02.03.2009, 11:10 Uhr

KRAMMER IST IN SEINEM WOHNZIMMER AUF SIEG PROGRAMMIERT

Krammer ist in seinem Wohnzimmer auf Sieg programmiert

Thomas Krammer kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Insgesamt zehn Jahre verbrachte er in Graz, trotz vieler Freundschaften, die er nach wie vor mit einigen Sturm-Spielern hat, will er, dass der Uhrturm wackelt und die UPC-Arena nicht ohne den erfolgreichen Aufstieg ins Halbfinale des ÖFB-Cups wieder verlassen.

 

Sturm Graz gegen Austria Wien ist zweifelsfrei das Topspiel dieser Cup-Runde am Dienstag (20:30 Uhr, live in ORF 1). Karl Daxbacher will dort unbedingt gewinnen: "Das kann ein Schlüsselspiel sein. Wir müssen uns besser als in Altach präsentieren und die Chance als Wiedergutmachung nützen", sagte der Coach des Titelverteidigers.

 

Besonders motiviert wird Thomas Krammer gegen die "Schwarzen" zu Werke gehen. Der Blondschopf ist im Sommer von der Mur an die Donau übersiedelt, konnte nicht gleich Fuß fassen, hat sich mittlerweile aber durchgebissen. Auf den Vergleich mit seinen Ex-Kollegen freut er sich besonders. "Es wird eine hochinteressante Partie. Nach den Niederlagen am Wochenende stehen wir beide etwas mit dem Rücken zur Wand. Und auch am Dienstag kann nur einer als Sieger vom Platz gehen", weiß der 26jährige, der wieder auf der rechten Mittelfeld-Position an der Linie Richtung Sturm-Strafraum marschieren wird.

 

Krammer kennt seine ehemaligen Mitspieler wie seine Westentasche und bereitet die Austria-Profis auf einen hochmotivierten Gegner und eine fantastische Kulisse vor. "Die Niederlage gegen Kapfenberg war nicht gut für uns. Ich kenne diese Mannschaft und das Umfeld, dass die Stimmung anheizen wird. Wir werden auf eine Truppe treffen, die uns sicher gleich in den ersten fünfzehn Minuten auffressen möchte."

 

Diesen Anfangsdruck müsse man abfangen und selber ebenfalls mit Powerfußball agieren, sagt Krammer weiter, der von einem Sieg der Violetten überzeugt ist. "Wir haben Respekt, aber uns ist nicht bange. Im Gegenteil: Wir haben die besseren Einzelspieler und mehr Überraschungsmomente auf unserer Seite."

 

Dass Sturm Graz ein "Hammerlos" ist, steht außer Zweifel, zugleich kann man daraus aber auch enorme Energie für die Meisterschaft tanken. "Okay, wir haben in Altach verloren und uns mehr erwartet. Aber die Vorarlberger haben sich gut verstärkt, dort werden noch mehrere Mannschaften verlieren. Uns ist es schon passiert, deswegen können wir das abhaken und müssen nach vorne schauen", weiß Krammer, der auch ausspricht, was viele denken: "Wir müssen Sturm packen, dann sind es nur noch zwei Spiele und wir sind im UEFA-Cup. Ein Europacup-Platz war unser Saisonziel, also müssen wir auch alles dafür geben, um das festzumachen."

 

Außerdem ist er nicht von Graz nach Wien gewechselt, um mit leeren Händen dazustehen. "Mit Sturm habe ich noch keinen Titel gewonnen, das möchte ich mit Austria unbedingt nachholen. Ich spüre, dass bei uns alle auf dieses Ziel programmiert sind. Früher war Graz mein Wohnzimmer, jetzt will ich dazu beitragen, dass wir uns an Sturm wieder aufrichten."

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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