefühl gaben den Ausschlag, ihn aufzunehmen. Er hat seitdem hart an seinen Schwächen gearbeitet.“ In der U19 entwickelte sich der Spätstarter laut Muhr schließlich endgültig zum Leistungsträger, schaffte in kürzester Zeit den Sprung zu den Amateuren, wo er erst kürzlich sein 50. Spiel in der ADEG-Ersten-Liga absolvierte.

 

Körperlich hat der schnelle und technisch starke Außenspieler seit damals sichtlich zugelegt. „Etwas mehr Masse muss noch her“, sieht sich „Leo“ in diesem Punkt, in der taktischen Raffinesse aber auch im Stellungsspiel noch nicht am Zenit. Defensiv hat sich der Flankenturbo laut Amateure-Co-Trainer Robert Sara sichtlich verbessert: „Nach vorne war er als Außenverteidiger der modernen Prägung schon immer stark, gegen Bremen oder Sturm hat Leo aber auch für die Defensive sehr ordentlich gerackert. Wir haben monatelang daran gearbeitet, schließlich habe ich auf einer ähnlichen Position bei der Austria gespielt und weißt, worauf es hier ankommt.“ Der entscheidende Push also vielleicht von einer echten Austria-Ikone, die ihm auf einen sehr guten Weg sieht: „Jetzt heißt es nicht nachlassen, dann hat die Austria mit Suttner und Leovac bald zwei echte Kaliber auf der linken Abwehrseite im Talon.“

 

Nach zwei Tagen Ausspannen bei der Familie in Aschbach nahe Amstetten heißt es für den violetten Shootingstar in der Länderspielpause vor dem Derby wieder Vollgas zu geben. Ein paar Einsatzminuten gegen den Erzrivalen aus Hütteldorf wären für ihn ein Traum. „Ich bin schon auch ein Stimmungsspieler. Umso mehr auf den Tribünen los ist, umso mehr wachse ich über mich hinaus. Vielleicht bekomme ich meine Chancen, zumindest ein paar Minuten.“ Gute Erfahrungen hat er im Hanappi-Stadion bereits gesammelt, als er vergangene Saison mit den Austria Amateuren im ÖFB-Cup-Viertelfinale die Grün-Weißen Amateure mit Drazan, Trimmel & Co. im Elfmeterschießen aus dem Bewerb  warf und dabei einen Strafstoß Richtung knallvoller Westtribüne unseres Lieblingsgegners eiskalt verwertete… .  

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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