11.08.2009, 16:00 Uhr

MANUEL ORTLECHNER LEBT DEN VIOLETTEN SPIRIT!

Manuel Ortlechner lebt den violetten Spirit!

Insgesamt sechs Pflichtspiele hat die Wiener Austria in dieser Saison bisher absolviert. Einer, der dabei in jeder Partie immer über die vollen 90 Minuten am Platz stand und stets überzeugen konnte, ist Manuel Ortlechner. Bester Beweis dafür war sein bereits zweites Tor beim 2:1-Sieg gegen den SC Magna am vergangenen Sonntag. „Ich habe mir vorgenommen, auch als Verteidiger torgefährlicher zu werden. Vor allem dank der genialen Vorlagen von Milenko Acimovic bin ich diesem Ziel einen Schritt näher gekommen.“


Einen ziemlich großen sogar, wenn man einen Blick auf die bisherige Torbilanz des Defensivallrounders wirft. Mit den zwei Treffern hat er in seiner noch kurzen violetten Laufbahn schon gleich viele Ligatore erzielt, wie in den vergangenen sechs Saisonen zusammen. Besonders angetan hat es ihm und seinem ehemaligen Kärnten-Kollegen Zlatko Junuzovic diesbezüglich die neue Torhymne der Veilchen „Kernkraft 400“ von Zombie Nation: „Wir hören die Fanfare rauf und runter, haben sie schon als Klingelton am Handy. Wenn wir treffen, dann ist der erste Gedanke, dass jetzt gleich wieder dieser geile Song gespielt wird. Wenn unsere Fans dann selbst auswärts das Lied anstimmen, bekommt man richtig Gänsehaut."

Die Austria-Anhänger sind für ihn ein anderer wichtiger Erfolgspuzzlestein für den derzeitigen Höhenflug: „Solch einen Support wie gegen Novi Sad habe ich noch nicht erlebt. In der letzten halben Stunde wurden wir zum Sieg getrieben. Es ist schwer zu beschreiben, wenn man nicht selbst am Feld steht. Genau diese Unterstützung ist es, warum man schlussendlich um einen Tick schneller als der Gegner am Ball ist und als Sieger vom Platz geht. Beim Erfolg gegen Wiener Neustadt am Wochenende wurden wir ähnlich nach vorne gepusht!“

 

Für ihn ganz persönlich gibt es aber vor allem eine Erklärung, warum er sich so schnell in Favoriten eingelebt hat: „Bei der Zusammensetzung des Kaders wurde sehr umsichtig gehandelt. Die Charaktere passen einfach gut zusammen. Es gibt keinen einzigen Spieler im Team, mit dem ich nicht auch privat auf einen Kaffee gehen würde. Das sagt doch schon alles über unser Mannschaftsklima aus.“

 

 

Dieser Spirit geht für ihn aber auch über die Kabine hinaus: „Ich habe mich hier im Verein von der ersten Minute an wohl gefühlt. Unter diesen Voraussetzungen ist es ungleich leichter seine Leistung zu bringen. Ich nahm doch an, dass es bei einem großen Klub wie der Wiener Austria etwas anonymer zugehen wird, als in Kärnten, Pasching oder Ried. Aber das Gegenteil ist der Fall. Die Austria-Familie ist kein Lippenbekenntnis, alle im Klub vom Masseur bis zum Manager ziehen an einem Strang. Dieses funktionierende Umfeld gibt einem als Spieler viel Halt. Es macht mich wirklich stolz, jetzt ein Teil davon zu sein.“


Zwar nicht ganz taufrisch aber trotzdem voller Tatendrang machte sich das violette Nationalteam-Trio rund um Manuel Ortlechner noch am Sonntag auf den Weg nach Klagenfurt. Während Zlatko Junuzovic und Aleksandar Dragovic gemeinsam vom Horr-Stadion direkt ins Teamcamp aufbrachen, nahm Ortlechner noch einen kurzen Umweg über seine Wohnung in Velden. Alle nötigen Utensilien eingepackt und einen kurzen Anstandsbesuch bei seiner Freundin später, meldete sich auch der violette Dauerläufer bei Teamchef Didi Constantini pünktlich zum Dienst.


Während am Montag die Regeneration im Vordergrund stand, startete heute mit zwei Einheiten die intensive Phase vor dem Länderspiel gegen Kamerun am Mittwoch (20:30 Uhr). Darauf und auf Superstar Samuel Eto’o freut sich der 29-Jährige schon besonders: „Mein Anspruch war und ist es immer, dass ich mich mit den Besten messen will. Für das Team gilt das genauso wie für den Verein.“


Dazu hat unsere Nummer 14 in den kommenden Wochen reichlich Gelegenheit. Innerhalb von nur zehn Tagen (20. – 30. August) stehen nach dem Cup gegen Würmla die beiden Europacup-Duelle gegen Metalurg Donezk, das Auswärtsspiel bei Sturm und das große Wiener Derby am Programm. „Es warten richtungsweisende Highlights auf uns. Ich mag englische Wochen, allein schon deshalb, weil für jeden Fußballer vor allem die Spiele das Salz in der Suppe sind. Gerade in unserem Fall, wo im Sommer zahlreiche Neue dazu gestoßen sind, werden wir als Mannschaft mit jeder Partie besser!“

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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